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Kreisliga Nord: Bleibt Grafenwöhr weiterhin ungeschlagen?

Weiden. Der Tabellenführer muss zu einem schweren Auswärtsspiel nach Eslarn reisen. Im Tabellenkeller hoffen die Mannschaften auf die ersten Siege.

Kreisliga Nord: Bleibt Grafenwöhr weiterhin ungeschlagen?

Will mit dem SV Altenstadt/Wn. den nächsten Sieg einfahren:: Coach Marvin Häffner. Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, 6. Spieltag

Freitag, 28.08.2026

18 Uhr TSV Reuth – SpVgg Trabitz

In der vergangenen Saison hatte der Meisterschaftsfavorit aus Trabitz zweimal große Schwierigkeiten gegen den TSV Reuth, der ihm damals das Leben ordentlich schwer machte. Christian Recht von der SpVgg machte im Vorfeld des Duells dennoch klar, was sein Team vorhat: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen mit viel Einsatz, Ehrgeiz und Leidenschaft auftreten und die drei Punkte mit nach Trabitz nehmen.“ Die aktuelle Tabellensituation des TSV Reuth dürfe dabei nicht täuschen, so Recht weiter. „Persönlich sehe ich die Mannschaft qualitativ nicht dort, wo sie momentan steht. Bereits in der vergangenen Saison waren unsere beiden Begegnungen absolut auf Augenhöhe – aber das ist Vergangenheit. Am Freitag zählt nur das Hier und Jetzt.“

Durch das vorgezogene Freitagsspiel biete sich zudem die Möglichkeit, vorzulegen und den Druck auf die in der Tabelle vor Trabitz liegenden Mannschaften zu erhöhen. „Genau diese Chance wollen wir nutzen und auch weiterhin ungeschlagen bleiben“, erklärte Recht. Personell könne die SpVgg dabei aus dem Vollen schöpfen, da sowohl Urlauber als auch zuvor verletzte Spieler zurückkehrten. „Wir werden eine schlagkräftige und ehrgeizige Mannschaft stellen. Wir wissen, dass uns in Reuth nichts geschenkt wird und wir uns die Punkte hart erarbeiten müssen. Aber wir fahren mit einem klaren Anspruch dorthin: Wir wollen gewinnen und die drei Punkte mit nach Trabitz nehmen.“

In Reuth will man nach dem Heimsieg gegen Eschenbach nun den nächsten Dreier einfahren, muss dafür aber anders auftreten als zuletzt beim Auswärtsspiel in Haidenaab. Spielertrainer Martin Bächer erklärte: „Auch wenn gegen Trabitz die Trauben sehr hoch hängen, brauchen wir dringend Punkte. Vielleicht glückt uns mit einer geschlossenen, schnörkellosen Leistung eine Überraschung.“

18:15 Uhr SC Eschenbach – ASV Haidenaab

Beide Mannschaften brauchen die Punkte, das Tabellenschlusslicht aus Eschenbach jedoch noch deutlich dringender. Trotz ansehnlicher Leistungen stehen bislang noch keine Zähler auf der Habenseite, weshalb das Heimspiel am Freitagabend für die Mannschaft vom Russweiher noch wichtiger ist. Spielertrainer Benjamin Scheidler erklärte: „Gegen Haidenaab brauchen wir dringend Punkte, auch wenn es sicherlich nicht einfach wird. Dafür müssen wir die individuellen Fehler abstellen und von der ersten Minute an aggressiv und zielstrebig Fußball spielen, leidenschaftlich kämpfen und alles auf dem Platz lassen!“

Haidenaabs Trainer Michael Kaufmann sieht die Ausgangslage seiner Mannschaft entspannter, aber nicht sorgenfrei. „Durch den Sieg gegen Reuth ist der Druck zum Glück nicht so brutal groß. Trotzdem sind wir spielerisch hinter dem, was wir letzte Saison in der Rückrunde gespielt haben“, so Kaufmann. Da aber die Einstellung und die Grundtugenden zuletzt gestimmt hätten, habe man dennoch wichtige Punkte einfahren können. Vier Zähler aus den ersten beiden Spielen seien das Ziel gewesen, weshalb man auch in Eschenbach unbedingt etwas mitnehmen müsse. „Sie haben gegen Weiden-Ost II gezeigt, was sie können und dass sie vor allem auch mit Topteams mithalten können. Daher ist die Partie alles andere als ein Selbstläufer, zumal wir dort auch letzte Saison keine allzu gute Leistung gezeigt haben. Aber wir sind sicher in der Lage, dort etwas mitzunehmen.“

Personell werden es laut Kaufmann zwei bis drei Spieler zeitlich nicht rechtzeitig zum Freitagabendspiel schaffen, weshalb der Anstoß sogar vorverlegt werden musste. Rieß, Reichenberger, Kohl und Veigl fallen dabei sicher aus, bei zwei weiteren Spielern entscheidet sich der Einsatz erst kurzfristig. Zum Abschluss freute sich Kaufmann bereits auf das Wiedersehen mit seinem Trainerkollegen Benny sowie mit seinem ehemaligen Spieler Patrick Künneth.

WITRON – Last call Ausbildung
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Sonntag, 30.08.2026

15 Uhr TSV Eslarn – SV TuS/DJK Grafenwöhr

In der vergangenen Saison kämpften beide Mannschaften am Ende um den dritten Tabellenplatz. In der neuen Runde sind die Leistungen der Gastgeber noch etwas durchwachsen, zwei Siegen stehen bereits drei Niederlagen gegenüber. Nun kommt der bisher verlustpunktfreie Tabellenführer in die Grenzstadt. Spielertrainer Peter Rackl blickt trotz der schwierigen Ausgangslage kämpferisch auf die Partie: „Trabitz, Tremmersdorf und nun Grafenwöhr – das Programm der letzten Wochen ist hart, allerdings haben wir gezeigt, dass wir allen Teams Paroli bieten können. Leider punktlos.“ Trotz der Ausgangslage wolle man es dem noch ungeschlagenen Tabellenführer am Sonntag vor heimischer Kulisse maximal unbequem machen. „Mit dem zuletzt gezeigten Willen und Kampf und einer guten Tagesform könnten wir dem Spitzenreiter ein Bein stellen.“

In Grafenwöhr genießt man aktuell den Platz an der Sonne, weiß aber auch, dass mit Eslarn ein schwerer Gegner wartet. Am Sonntag reist man erneut mit dem Fanbus zum Gegner, der zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierte. Trainer Turan Bafra warnte dennoch eindringlich vor Eslarn: „Die Mannschaft besteht meiner Meinung nach nicht nur aus Striegel, sondern die haben mit Paul Litschek, mit Andre Krahl und und und sehr gute Leute in ihren Reihen. Die haben einen sehr, sehr hervorragenden Trainer, den ich sehr, sehr gut schätze mit Peter Rackl.“ Man fahre dennoch hin, um sich von der besten Seite zu zeigen. Personell könne er bis auf zwei Langzeitverletzte wieder aus dem Vollen schöpfen: „Ich werde definitiv die Rotationsmaschine anstecken, ein, zwei Änderungen in der Startelf wird es geben.“ Man lebe von der mannschaftlichen Geschlossenheit, so Bafra, und werde alles daransetzen, den sechsten Sieg in Folge einzufahren.

15 Uhr SV Altenstadt/Wn. – FC Vorbach

Für beide Mannschaften geht es in diesem Duell darum, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu finden. Beim Aufsteiger aus Altenstadt hat man die drei bislang stärksten Gegner der Saison bereits hinter sich gebracht und will nun gegen ein Team auf Augenhöhe punkten. Trainer Marvin Häffner erklärte: „Am Sonntag erwartet uns mit Vorbach ein Gegner, der extrem stark im Zweikampf ist! Nichtsdestotrotz heißt es für mich und meine Jungs, dass wir am Sonntag zuhause die Punkte bei uns behalten wollen! Wir bereiten uns in der Woche intensiv darauf vor und wollen das umsetzen, was wir uns ab der 1. Minute vornehmen!“ Erfreulich sei, dass vier Spieler in den Kader zurückkehrten, wenngleich im Gegenzug zwei weitere ausfielen. Man wolle positiv an die Aufgabe herangehen und auf dem eigenen Platz den Ton angeben, so Häffner.

In Vorbach ist man nach dem jüngsten Spiel etwas enttäuscht. Trainer Manuel Lautner sprach von einem enttäuschenden 1:1 gegen Pleystein am vergangenen Wochenende, ehe man nun zu einem für die eigene Mannschaft eher unbekannten Gegner nach Altenstadt reise. Der Aufsteiger sei relativ gut gestartet und habe mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Es gelte, die eigenen Stärken ins Spiel einzubringen und die zuletzt guten Trainingsleistungen auch in der Partie umzusetzen, so Lautner, der sich zuversichtlich zeigte, dass man auch in Altenstadt nicht chancenlos sein werde. Über den Gegner wisse man zwar einiges, insgesamt sei dieser aber eher unbekannt. Personell sei man derzeit noch nicht optimal aufgestellt, doch Jammern bringe nichts, so Lautner, das sei nicht seine Art. Man werde wieder mit elf Spielern antreten, die ihr Bestes geben würden.

15 Uhr SV Kulmain – FC Weiden-Ost

Mit dem neuen Trainertrio gelang dem SV Kulmain am vergangenen Spieltag eine Punkteteilung in Dießfurt, wenngleich auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Diesen will man nun am Sonntagnachmittag nachholen. Florian Greger vom SV erklärte im Vorfeld: „Am kommenden Spieltag empfängt der SV Kulmain den aktuellen Tabellenzweiten SV Weiden-Ost. Die Gäste haben aus fünf Spielen 13 Punkte geholt und sind bislang noch ungeschlagen. Damit wartet auf unsere junge Mannschaft eine echte Herausforderung.“ Man schätze Weiden-Ost als sehr starken Gegner ein, wolle sich aber keineswegs verstecken. Nach dem Auftritt beim FC Dießfurt, bei dem man trotz Unterzahl gefühlt zwei Punkte liegen gelassen habe, wolle man den positiven Schwung mitnehmen und weiter an sich arbeiten. „Mit Einsatz, Leidenschaft und der Unterstützung unserer Zuschauer wollen wir Weiden-Ost einen starken Kampf liefern und versuchen, etwas Zählbares in Kulmain zu behalten“, so Greger.

Im Osten von Weiden ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden. Die U23 des Bezirksligavertreters ist weiterhin ungeschlagen und will auch in Kulmain punkten. Trainer Tim Schlesinger warnte dennoch vor der Aufgabe: „Kulmain hat beide Heimspiele der bisherigen Saison mit 1:0 gewonnen und ist somit zuhause noch ohne Punktverlust – Warnung genug. Für uns wird es Zeit, wieder mehr Aufwand zu betreiben, und für Kulmain, dass sie zuhause verlieren.“ Personell sei man bis auf ein bis zwei Spieler komplett und entsprechend optimistisch, die nächsten drei Punkte zu holen.

15 Uhr TSV Erbendorf – FC Tremmersdorf-Speinshart

Es ist wohl das Spitzenspiel des sechsten Spieltags in der Kreisliga Nord. Der starke TSV trifft im Heimspiel auf den ebenfalls gut gestarteten FC Tremmersdorf. Beide Teams können sich mit einem Sieg im oberen Tabellendrittel festsetzen. Erbendorfs Trainer Roland Lang erklärte: „Am Sonntag kommt mit dem FC Tremmersdorf eine Mannschaft ins Kreinzl, welche sich in Top-Form befindet. Der FCT ist für mich einer der Favoriten auf die vorderen Plätze. Wenn wir an die Form der letzten Heimspiele anknüpfen können, sind wir aber auf Augenhöhe.“ Mit dem verletzten Marvin Mohr und dem urlaubsbedingt fehlenden Neumann fielen allerdings zwei wichtige Spieler aus, hinzu kämen einige weitere Angeschlagene. Immerhin kehre Keeper Heisig aus dem Urlaub zurück. Alle zur Verfügung stehenden Spieler müssten und würden an ihre Leistungsgrenze gehen, so Lang.

In Tremmersdorf ist man ebenfalls gut in die Saison gestartet, viermal durfte man bereits einen Dreier feiern, lediglich in Kulmain zeigte sich die Mannschaft etwas schwächer. Trainer Robert Schäffler erklärte: „Am kommenden Sonntag wartet nach Eslarn der nächste Anwärter auf die oberen Tabellenplätze. Mit Erbendorf treffen wir auf einen etablierten und starken Kreisligisten, der unter seinem alten, neuen Trainer Roland Lang wieder zu alter Stärke gefunden hat.“ Wie schon in der Vorwoche kenne man die Stärken des Gegners, insbesondere in der Offensive um Sandro Hösl. Dennoch wolle man sich vor allem auf die eigenen Stärken konzentrieren, von Beginn an fokussiert auftreten und an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Man freue sich auf ein spannendes Spiel und hoffe auf die Unterstützung der Fans, so Schäffler abschließend.

15:15 Uhr TSV Pleystein – FC Dießfurt

Im Duell der Aufsteiger geht es darum, wer den Anschluss an das Mittelfeld halten kann. Während die Gastgeber bereits einen Sieg feiern konnten, warten die Gäste aus Dießfurt noch auf ihren ersten Dreier. Pleysteins Trainer Alexander Schön zeigte sich mit dem zuletzt Gezeigten zufrieden: „Das Unentschieden in Vorbach hat gut getan für die Moral und unser Spiel. Mit Dießfurt haben wir einen Mitaufsteiger vor der Brust. Es wird nicht einfach, es ist eine kampfstarke Mannschaft mit Qualität. Wir haben zweimal gut trainiert und uns auf den Gegner gut vorbereitet.“ Personell habe man weiterhin mit Verletzten und Urlaubern zu kämpfen, die Spieler, die zur Verfügung stünden, gäben aber ihr Bestes und machten es gut. Man hoffe, dass wieder viele Zuschauer kämen und die Mannschaft unterstützten, so wie es in den vergangenen Wochen und Monaten bereits einfach klasse gewesen sei.

In Dießfurt sieht Henry Schraml die Ausgangslage ambivalent: Nach drei Unentschieden in Folge ist der FCD zwar weiterhin ungeschlagen, dennoch handle es sich dabei am Ende nur um drei Punkte. „Jetzt wäre wirklich mal ein Dreier gut“, so Schraml. Wenn man jedes Mal zwei oder drei Tore erziele, wisse man auch, woran es liege – schlicht an zu vielen Gegentoren. Die Devise müsse deshalb lauten, zu null zu spielen. Immerhin entspanne sich die personelle Lage inzwischen etwas, diesbezügliche Ausreden gebe es daher künftig nicht mehr, machte Schraml deutlich.