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Kreisliga Nord: Pfosten und Latte helfen Rothenstadt zum Klassenerhalt

Weiden. Nach den Niederlagen von Rothenstadt und Kirchenthumbach benötigte der SC Eschenbach nur ein Tor zum Klassenerhalt. Doch das Glück war ihnen nicht holt.

Kreisliga Nord: Pfosten und Latte helfen Rothenstadt zum Klassenerhalt

Auch Eschenbachs Kapitän Julius Richter vergab eine hundertprozentige Chance zum Sieg für den SC Eschenbach. Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, 26. Spieltag

Samstag, 09.05.2026

TSV Erbendorf – SV TuS/DJK Grafenwöhr 2:1 (1:1)

In einer Begegnung, in der es tabellarisch für beide Mannschaften um nichts mehr ging, bekamen die Zuschauer über weite Strecken eher typischen Sommerfußball zu sehen. Dennoch zeigten beide Teams noch einmal eine ordentliche Leistung zum Saisonabschluss, weshalb am Ende auch beide Trainer zufrieden waren. Die Gäste aus Grafenwöhr erwischten zunächst den besseren Start und gingen durch Luca Thiede bereits in der 17. Spielminute in Führung. Doch Erbendorf zeigte sich davon unbeeindruckt und kam noch vor der Pause zurück. Torjäger Sandro Hösl erzielte in der 25. Minute den verdienten Ausgleich. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgeglichen. Schließlich war es erneut Hösl, der in der 81. Spielminute per berechtigtem Foulelfmeter den Siegtreffer für die Gastgeber markierte und damit für einen gelungenen Saisonabschluss sorgte.

Erbendorfs Trainer Andreas Häupl zeigte sich entsprechend zufrieden: „Zum Abschluss noch mal eine gute Leistung meiner Mannschaft. Leider sind wir in Rückstand geraten, konnten dann aber vor der Pause noch den Ausgleich erzielen. Durch einen berechtigten Elfmeter schafften wir es dann noch, die drei Punkte einzufahren. So hatten wir einen positiven Abschluss der Saison 25/26.“ Auch auf Seiten der Gäste fiel das Fazit trotz der Niederlage positiv aus. Trainer Turan Bafra nutzte die Partie, um kräftig zu rotieren und Spielern Einsatzzeit zu geben, die im Saisonverlauf weniger berücksichtigt wurden. „Faires Spiel – ein Remis wäre vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen. Ich habe viel rotiert, etliche Stammspieler draußen gelassen. Die Spieler, die uns verlassen und die in der Saison weniger gespielt haben, durften starten. Jeder hat seine Sache ordentlich gemacht. Jetzt freuen wir uns auf drei bis vier Wochen Pause. Ich wünsche allen Mannschaften viel Erfolg in der Relegation – zur neuen Saison greifen wir wieder richtig an.“

TSV Reuth – TSV Eslarn 1:1 (0:0)

Es war das Duell zweier Überraschungsmannschaften der Kreisliga Nord. Während die Gäste aus Eslarn besonders bis zur Winterpause lange im Rennen um die Aufstiegsplätze mitmischten, sorgte der TSV Reuth vor allem im neuen Jahr für Aufsehen und spielte eine starke Rückrunde, mit der man sogar entscheidend in das Meisterschaftsrennen eingriff. Zum Saisonabschluss trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Die Gastgeber aus Reuth hatten dabei leichte Vorteile und auch mehr Torchancen, konnten daraus aber nur einen Treffer erzielen. Trainer Martin Bächer zog dennoch ein sehr positives Fazit: „Das war für uns ein runder Abschluss der Saison. Eine Rückrunde mit nur einer Niederlage gegen den Meister kann sich sehen lassen. Auch wenn es nicht ganz zum Sieg gereicht hat, haben beide Mannschaften trotzdem ordentlichen Fußball gespielt. Wir hatten ein Chancenplus, was wir aber nur einmal nutzen konnten. Am Ende waren vermutlich beide Teams mit dem Ergebnis zufrieden. Allen Beteiligten wünsche ich eine erholsame Sommerpause und den Releganten viel Erfolg und keine Verletzungen.“

Den Führungstreffer für den TSV Reuth erzielte Michael Fichtner in der 50. Spielminute. Die Gäste aus der Grenzstadt kamen jedoch durch Adam Like in der 63. Minute noch zum verdienten Ausgleich. Auch Eslarns Spielertrainer Peter Rackl zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang der Partie und vor allem mit der gesamten Saison: „Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden, wodurch wir uns Platz fünf sichern konnten. Wir sind mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass Eslarn in der letzten Spielzeit noch zeitweise im Abstiegskampf verwickelt war.“ So verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einer insgesamt starken Spielzeit und einem gerechten Remis in die Sommerpause.

SC Kirchenthumbach – SpVgg Trabitz 0:4 0:0)

Wie erwartet war der Gast aus Trabitz die spielbestimmende Mannschaft, tat sich jedoch in der ersten Halbzeit schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Der SC Kirchenthumbach stemmte sich mit viel Leidenschaft gegen die drohende Niederlage und verteidigte engagiert. Zudem benötigten die Gastgeber unbedingt einen Sieg, um die Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. Kirchenthumbachs Trainer Andreas Freiberger sah vor allem kämpferisch einen starken Auftritt seiner Mannschaft: „Wir verteidigten leidenschaftlich und hatten in der 30. Spielminute sogar den Führungstreffer auf dem Fuß liegen, als wir bei einem Konter die Chance hatten, aber der Ball vom Keeper noch von der Linie geholt wurde.“ So ging es torlos in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie dann allerdings innerhalb weniger Minuten entschieden. Nachdem ein Treffer der Gastgeber nicht anerkannt worden war, schlug Trabitz im direkten Gegenzug zu: Ludwig Tannhäuser brachte die Gäste in der 66. Spielminute in Führung. Nur kurze Zeit später erhöhte Manuel Stemmer auf 2:0 und sorgte damit bereits für die Vorentscheidung.

In der Schlussphase nutzte Trabitz die sich nun bietenden Räume konsequent aus. In der Nachspielzeit trafen zunächst Daniel Tarchila und anschließend erneut Tannhäuser zum am Ende deutlichen 4:0-Endstand für die Gäste, die sich damit für die Aufstiegsrelegation qualifizierten. Trotz der Niederlage blickte Freiberger kämpferisch nach vorne: „Letztendlich haben wir über 60 Minuten konsequent als Einheit verteidigt und uns auch Torchancen erarbeitet, welche wir aber nicht nutzen konnten. Nun heißt es zusammenstehen und die Herausforderung Relegation angehen.“ Auf Seiten der Gäste zeigte sich Trainer Thomas Baier zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten vor allem in der Anfangsphase einige gute Möglichkeiten, haben es aber versäumt, früh in Führung zu gehen. Deshalb ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit. Nach der Pause konnten wir dann den wichtigen Treffer zum 1:0 erzielen. Über die gesamten 90 Minuten war der Sieg aus unserer Sicht verdient. Dem SC Kirchenthumbach wünschen wir für die Relegation viel Erfolg.“

Grammer Solar
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SC Eschenbach – SV 08 Auerbach 0:0

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu – dieses Sprichwort passte aus Sicht des SC Eschenbach perfekt zum Heimspiel gegen Meister Auerbach. Die Gastgeber warfen im Kampf um den direkten Klassenerhalt noch einmal alles in die Waagschale, belohnten sich am Ende jedoch nicht für eine starke Leistung. Trainer Benjamin Scheidler zeigte sich trotz der bitteren Nullnummer stolz auf seine Mannschaft: „Mit brutalem Einsatz und viel Leidenschaft zeigte die Mannschaft über die gesamten 90 Minuten eine starke Leistung. Von Beginn an war klar, dass unbedingt ein Sieg her musste, und entsprechend entschlossen trat das Team auch auf. Die Spieler kämpften um jeden Ball und erspielten sich immer wieder gute Einschussmöglichkeiten.“ Besonders bitter aus Sicht der Gastgeber: Gleich mehrere hochkarätige Chancen blieben ungenutzt. Mindestens drei hundertprozentige Möglichkeiten vergab der SC, zudem verhinderten Pfosten, Latte und ein starker Gästekeeper den ersehnten Treffer. Dabei hätte bereits ein 1:0-Erfolg gereicht, um die Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt am Leben zu halten.

„Der Ball wollte heute einfach nicht den Weg ins Tor finden“, so Scheidler weiter. „Ein 1:0-Erfolg hätte bereits gereicht, doch das nötige Quäntchen Glück hat uns heute einfach gefehlt. So blieb am Ende die Erkenntnis, dass Einsatz, Wille und Bereitschaft absolut gestimmt haben, nur das entscheidende Tor wollte nicht fallen.“ Trotz der Enttäuschung richtet sich der Blick in Eschenbach bereits nach vorne. In der Relegation will die Mannschaft noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. „Nach der heute gezeigten Leistung werden wir auf jeden Fall mit einem positiven Gefühl und Freude in dieses Spiel gehen“, betonte Scheidler. Beim bereits feststehenden Meister aus Auerbach war man hingegen froh, das torlose Remis über die Zeit gebracht zu haben. Die Gäste waren stark ersatzgeschwächt angereist und fanden über die gesamte Spielzeit kaum zu ihrem gewohnten Spiel. Co-Trainer Manuel Trenz gab ehrlich zu: „Es war sehr glücklich, gegen Ende hin auf jeden Fall. Man hat gemerkt, dass es bei Eschenbach um alles ging und ein Tor gereicht hätte. Bei uns waren die Akkus einfach leer, Entlastung nach vorne wurde weniger.“

SV Kulmain – VfB Rothenstadt 4:1 (0:1)

In diesem Duell ging es vor allem für die Gäste aus Rothenstadt um sehr viel. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz war die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag denkbar eng. Entsprechend konzentriert trat der VfB zunächst auch auf und ging noch vor der Pause in Führung. Bubacarr Jallow traf in der 35. Spielminute zum wichtigen 1:0 für die Gäste, mit dem es auch in die Halbzeitpause ging. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch deutlich. Die Gastgeber aus Kulmain übernahmen zunehmend die Kontrolle und drehten die Partie innerhalb weniger Minuten. Zunächst gelang Giovanni Brunner in der 64. Minute der Ausgleich, ehe Julian Lautner nur sechs Minuten später die Führung für den SVK erzielte. In der Schlussphase sorgte dann Maximilian Kuhbandner mit einem Doppelpack in der 83. und 90. Spielminute für klare Verhältnisse und den am Ende deutlichen 4:1-Heimsieg.

Trotz der Niederlage durfte in Rothenstadt anschließend dennoch gejubelt werden, denn durch das torlose Remis in Eschenbach konnte der direkte Klassenerhalt gefeiert werden. Trainer Roland Lang fiel nach dem Schlusspfiff ein Stein vom Herzen: „Endlich mal Glück gehabt.“ Kulmains Trainer Oliver Drechsler freute sich dagegen über einen gelungenen Saisonabschluss: „Es war ein wichtiger Sieg für uns, auch wenn es tabellarisch um nichts mehr gegangen ist. Doch gerade für die Stimmung war er eminent wichtig, um diese doch verkorkste Saison mit einem positiven Erlebnis abschließen zu können. Es war ein verdienter Heimsieg, vielleicht um ein Tor zu hoch. Jetzt brauchen wir aber die Pause, denn man merkt, dass die Jungs nach der Rückrunde ziemlich kaputt sind. Aber man kann sagen: Ende gut, alles gut.“

FC Tremmersdorf-Speinshart – FC Vorbach 0:2 (0:2)

Das immer wieder heiße Derby vor etwa 300 Zuschauern ging diesmal an die Gäste aus Vorbach, die den Gastgebern vom FC Tremmersdorf-Speinshart den Abschluss einer starken Saison etwas vermiesten. Dennoch meinte Vorstand Wolfgang Seitz nach dem Spiel: „Verdienter Derby-Sieg des FC Vorbach, der unserer Mannschaft vor allem in den Bereichen Zweikampfverhalten und Tempo deutlich überlegen war. Man sah von der ersten Minute an, dass die Gäste mit einem Sieg die Saison beenden wollten, was ihnen dann auch ohne große Gegenwehr gelang. Gratulation nach Vorbach.“

Die Treffer für die Gäste erzielten Manuel Groher in der 18. und Nico Lautner in der 26. Spielminute. Da es für beide Mannschaften tabellarisch um nichts mehr ging, hatte das Ergebnis auch keine Auswirkungen. Vorbachs Trainer Markus Tusek, für den es sein letztes Spiel an der Seitenlinie beim FCV war, meinte kurz: „Der Sieg war auch verdient.“

ASV Haidenaab – FC Kohlberg/Röthenbach 9:1 (3:1)

Auch hier ging es für beide Teams um nichts mehr: Haidenaab war bereits gesichert und die Gäste aus Kohlberg standen schon länger als Absteiger fest. So entwickelte sich ein eher einseitiges Spiel. Kohlbergs Trainer Eugenio Wild meinte nach der Partie: „Es war eine hohe Niederlage, unterm Strich vielleicht zu hoch. Das war aber auch dem geschuldet, dass wir ersatzgeschwächt antreten mussten. Viele Absagen, so mussten wir mit vier verletzten Spielern ins Spiel gehen. Dann kam nach fünf Minuten die Verletzung von Matthias Regner nach einem Zweikampf und 15 Minuten später von Tim Pöllmann. Somit war es dann vorbei, um nochmal richtig dagegenhalten zu können. Die ersten 30 Minuten waren sehr ordentlich, da hat es Haidenaab sehr schwer gehabt. Sie verschossen einen Elfmeter, im Gegenzug machen wir durch Nico Kaube über einen gepflegten Angriff sehr schön kombiniert die verdiente Führung.“

So ging es vor allem in der zweiten Halbzeit mit den Toren für die Oberfranken richtig los. Hatten vor dem Pausenpfiff bereits Hakan Özkan, Patrick Höreth und Pascal Steeger für die Gastgeber getroffen, waren nach dem Seitenwechsel dann Christian Scherm (3), Tolunay Kargi, Daniel Kohl und erneut Pascal Steeger die Torschützen. „Es war auch ein sehr faires Spiel von beiden Seiten. Glückwunsch nach Haidenaab. Wir saßen danach einige Zeit mit den Haidenaabern noch zusammen, das war eine sehr schöne Atmosphäre. Vor allem verstehe ich mich gut mit Michael Kaufmann, so sollte es unter Trainern auch sein. Schade, dass wir uns nächste Saison nicht sehen“, so Wildweiter. Michael Kaufmann hingegen war nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben uns in der Rückrunde anders präsentiert als in der Vorrunde und so hat uns der Rückstand nicht aus der Bahn geworfen. Wichtig für mich war zu sehen, dass es eine Weiterentwicklung im Team gegeben hat und darauf bin ich schon stolz. Und ich wünsche dem Eugenio alles Gute.“