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Kreisliga Nord: Grafenwöhr siegt auch im vierten Saisonspiel

Nordoberpfalz. Der SV TuS/DJK Grafenwöhr ist in der Kreisliga die einzige Mannschaft, die alle vier Spiele gewinnen konnte. Dagegen hat der SC Eschenbach noch keinen Zähler.

Kreisliga Nord: Grafenwöhr siegt auch im vierten Saisonspiel

Martin Ruda (rot, Kopfball) erzielt den Führungstreffer für Dießfurt. Foto: Nico Reyes

Kreisliga Nord, 4. Spieltag

Freitag, 14.08.2026

TSV Reuth – SC Eschenbach 3:0 (1:0)

Am 4. Spieltag der Kreisliga feierte der TSV Reuth gegen den SC Eschenbach mit einem 3:0-Heimsieg die ersten Punkte. Zuvor standen beide noch punktlos da. Bei den Hausherren stand der ehemalige Spielertrainer Thomas Wildenauer in der Startelf, während die Gäste erstmals Neuzugang Christian Ferstl aufboten. In einer von Hitze geprägten ersten Hälfte traf Daniel Weigl in der Nachspielzeit zum 1:0. Nach der Pause erhöhten Justus Bader und Fabian Höcht nach einer Stunde rasch auf 3:0. Danach verwaltete Reuth die Führung und erspielte sich noch Konterchancen.

Martin Bächer erklärte: „In der ersten Hälfte gabs auf beiden Seiten einige leichtfertige Ballverluste, was wir auch aufgrund der Temperaturen vermeiden wollten. Beide Teams standen erst einmal geordnet, sodass es kaum zu nennenswerten Chancen kam. Kurz vor der Pause gingen wir zum günstigen Zeitpunkt in Führung. Wir konnten den Gegner weitgehend aus der gefährlichen Zone fern halten und nach ca. einer Stunde in kurzem Abstand das 2. und 3. Tor nachlegen. Das war die Vorentscheidung. Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin und es entstanden noch 2-3 Kontersituationen. Man hat heute mehr Anspannung als sonst in der Kabine verspürt. Umso größer war die Erleichterung. Den Eschenbachern wünschen wir baldige Punkte.“

Benjamin Scheidler sagte: „Es war heute eine sehr enttäuschende Vorstellung unserer Mannschaft! Wir haben uns viel vorgenommen und bis kurz vor der Halbzeit auch teilweise guten Fußball gezeigt, aber es leider nicht geschafft über die volle Distanz defensiv konzentriert zu arbeiten. Unsere individuellen Fehler und unnötigen Ballverluste bringen uns aktuell um den Lohn unserer Arbeit. Wir wollen und werden jetzt auch nicht in Panik verfallen, sondern die Mannschaft wieder aufrichten und nächste Woche wieder ein anderes Gesicht zeigen! Es wird ein harter Weg, aber den gehen wir gemeinsam und wir werden uns da hinten wieder rauskämpfen da bin ich fest davon überzeugt.“

SV Kulmain – FC Vorbach 1:0 (1:0)

Der SV Kulmain sicherte sich am Freitagabend im Kreisliga-Heimspiel gegen den FC Vorbach einen knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg. Zum Matchwinner avancierte dabei Lukas Schmid, der die Hausherren in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit dem goldenen Treffer des Abends zum Heimsieg schoss. Von Beginn an trat der SV Kulmain vor heimischer Kulisse mit enormer Laufbereitschaft, Aggressivität und viel Zug zum Tor auf. Bereits in den ersten 20 Minuten setzten die Gastgeber den FC Vorbach durch frühes, konsequentes Pressing unter Druck. Daraus erarbeitete sich der SVK gute Gelegenheiten . Zunächst fehlte jedoch im Abschluss die letzte Konsequenz. Kurz vor dem Pausenpfiff zahlte sich der hohe Aufwand schließlich aus: Nach einer erneuten Balleroberung legte Niko Pusiak mustergültig quer, und Lukas Schmid vollstreckte in der Nachspielzeit eiskalt zur verdienten 1:0-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der FC Vorbach deutlich giftiger und versuchte, die Kulmainer früher zu attackieren. Zwingende Torchancen blieben für die Gäste gegen die gut gestaffelte SVK-Defensive jedoch Mangelware. Kulmain verlegte sich aufs Umschalten und fand Räume für Konter, verpasste es aber, frühzeitig den Deckel draufzumachen. Die Kulmainer Verantwortlichen zeigten sich hochzufrieden mit der Leidenschaft und Spielfreude des Teams: „Insgesamt überzeugte der SV Kulmain mit hoher Einsatzbereitschaft, aggressivem Pressing und großer Spielfreude. Besonders die ‚Jungen Wilden‘ zeigten sichtlich Lust auf Fußball. Eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt und Lust auf mehr macht.“ Auf Vorbacher Seite betonte Trainer Manuel Lautner: „Wir sind gut reingekommen, haben aber Chancen liegen gelassen. Kurz vor der Pause gehen wir unglücklich 1:0 in Rückstand, nachdem wir die Situation eigentlich schon geklärt hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir alles reingehauen, sind aber vorne kaum zum Abschluss gekommen. Ich bin stolz auf die Jungs, aktuell ist personell einfach nicht mehr drin.“

FC Dießfurt – FC Weiden-Ost 3:3 (1:1)

Ein echtes Torspektakel bekamen die Zuschauer beim 3:3-Unentschieden zwischen dem FC Dießfurt und dem FC Weiden-Ost geboten. In einer packenden Kreisliga-Partie schenkten sich beide Mannschaften nichts, sodass die Punkteteilung nach sechs Treffern am Ende dem turbulenten Spielverlauf absolut entsprach. Die Hausherren erwischten den besseren Start: Nach einem ersten Lattentreffer von Thorsten Schraml brachte Marek Ruda den FC Dießfurt nach einem Eckball per Kopf verdient mit 1:0 in Front. Die Gäste schlugen jedoch kurz vor dem Pausenpfiff zurück, als Daniel Heisig in der 45. Minute – ebenfalls im Anschluss an eine Ecke – zum 1:1 egalisierte. Im zweiten Durchgang übernahmen zunächst die Ostler das Kommando. In der 70. Spielminute brachte Tom Dorste die Gäste per Foulelfmeter mit 2:1 in Führung. Die Antwort der Heimelf ließ nicht lange auf sich warten: Miroslav Havel erzielte wenig später den 2:2-Ausgleich. Doch das Hin und Her ging weiter. Nach einer starken Einzelleistung stellte Nico Herber auf 2:3 für den FC Weiden-Ost. In der dramatischen Schlussphase brachte die Einwechslung von Simon Schmid neuen Schwung für Dießfurt: In der 90. Minute staubte erneut Marek Ruda nach einem Freistoß an die Querlatte zum umjubelten 3:3-Endstand ab.

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Henry Schraml vom FC Dießfurt bilanzierte: „Wir brachten vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung gegen den Tabellenzweiten. Nach der Pause hatte der Gegner Vorteile, aber durch eine geschlossene Mannschaftsleistung hielten wir dagegen. Simon Schmid brachte viel Schwung und wir schafften noch den verdienten Ausgleich. Der Punkt war hart erkämpft.“ Gästetrainer Tim Schlesinger meinte: „In der ersten Halbzeit hatten wir enorme Probleme, Dießfurt war uns klar überlegen. Anschließend waren wir die bessere Mannschaft, machten das 1:1 zum mental besten Zeitpunkt und erspielten uns etliche Chancen. Am Ende bekommen wir einen blöden Freistoß gegen uns, der von der Latte vor die Beine fällt. Letztlich muss man mit dem Punkt zufrieden sein.“

Sonntag, 16.08.2026

TSV Eslarn – SpVgg Trabitz 2:3 (1:1)

Am Sonntag in Eslarn hätte das Ergebnis auch anders lauten können, doch die Gäste aus Trabitz schlugen im letzten Moment zu und sicherten sich einen verdienten Auswärtssieg. Die SpVgg hatte den besseren Start und ging durch Timo Bachmeier in der 22. Minute in Führung. Trabitz kontrollierte jedoch die ersten Dreißig Minuten und suchte konsequent das Risiko. Doch vor der Pause konnte Sebastian Striegl per Kopf aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich abschließen. Nach dem Seitenwechsel dachte man zunächst an eine Punkteteilung, doch Striegl verwandelte einen sehenswerten Freistoß direkt und brachte Eslarn mit 2:1 in Front. Trabitz ließ sich nicht entmutigen. Durch eine gute Kombination legte Coltor Sanford auf den Neuzugang Matej Kraclik auf, der zum verdienten 2:2-Ausgleich traf. In der Schlussphase konzentrierte sich Eslarn auf das Verteidigen, doch Trabitz blieb dran. In der 97. Minute, obwohl nur vier Minuten Nachspielzeit angesagt waren, brachten Timo Bachmeier einen Freistoß gefühlvoll in den Strafraum. Ludwig Tannhäuser, nach seiner Verletzung zurück, stieg hoch und köpfte zum 3:2-Siegtreffer ab.

Eslarns Trainer Peter Rackl lobte seine Mannschaft, zeigte sich aber über den strittigen Siegtreffer unzufrieden: „Wir haben über die vollen 90 Minuten Trabitz Paroli geboten. Phasenweise waren wir spielbestimmend. Leider müssen wir uns mit Null Punkten begnügen. Der strittige Siegtreffer fiel in der 97. Spielminute, obwohl nur 4 Minuten Nachspielzeit angezeigt waren. Für mich in einem Topspiel auf Augenhöhe nicht nachvollziehbar.“ Trabitzs Christian Recht sah es anders: „Von Beginn an übernahmen wir das Kommando. Wir hatten über weite Strecken mehr vom Spiel. Was diese Mannschaft momentan auszeichnet, ist ihr unbedingter Wille. Sie gibt sich weder mit einem Rückstand noch mit einem Unentschieden zufrieden. Zum zweiten Mal in Folge gelingt uns der Siegtreffer in der Nachspielzeit – das spricht für die Moral, die Mentalität und den Zusammenhalt dieser Mannschaft.“ Der Fokus liegt nun bereits auf dem nächsten Spiel gegen Erbendorf.

SV Altenstadt/WN. – FC Tremmersdorf-Speinshart 1:5 (1:3)

Stark ersatzgeschwächt musste der SV Altenstadt/WN dem starken FC Tremmersdorf die Punkte überlassen. Trainer Marvin Häffner musste viele Spieler ersetzen und konnte auch von der Bank aus nicht ausreichend wechseln, sodass kein neuer Schwung ins Spiel gebracht werden konnte. So fielen die Treffer fast zwangsläufig für die Gäste, für die Fabian Diepold (2), Michael Diepold (2) und Konstantin Reiß trafen. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte Anselm Ogbonnaya. Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich Häffner stolz auf sein Team, das alles gegeben habe, an diesem Tag aber chancenlos gewesen sei.

Gästetrainer Robert Schäffler sprach nach der Partie von einem auch in der Höhe verdienten Sieg, trotz Urlaubszeit und einiger Verletzter. Man sei mit 2:0 in Führung gegangen, habe es dann aber verpasst, frühzeitig den Deckel draufzumachen. In dieser Phase sei Altenstadt durch einen Konter zum Anschlusstreffer gekommen und habe sogar die Möglichkeit zum Ausgleich gehabt. Noch vor der Pause sei der eigenen Mannschaft jedoch das wichtige 3:1 gelungen. In der zweiten Halbzeit habe man das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle gehabt und durch teilweise gute Kombinationen das Ergebnis am Ende auf 5:1 gestellt. Schäffler sprach von einer erwachsenen Leistung und einem verdienten Dreier. Deutlich wichtiger sei ihm aber gewesen, dem Altenstädter Spieler, der während der Partie zusammengebrochen war, gute Besserung zu wünschen. Dieser sei glücklicherweise inzwischen wieder auf den Beinen.

TSV Erbendorf – ASV Haidenaab 4:2 (2:0)

Die Gastgeber spielten starke 70 Minuten, in denen sie sich einen respektablen 4:0-Vorsprung herausschossen. Die Treffer für Erbendorf erzielten Marvin Mohr (2), Sandro Hösl und Michael Martetschläger. Danach kamen auch die Gäste aus Haidenaab zu ihren Treffern, die Tolunay Kargi und Michael Lehner erzielten. Zu mehr reichte es für die Gäste dann aber nicht mehr. Erbendorfs Trainer Roland Lang erklärte, man hätte eigentlich schon deutlich höher führen müssen als nur 4:0, man sei etwas verschwenderisch mit den Torchancen umgegangen, ansonsten wäre die Begegnung bereits zur Pause entschieden gewesen. Danach habe man etwas nachgelassen und auch unnötige Gegentore kassiert, der Sieg sei aber dennoch verdient gewesen.

Gästetrainer Michael Kaufmann sprach von einer ausgeglichenen Anfangsphase mit offenem Visier auf beiden Seiten, in der beide Mannschaften zwei große Chancen zur Führung gehabt hätten. Das 1:0 sei unglücklich gefallen, ein Missverständnis zwischen Torwart und Verteidiger habe zu einem vermeidbaren Gegentor geführt. Danach sei die erste Halbzeit klar an Erbendorf gegangen, deren Offensive man nie in den Griff bekommen habe. Nach der Pause sei man gut aus der Kabine gekommen, ehe ein Traumfreistoß an den Innenpfosten zum 3:0 gefallen sei. Bei der Hitze sei es mit diesem Rückstand schwierig geworden, dennoch habe man mutig weitergemacht und nach der Trinkpause, als der Gegner etwas nachgelassen habe, Moral gezeigt und gute Chancen bis auf das mögliche 3:4 erspielt. Insgesamt sei Erbendorf über die gesamte Spielzeit das präsentere Team gewesen, weshalb die Niederlage verdient sei. Positiv sei die Reaktion in der Schlussphase, die man mitnehmen wolle, zumal man auf einige Rückkehrer hoffe – aktuell fehlten sieben Spieler.

TSV Pleystein – SV TuS/DJK Grafenwöhr 2:6 (0:3)

6:2 gewonnen und trotzdem ist Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra nicht zufrieden. Die Gäste aus der Garnisonsstadt waren über die gesamte Spielzeit bestimmend und schossen sich durch Marcello Siemski (2) und Luca Reiß eine beruhigende 3:0-Führung heraus. Nach dem Seitenwechsel machten David Dobmann, erneut Siemski und D’Anthony Brown das halbe Dutzend voll. Für den Aufsteiger aus Pleystein trafen Torjäger Moritz Hartwig und Luca Enslein zum Endstand von 2:6. TSV-Trainer Alexander Schön merkte an, dass man drei Tore selbst erzielt habe. Man habe einige gute Phasen gehabt, grundsätzlich sei Grafenwöhr aber überlegen gewesen. Man müsse das Spiel nun abschütteln und den Blick nach vorne richten.

Bafra sprach trotz des klaren Sieges von einer Leistung, mit der er nicht zufrieden gewesen sei. Nach dem 3:0 sei man in einen gewissen Schlendrian verfallen und habe undiszipliniert Fußball gespielt, die beiden Gegentore habe man dem Gegner mehr oder weniger selbst aufgelegt. Positiv sei immerhin, dass man trotzdem sechs Tore erzielt habe, bei besserer Chancenverwertung wären es durchaus mehr gewesen. Auch seiner Mannschaft stehe einmal ein schwächeres Spiel zu, es sei vermutlich die bislang schlechteste Saisonleistung gewesen. Dennoch sei man voll im Soll: Nach vier Spielen stünden vier Siege und die Tabellenführung zu Buche. Nun wolle man im nächsten Heimspiel gegen Altenstadt nachlegen. Auch wenn der Trainer einmal unzufrieden sei, zögen die Jungs voll mit, so Bafra. Für die kommende Partie könne er zudem wieder aus dem vollen Kader schöpfen, sofern es keine weiteren Verletzungen gebe, auch die Sperre von Xavier Siemski sei dann aufgehoben, was eine zusätzliche Option biete. Insgesamt spricht Bafra von einer reifen Mannschaftsleistung, mit der man die Tabelle anführe und fest entschlossen sei, auch in der kommenden Woche die drei Punkte zu holen. Ein besonderes Lob richtete er an seinen linken Verteidiger Romario Markovic, der sich stetig steigere und mutig nach vorne spiele.

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.