Kreisliga Nord: Auerbach und Grafenwöhr starten mit Remis aus der Winterpause
Kreisliga Nord: Auerbach und Grafenwöhr starten mit Remis aus der Winterpause
Kreisliga Nord, Nachholspiele
Sonntag, 15.03.2026
SV TuS/DJK Grafenwöhr – VfB Rothenstadt 2:2 (2:1)
Im Spiel am Sonntag trennten sich der SV TuS/DJK Grafenwöhr und der VfB Rothenstadt mit 2:2. Während die Gastgeber lange wie der sichere Sieger aussahen, kämpften sich die Gäste nach der Pause zurück. Für Grafenwöhr begann die Partie optimal. Bereits nach 13 Minuten brachte ein Eigentor von Marco Zeiss die Hausherren in Führung. Nur wenige Minuten später legte Stürmer Marcello Siemski nach und erhöhte auf 2:0. „Wir haben es einfach verpasst, hier nachzulegen“, erklärte Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra später. Bis zur 30. Minute kontrollierte Grafenwöhr Ball und Gegner, doch dann kam ein Bruch ins Spiel. Möglicherweise spielte auch die schwere Verletzung von Jonas Ertl eine Rolle, die das Team sichtbar beschäftigte. Kurz vor der Pause nutzten die Gäste ihre Chance: Nico Enders verkürzte auf 2:1.
Nach dem Seitenwechsel trat Rothenstadt deutlich mutiger auf, während Grafenwöhr laut Bafra „wohl etwas zu sicher“ wirkte. Die große Chance zur Vorentscheidung vergaben die Gastgeber in der 75. Minute, als David Dobmann einen Elfmeter verschoss. Stattdessen schlugen die Gäste erneut zu: Nach einer Flanke stand Enders wieder richtig und erzielte den Ausgleich. In der Schlussphase versuchte Grafenwöhr noch einmal alles, doch es blieb beim 2:2. „Am Ende wohl verdient, weil wir es zu kopflos versucht haben“, so Bafra.
Rothenstadts Trainer Roland Lang zeigte sich dagegen zufrieden: „Eine ordentliche bis gute Leistung der Mannschaft. Zur richtigen Zeit das nötige Glück gehabt und dann nicht unverdient den Ausgleich gemacht.“ Dem verletzten Grafenwöhrer Spieler wünschte er zudem eine schnelle Genesung.
ASV Haidenaab – FC Vorbach 2:2 (1:2)
Beide Teams wollten mit einem Sieg Abstand zu den hinteren Tabellenplätzen schaffen, entsprechend kampfbetont verlief die Partie. Die Gastgeber erwischten einen Traumstart. Bereits in der zweiten Minute brachte Michael Lehner Haidenaab per Freistoß in Führung. Sein Schuss ins kurze Eck überraschte Vorbachs Torhüter Laurin Wiesnet. Kurz darauf hätte Christian Scherm sogar auf 2:0 erhöhen können, ließ diese Chance jedoch ungenutzt. Stattdessen gelang den Gästen der Ausgleich: Manuel Kroher drückte den Ball zum 1:1 über die Linie. Danach kippte die Partie zunehmend zugunsten der Vorbacher, die mehr Spielanteile hatten. Folgerichtig gingen die Gäste durch Nico Lautner mit 2:1 in Führung. Eine Zeitstrafe gegen Fabian Krügel schwächte Haidenaab zusätzlich.
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Vorbach weitgehend das Geschehen, ohne jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Defensiv standen die Gäste sicher, während das Spiel über weite Strecken dahinplätscherte. Als Scherm in der 80. Minute die Gelb-Rote Karte sah, schien die Partie entschieden. Doch Haidenaab stemmte sich trotz Unterzahl gegen die Niederlage. In der Schlussphase kamen die Gastgeber noch zu mehreren Möglichkeiten, eine davon nutzte Andreas Hübner in der 88. Minute zum 2:2-Ausgleich. Beide Trainer sprachen anschließend von einem insgesamt leistungsgerechten Remis, auch wenn der späte Ausgleich für Haidenaab etwas glücklich fiel.
SC Eschenbach – TSV Eslarn 0:5 (0:3)
„Wir hatten uns für das Nachholspiel viel vorgenommen, konnten jedoch die guten Eindrücke aus der Vorbereitung nicht auf den Platz bringen“, erklärte ein enttäuschter Eschenbacher Trainer Muhammet Dal nach der Partie. Zudem habe seine Mannschaft die ersten drei Gegentreffer durch individuelle Fehler begünstigt. Bereits nach rund 30 Minuten lag Eschenbach nach Treffern von Top-Torjäger Sebastian Striegl, Fabian Wirnsdörfer und Rene Gall mit 0:3 zurück – eine Vorentscheidung. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Gastgebern nicht mehr, die Partie zu drehen. „Wir haben versucht, noch einmal heranzukommen, kassierten dann aber zwei Kontertore“, so Dal weiter. Ondrej Kral und erneut Striegl stellten in der Schlussphase den 0:5-Endstand her. „Der Sieg für Eslarn war absolut verdient, da sie sehr effektiv vor dem Tor agierten.“
Zufrieden zeigte sich dagegen Eslarns Trainer Peter Rackl. „Wir wollten mit dem Nachholspiel den Rückstand auf die Top drei verkürzen und haben von Beginn an das Heft in die Hand genommen.“ Die 3:0-Pausenführung sei folgerichtig gewesen. Nach dem Wechsel ließ seine Mannschaft defensiv kaum etwas zu und setzte offensiv weitere Nadelstiche. „Mit noch mehr Entschlossenheit hätte das Ergebnis sogar höher ausfallen können. Aber für uns zählen am Ende die drei Punkte – und die haben wir.“
SV Kohlberg/Röthenbach – SV 08 Auerbach 1:1 (0:0)
Tabellenführer SV 08 Auerbach ist in der Kreisliga Nord beim Schlusslicht SV Kohlberg/Röthenbach nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Über weite Strecken der Partie fanden die Gäste kaum zu ihrem Spiel und konnten ihre Stärken nur selten auf den Platz bringen. „Weite Teile der Partie agierten wir zu fahrig und mit zu wenig Überzeugung“, erklärte Spielertrainer Daniel Maier nach dem Abpfiff. Die Führung für Auerbach erzielte Timo Hausner nach einem gut herausgespielten Angriff. Beim Ausgleich durch Philipp Ertl hatte Auerbach jedoch Pech, als eine missglückte Flanke unhaltbar im Tor landete. Kurz vor Schluss rettete zudem der Pfosten für die Gäste. „Ein Elfmeter für uns wäre möglich gewesen, aber insgesamt wäre ein Sieg nicht verdient gewesen“, so Meier. In der hektischen Schlussphase sahen beide Teams noch eine Rote Karte. Trotz des Punktverlusts bleibt Auerbach Tabellenführer.
Auf der Gegenseite zeigte sich Kohlbergs Trainer Eugenio Wild sehr zufrieden: „Auch wenn es keine drei Punkte waren, fühlt sich der Punkt wie ein Sieg an.“ Seine Mannschaft sei von Beginn an präsent gewesen, habe aggressiv gegen den Ball gearbeitet und das Pressing gut umgesetzt. „Nach zehn Minuten kann es schon 1:0 oder sogar 2:0 für uns stehen.“ Trotz des Rückstands habe sein Team weiter mutig gespielt und sich den Ausgleich verdient. „Großes Lob an meine Mannschaft – genau so wollen wir weitermachen.“




