Kreisliga Nord: Der Erste empfängt im Derby den Letzten
Kreisliga Nord: Der Erste empfängt im Derby den Letzten
Kreisliga Nord, 9. Spieltag
Freitag, 18.09.2026
SV Kulmain – TSV Eslarn
Die Vorzeichen sind klar: Die Gastgeber aus Kulmain stehen massiv unter Druck und brauchen zwingend Punkte, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. Ein Heimsieg am Freitagabend gegen den TSV Eslarn soll dabei die erhoffte Wende bringen. Die Eslarner hingegen konnten sich am vergangenen Spieltag mit einem eminent wichtigen Heimsieg etwas befreien und gehen mit Rückenwind in die Partie. Florian Greger vom SV Kulmain äußert sich zur angespannten Lage: „Um 18:15 Uhr empfangen wir den TSV Eslarn in Kulmain. Mit 12 Punkten steht Eslarn aktuell auf Platz 8. Nach der deutlichen Niederlage in Altenstadt haben wir etwas gutzumachen. Was dort nicht funktioniert hat, wurde intern klar angesprochen – jetzt müssen wir die richtigen Antworten auf dem Platz geben. Es wird absolut keine leichte Aufgabe, aber wir wollen alles daransetzen, den Bock umzustoßen und wieder dreifach zu punkten.“
Eslarns Spielertrainer Peter Rackl warnt vor dem Gang nach Kulmain: „Für uns steht wieder ein äußerst unangenehmes Auswärtsspiel auf dem Plan. Bereits in der letzten Saison sind wir punktlos aus Kulmain zurückgekehrt. Dennoch: Wenn wir an die Leistungen und die starke Mentalität der letzten beiden Spiele anknüpfen, ist für uns definitiv was drin. Auch wenn es bei vielen Trainern mittlerweile zur Standardfloskel geworden ist, muss ich erwähnen, dass die Personalsituation aufgrund des frühen Freitagabends sehr schwierig ist, wodurch leider wichtige Stammspieler fehlen werden.“
Samstag, 19.09.2026
FC Tremmersdorf-Speinshart – ASV Haidenaab
Der FC Tremmersdorf-Speinshart hat sich eindrucksvoll im Rennen um die vorderen Tabellenplätze zurückgemeldet. Ein weiterer Sieg im Heimspiel gegen den oberfränkischen ASV Haidenaab soll diesen Aufwärtstrend nun untermauern. Florian Schnödt vom FCT blickt optimistisch auf die Samstagspartie: „Beim FCT ist die Stimmung nach den beiden vergangenen Siegen entsprechend positiv. Nun soll am Samstag der nächste Schritt folgen: Mit einem dritten Dreier in Folge möchte die Mannschaft ihre aktuelle Erfolgsserie fortsetzen und weiter an den Spitzenteams dranbleiben. Dass diese Aufgabe alles andere als einfach wird, ist dabei allen Beteiligten vollkommen bewusst. Mit Haidenaab wartet ein äußerst kampfstarker Gegner, der über reichlich Kreisliga-Erfahrung verfügt und insbesondere in der Offensive mit starken Einzelspielern für Gefahr sorgen kann.“ Zudem weist Schnödt darauf hin, dass das Spiel bereits am Samstag ausgetragen wird.
ASV-Trainer Michael Kaufmann ordnet die aktuelle sportliche Situation wie folgt ein: „Die Top-Spiele im September gehen für uns nahtlos weiter. In Tremmersdorf nehmen wir den nächsten Anlauf, einem der absoluten Top-Teams der Liga etwas Zählbares abnehmen zu können. Personell ändert sich ehrlicherweise nichts bei der Anzahl, nur bei den Namen, die ausfallen. Ob Christian Scherm wieder mitwirken kann, entscheidet sich sehr kurzfristig. Bei P. Winde wurde ein Bänderriss bestätigt, sodass hier ein längerer Ausfall fix ist. Auch bei Pöllath steht wohl eine 14-tägige Zwangspause an, sodass es wieder einige erzwungene Änderungen in der Startelf geben wird. Dorf-Club-Leben eben. Der Gegner ist gerade in der Offensive brutal stark und zeigt sich diese Saison sehr stabil ohne jegliche Leistungseinbrüche. Schauen wir mal, was für uns drin ist.“
Sonntag, 20.09.2026
FC Vorbach – TSV Reuth
Abstiegskampf pur am Sonntagnachmittag: In diesem richtungsweisenden Duell zweier Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel gilt für beide Teams nur eines – Verlieren verboten! FCV-Trainer Manuel Lautner verdeutlicht die enorme Brisanz der Begegnung: „Am Wochenende kommt der direkte Tabellennachbar aus Reuth zu uns nach Vorbach. Jeder, der die Tabelle sieht und lesen kann, weiß sofort, was das für ein extrem brisantes Spiel ist. Es wird ein absolutes richtungsweisendes Spiel sein. Wir wollen auf jeden Fall an unsere gezeigte, gute Leistung aus Erbendorf anknüpfen. Wir wollen unser wichtiges Heimrecht konsequent nutzen und die drei Punkte auf jeden Fall in Vorbach lassen. Das ist unser unbedingtes Ziel und dafür werden wir die gesamte Woche hart arbeiten und konzentriert trainieren.“
Aus dem Lager des TSV Reuth schlägt man ganz ähnliche Töne an. Spielertrainer Martin Bächer weiß, was auf dem Spiel steht: „Mit Blick auf die aktuelle Tabelle steht ein echtes 6-Punkte-Spiel an. Natürlich geht in unserer derzeitigen Situation sportlich nicht alles ganz easy von der Hand, wir müssen uns den Erfolg erst wieder mühsam erarbeiten. Dem FC Vorbach geht es sicherlich sehr ähnlich, da wird uns garantiert rein gar nichts geschenkt. Wir müssen voll dagegenhalten.“
FC Weiden-Ost II – SpVgg Trabitz
Das absolute Spitzenspiel des neunten Spieltags steigt in Weiden, wenn die heimstarken „Ostler“ die äußerst ambitionierte SpVgg Trabitz empfangen. Beide Kontrahenten haben sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt und wollen diese Position mit einem Sieg zementieren. Weidens Trainer Tim Schlesinger äußert sich respektvoll: „Wir wissen um die große Qualität der SpVgg Trabitz und gehen sicherlich nicht als Favorit in diese Partie. Trotzdem sind wir fest davon überzeugt, dass wir ihnen vor allem bei uns zuhause richtig wehtun können. Ich kenne ihre dominante Spielweise sehr gut und vertraue meiner Mannschaft zu 100 Prozent. Wir werden perfekt vorbereitet sein und wollen dafür sorgen, dass die Punkte bei uns bleiben. Zudem ist nach dem letzten Wochenende ganz klar Wiedergutmachung angesagt!“
Christian Recht von der ungeschlagenen SpVgg Trabitz blickt fokussiert voraus: „Wir läuten einen wirklich heißen Herbst mit sehr schweren Spielen ein, schauen aber ganz bewusst nur von Spiel zu Spiel. Unser voller Fokus liegt ausschließlich auf Sonntag. Personell sieht es bei uns sehr gut aus: Bis auf Timo Bachmeier werden alle Mann an Bord sein. Helle hat die Mannschaft hervorragend übernommen, im Training sehr gut gearbeitet und direkt die ersten drei Punkte eingefahren. Wir arbeiten intensiv an unseren Abläufen, fahren mit breiter Brust nach Weiden, wissen aber genau, was uns dort erwartet. Aber wir kennen auch unsere eigene Qualität – unser klares Ziel lautet, die nächsten drei Punkte mitzunehmen und ungeschlagen zu bleiben.“
TSV Pleystein – SV Altenstadt/WN.
Brisantes Aufsteigerduell in Pleystein: Noch in der vergangenen Saison kreuzten beide Mannschaften in der Kreisklasse die Klingen, wobei die Pleysteiner beide direkten Vergleiche für sich entscheiden konnten. In der Kreisliga werden die Karten nun jedoch völlig neu gemischt. Daniel Vater vom TSV Pleystein blickt auf die Partie: „Beide Mannschaften haben am vergangenen Wochenende mit einem Sieg geglänzt. Irgendwie, muss ich sagen, haben wir eine wirklich positive Verbindung zum SV Altenstadt, da uns die dortigen Verantwortlichen nach unserem Aufstieg direkt gratuliert haben. Zum Sonntag: Ich denke, das ist wieder ein Duell auf absoluter Augenhöhe. Letztes Jahr hatten wir das Glück, zweimal zu gewinnen. Wir müssen versuchen, an die Leistung der letzten Wochen anzuknüpfen. Wenn wir gut trainieren, wird es ein schweres Duell – hoffentlich mit dem besseren Ende für uns.“ Zudem richtet Vater einen Appell an die Beobachter: „Ich hätte noch eine kleine Bitte: In fast jedem Bericht wird ausschließlich unser Stürmer Moritz Hartwig erwähnt. Wir haben auf dem Platz aber wirklich immer noch zehn andere Spieler stehen, die teils gleich gute oder sogar bessere Leistungen bringen. Das sollte man nicht vergessen.“
Marvin Häffner, Trainer des SV Altenstadt, freut sich auf das Aufeinandertreffen: „Am Sonntag geht’s für uns auswärts bei unserem Mitaufsteiger weiter! Wir wissen genau, was uns dort erwartet – Pleystein ist gerade zuhause ein ganz unangenehmer Gegner. Wir wollen den Schwung vom grandiosen Sieg gegen Kulmain mitnehmen, in der letzten Zone effektiv sein und schönen Fußball spielen. Gegen diese zweikampfstarke Mannschaft heißt es für uns ab der ersten Minute dagegenzuhalten. Wir werden unter der Woche alles genau analysieren, um am Sonntag wieder so stark aufzutreten. Ich und meine Jungs freuen uns sehr auf das Duell mit Alex und seinen Jungs.“
FC Dießfurt – TSV Erbendorf
Der wankende Aufsteiger FC Dießfurt empfängt den in dieser Saison enorm konstant aufspielenden TSV Erbendorf. Henry Schraml vom FC Dießfurt fordert eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft: „Nach der sehr klaren Niederlage in Eslarn will der FC Dießfurt gegen Erbendorf unbedingt Wiedergutmachung betreiben. Erbendorf ist natürlich absolut kein leichter Gegner dafür. Wenn sich die sehr angespannte personelle Lage wieder etwas verbessert und die Leistungssteigerung auf dem Platz hochgefahren wird, müssten eigentlich auch dringend wieder Punkte erzielt werden, um nicht noch weiter abzurutschen.“
Erbendorfs Trainer Roland Lang sieht der Auswärtspartie positiv entgegen und vermeldet personelle Entspannung: „Zuletzt war bei uns die Personalsituation immer etwas angespannt, was mehrfach dazu geführt hat, dass teils noch angeschlagene Spieler auflaufen mussten. Stand heute entspannt sich diese schwierige Situation bis Sonntag ein wenig. Bis auf Kastner, Schönberger und Heisig sollte unser Kader soweit vollzählig sein. Das liegt auch an der Tatsache, dass unsere Reserve am Wochenende spielfrei ist. In Dießfurt erwarten wir ein sehr schweres Spiel gegen den offensiv traditionell starken Aufsteiger. Da gilt es für uns, sehr gut zu stehen und wieder deutlich besser zu kombinieren als wir das zuletzt getan haben.“
SV TuS/DJK Grafenwöhr – SC Eschenbach
Ein Duell der krassen Gegensätze: Der bisher noch völlig verlustpunktfreie Tabellenführer empfängt das sieglose Schlusslicht der Kreisliga. David gegen Goliath – doch in Grafenwöhr warnt man eindringlich vor jeglicher Form von Überheblichkeit. Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra betont die ungewöhnliche Ausgangslage: „Fürs Wochenende würde ich gerne für eine Woche mit meinem Kumpel Benni Scheidler tauschen. Er hat das leichteste und ich das allerschwerste Spiel der Saison. Es erwartet jeder einen Dreier, ja, sogar einen Kantersieg von uns. Tabellarisch ist die Verteilung klar, aber das ist das Schöne am Fußball: Der Gegner hat nichts zu verlieren, wir haben einiges zu verlieren. Dementsprechend sind wir gewappnet und warnen die Jungs seit Tagen. Wir haben eine intensive Drei-Tage-Trainingswoche absolviert und wollen nichts dem Zufall überlassen. Wir wollen den neunten Dreier in Folge holen, aber es wird nicht so einfach, wie viele denken. Ich habe großen Respekt vor Eschenbach, die gute Spiele machen, aber hinten raus oft unglücklich verlieren. Personell habe ich keine Ausfälle und kann aus dem Vollen schöpfen.“
Sein Trainerkollege Benjamin Scheidler aus Eschenbach nimmt die Rolle des krassen Außenseiters an, zeigt sich aber kämpferisch: „Grafenwöhr hat unglaubliche acht von acht Spielen gewonnen. Riesen Respekt dafür! Aber am Sonntag beginnen auch diese 90 Minuten wieder bei 0:0, und wir wollen mit allem, was wir haben, dafür sorgen, dass es für Grafenwöhr die unangenehmsten 90 Minuten der bisherigen Saison werden!“





