Kreisliga Nord: Auerbach und Trabitz ziehen davon
Kreisliga Nord: Auerbach und Trabitz ziehen davon
Kreisliga Nord, 24. Spieltag
Freitag, 24.04.2026
SV Kulmain – SV Kohlberg/Röthenbach 0:3 (0:2)
Der Bann ist gebrochen: Die bereits abgestiegenen Gäste aus Kohlberg haben am Freitagabend ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Beim SV Kulmain gelang ein verdienter 3:0-Erfolg, der vor allem durch eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung zustande kam. Kulmains Trainer Oliver Drechsler zeigte sich nach der Partie fair und selbstkritisch: „Glückwunsch an Kohlberg zum verdienten Sieg. Von unserer Seite war es ein schlechtes Spiel. Dennoch kann man aus solchen Begegnungen auch Erkenntnisse gewinnen – etwa, was verbessert werden muss und auf wen man sich verlassen kann.“
Kohlberg hingegen erwischte einen Start nach Maß. Bereits in der 7. Minute brachte Franz Lukas seine Farben in Führung, nachdem er den Torwart umkurvte und aus spitzem Winkel traf. Kurz vor der Pause erhöhte Alexander Ulrich (43.) mit einem sehenswerten Treffer auf 2:0. Auch im zweiten Durchgang blieb Kohlberg die aktivere Mannschaft. Dominik Bredow sorgte schließlich in der 70. Minute per Kopf nach einer Ecke für die Entscheidung. Trainer Eugenio Wild war entsprechend zufrieden: „Endlich haben wir uns für unseren Aufwand belohnt. Die Mannschaft war von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert und ist mit dem klaren Willen aufgetreten, das Spiel zu gewinnen.“ Besonders hob er die defensive Stabilität und das schnelle Umschaltspiel hervor. Mit weiteren Chancen hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Für Kohlberg bleibt trotz des Abstiegs die Erkenntnis, dass man mit dieser Leistung durchaus konkurrenzfähig gewesen wäre.
Sonntag, 26.04.2026
TSV Eslarn – SpVgg Trabitz 0:2 (0:0)
Der TSV Eslarn musste sich im Heimspiel dem Tabellenzweiten aus Trabitz mit 0:2 geschlagen geben, verkaufte sich dabei jedoch teuer. Vor allem kämpferisch zeigte die Mannschaft eine starke Leistung und hielt über weite Strecken gut dagegen. Eslarns Trainer Peter Rackl sah eine engagierte Vorstellung seines Teams: „In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen, wir konnten gezielte Nadelstiche setzen. Auch nach dem Seitenwechsel waren wir auf Augenhöhe, da war klar, dass Kleinigkeiten entscheiden werden.“ Genau eine solche Unachtsamkeit führte in der 68. Minute zum Rückstand, als Dominik Zawal für Trabitz traf. In der Schlussphase öffnete Eslarn die Defensive, um noch zum Ausgleich zu kommen, kassierte jedoch in der 86. Minute durch Daniel Tarchila das entscheidende 0:2. „Unterm Strich hätte unser Kampfgeist ein Unentschieden verdient gehabt“, so Rackl, der besonders den Einsatz und den Zusammenhalt seiner Mannschaft hervorhob.
Trabitz-Coach Thomas Baier zeigte sich mit dem Auswärtssieg zufrieden: „Wir haben durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verdient gewonnen. Über weite Strecken waren wir spielbestimmend, hatten mehr Ballbesitz und die klareren Torchancen.“ Lange habe lediglich die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt, doch seine Mannschaft sei ruhig geblieben und habe weiter an den Sieg geglaubt. Am Ende wurde der Aufwand belohnt. Trabitz festigt damit Rang zwei in der Tabelle und bleibt weiterhin dicht hinter Spitzenreiter SV 08 Auerbach.
TSV Reuth – SV 08 Auerbach 1:3 (0:1)
Die beeindruckende Serie des TSV Reuth ist gerissen: Nach zehn Spielen ohne Niederlage musste sich die Mannschaft ausgerechnet gegen Spitzenreiter SV 08 Auerbach mit 1:3 geschlagen geben. Trotz der Niederlage zeigte sich Spielertrainer Martin Bächer nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. „Ein Lob an meine Mannschaft, die sich gegen starke Auerbacher teuer verkauft hat“, resümierte Bächer. Der Tabellenführer dominierte über weite Strecken die Partie, während Reuth vor allem defensiv gefordert war. In der ersten Halbzeit rettete die Heimelf einmal in höchster Not auf der Linie, ehe ein Distanzschuss von Cengiz Izmire zur verdienten Führung für die Gäste einschlug.
Kurz nach dem Seitenwechsel gelang Reuth der Ausgleich durch Marvin Mohr, was dem Spiel noch einmal neue Spannung verlieh. Allerdings währte die Freude nicht lange: Auerbach zeigte seine Qualität im Abschluss, als Kapitän Tim Schmiedl wenig später zur erneuten Führung traf. „In solchen Spielen bekommt man nicht viele Chancen“, so Bächer dessen Team sogar noch die Möglichkeit zum 2:2 hatte, diese jedoch ungenutzt ließ. In der Nachspielzeit machte der eingewechselte Nikolas Bauer alles klar, nachdem Reuth in der Offensive alles riskierte und die Defensive öffnete. Bächer sah die Ursachen für die Niederlage auch in eigenen Fehlern: „Die ersten beiden Gegentore resultierten aus Fehlern im Spielaufbau.“ Auerbach behauptet mit dem verdienten Auswärtssieg weiterhin souverän die Tabellenführung. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Relegation bereits gesichert – nun richtet sich der Blick klar auf den direkten Aufstieg.
SC Kirchenthumbach – SV TuS/DJK Grafenwöhr 1:0 (0:0)
In Kirchenthumbach hat man weiterhin große Chancen, den direkten Klassenerhalt noch zu schaffen. Marcel Lohner vom SCK dazu: „Nach der Niederlage in Rothenstadt hat die Mannschaft die richtige Antwort geliefert und sich mit einem knappen, aber wichtigen Erfolg zurückgemeldet. Gegen spielstarke Grafenwöhrer war es das erwartet schwere Spiel, in dem der Gegner über weite Strecken die Kontrolle hatte. Dennoch setzte die Elf immer wieder gefährliche Nadelstiche und erarbeitete sich eigene Chancen.“ Der Sieg hatte mehrere Faktoren: Neben dem nötigen Quäntchen Glück – etwa bei Aluminiumtreffern des Gegners – war es vor allem ein überragender Torhüter sowie die enorme Einsatzbereitschaft der gesamten Mannschaft, die den Ausschlag gaben. „Wir mussten nach dem Rothenstadt-Spiel eine Reaktion zeigen und das haben wir. Jeder hat bis zur letzten Minute alles reingeworfen“, lautete das Fazit. Damit bleibt die Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt bestehen, auch wenn das Restprogramm noch große Herausforderungen bereithält.
Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra haderte derweil mit dem Spielverlauf: „Harter Tobak heute. Wir waren spielbestimmend, haben Ball und Gegner dominiert. So ein Spiel darfst du nicht verlieren.“ Ausschlaggebend war letztlich ein Elfmeter in der 67. Minute, den Fabian Lober sicher verwandelte. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Kassire Landrou, der dafür die Rote Karte sah. „Die Entscheidung war berechtigt, aber selbst in Unterzahl waren wir noch am Drücker“, so Bafra. Am Ende reichte es trotz aller Bemühungen nicht für Grafenwöhr, das sich damit aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. „Wir werden die letzten beiden Spiele dennoch ordentlich zu Ende spielen und dem Meister am Ende gratulieren“, erklärte ein enttäuschter, aber fairer Trainer.
SC Eschenbach – VfB Rothenstadt 3:2 (2:0)
Der SC Eschenbach sendet im Abstiegskampf ein deutliches Lebenszeichen: Auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Benjamin Scheidler feierte die Mannschaft einen Sieg und bezwang den VfB Rothenstadt mit 3:2. Dabei erwischten die Hausherren einen starken Start. „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und haben zur Halbzeit verdient 2:0 geführt“, erklärte Scheidler. Arthur Quast (34.) und Benedikt Schieder (38.) sorgten mit ihren Treffern für die komfortable Führung. Doch nach dem Seitenwechsel verlor Eschenbach kurzzeitig die Ordnung – und wurde prompt bestraft. Rothenstadt nutzte die Phase eiskalt aus und glich durch Nico Enders und Julian Rost schnell zum 2:2 aus. Entscheidend war jedoch die Reaktion der Gastgeber. „Die Mannschaft hat große Moral bewiesen und direkt zurückgeschlagen“, so Scheidler. Valentin Schieder erzielte in der 74. Minute den umjubelten Siegtreffer. In der Schlussphase verteidigte Eschenbach die Führung mit viel Leidenschaft und Einsatz über die Zeit. „Am Ende ist es ein absolut verdienter Sieg. Es macht aktuell brutal Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten“, zeigte sich der Coach hochzufrieden.
Ganz anders die Stimmung bei den Gästen. Rothenstadts Trainer Roland Lang war sichtlich bedient: „Unnötig wie ein Kropf diese Niederlage. In der ersten Halbzeit lassen wir drei Riesenchancen liegen, während Eschenbach aus wenig viel macht.“ Zwar kämpfte sich seine Mannschaft zurück ins Spiel, doch ein weiterer individueller Fehler brachte die erneute Niederlage. Während Rothenstadt damit weiter in den Abstiegskampf rutscht, wahrt Eschenbach seine Chance auf den Klassenerhalt und geht mit Rückenwind in die letzten beiden Saisonspiele.
TSV Erbendorf – FC Vorbach 1:2 (1:1)
Die Partie am Sonntagnachmittag in Erbendorf begann schwungvoll und bot von Beginn an Tempo. Bereits in der 7. Minute gingen die Gäste durch Jonas Heindl in Führung, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nur wenige Sekunden später glich Michael Martetschläger für die Hausherren aus. In der Folge tat sich Erbendorf jedoch schwer, ins Spiel zu finden. Trainer Andreas Häupl analysierte nach der Niederlage selbstkritisch: „Wir haben nie richtig ins Spiel gefunden, hatten zwar mehr Ballbesitz, aber keine zwingenden Torchancen. Vorbach hat die Räume eng gemacht und immer wieder schnell und gefährlich gekontert.“ Trotz optischer Überlegenheit fehlte es den Gastgebern an Durchschlagskraft. Häupl kündigte an, die Partie unter der Woche aufzuarbeiten, um im nächsten Spiel in Rothenstadt ein anderes Gesicht zu zeigen.
Vorbach hingegen präsentierte sich diszipliniert und effektiv. Trainer Markus Tusek zeigte sich entsprechend zufrieden: „Es war ein intensives und umkämpftes Spiel. Nach einem tollen Spielzug sind wir in Führung gegangen, der Ausgleich fiel etwas unglücklich.“ Noch vor der Pause hatte Vorbach mehrere gute Möglichkeiten, erneut in Führung zu gehen, ließ diese jedoch knapp ungenutzt. Kurz nach dem Seitenwechsel machte es Dominik Lang dann besser und erzielte den entscheidenden Treffer zum 2:1. In der Folge versuchte Erbendorf zwar, Druck aufzubauen, blieb jedoch weitgehend ungefährlich. „Aufgrund einer tollen Mannschaftsleistung war der Sieg verdient. Meine Jungs haben bewiesen, dass sie es können“, so Tusek. Mit diesem wichtigen Erfolg sammelt Vorbach wertvolle Punkte im Abstiegskampf, während Erbendorf weiter nach Konstanz sucht.
FC Tremmersdorf-Speinshart – ASV Haidenaab 1:0 (0:0)
Nach der Begegnung am Sonntag in Tremmersdorf waren sich beide Seiten einig: Ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf wohl eher gerecht geworden. Dennoch durften sich die Gastgeber am Ende über einen späten 1:0-Heimsieg freuen. „Es war ein glücklicher Sieg für uns“, brachte es Tremmersdorfs Vorstand Wolfgang Seitz kurz und treffend auf den Punkt. Die Partie selbst blieb über weite Strecken unspektakulär, nahm jedoch vor allem in der zweiten Halbzeit etwas mehr Fahrt auf. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, ohne sich jedoch klare Vorteile zu erarbeiten. Als sich bereits alles auf eine Punkteteilung einstellte, fiel in der 88. Minute doch noch die Entscheidung: Nach einem Freistoß aus rund 16 Metern reagierte Jonas Frank am schnellsten und verwandelte den Nachschuss zum umjubelten Siegtreffer.
Auf Seiten des ASV Haidenaab überwog trotz der Niederlage der Stolz über die eigene Leistung. Trainer Michael Kaufmann zeigte sich kämpferisch und zugleich emotional: „Großen Respekt vor der Einstellung meiner Mannschaft, die hier über 96 Minuten ebenbürtig war.“ Kritisch äußerte er sich jedoch zur Entstehung des entscheidenden Freistoßes: „Der Schiedsrichter hat bis dahin sehr gut gepfiffen, aber dieser Freistoß kurz vor Schluss war aus meiner Sicht keiner.“ Durch die Niederlage bleibt die Situation für Haidenaab im Abstiegskampf angespannt. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt weiterhin nur vier Punkte, sodass in den verbleibenden Spielen weiterhin höchste Konzentration gefordert ist.
Kreisliga Nord
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