Kreisliga Nord: Spitzenspiel in Trabitz, Trainerwechsel in Eschenbach
Kreisliga Nord: Spitzenspiel in Trabitz, Trainerwechsel in Eschenbach
Kreisliga Nord, 22. Spieltag
Samstag, 11.04.2026
SpVgg Trabitz (3) – SV 08 Auerbach (2)
Beide Mannschaften mussten am vergangenen Spieltag einen Rückschlag hinnehmen und gehen mit entsprechendem Wiedergutmachungswillen in das direkte Duell. Während Trabitz vor rund 1000 Zuschauern in Grafenwöhr eine knappe 0:1-Niederlage hinnehmen musste, erwischte es die Bergstädter aus Auerbach deutlich härter: In Haidenaab setzte es eine klare 0:6-Pleite. Allerdings ist die tabellarische Situation aufgrund jeweils eines noch ausstehenden Nachholspiels bei beiden Teams etwas verzerrt, was die Bedeutung der Partie zusätzlich unterstreicht. Trabitz hat dabei ein klares Ziel vor Augen: Die Niederlage aus dem Hinspiel soll wettgemacht und gleichzeitig der direkte Konkurrent in der Tabelle überholt werden. Trainer Thomas Baier warnt jedoch eindringlich davor, den Gegner zu unterschätzen: „Angeschlagene Boxer sind besonders gefährlich. Aber wir schauen auf uns. Jetzt geht es nicht mehr ums Reden, sondern ums Liefern.“ Die Marschroute ist klar – mit einer konzentrierten Leistung soll der nächste Heimsieg eingefahren werden. „Wir freuen uns drauf und wollen das Spiel natürlich gewinnen“, so Baier weiter.
Auch in Auerbach hat man die deutliche Niederlage intensiv aufgearbeitet. Trainer Daniel Maier berichtet, dass das Spiel in Haidenaab analysiert und abgehakt wurde, um den Fokus wieder nach vorne zu richten. Trotz einer kurzen Trainingswoche habe seine Mannschaft mit großem Ehrgeiz gearbeitet und sich gezielt auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet. „Am Ende werden wieder die kleinen Details den Unterschied machen“, ist sich Maier sicher. Entscheidend werde sein, das eigene Spiel konsequent umzusetzen und die richtigen Schlüsse aus dem vergangenen Spieltag zu ziehen. Damit treffen zwei Teams aufeinander, die nach Niederlagen eine Reaktion zeigen wollen. Die Voraussetzungen für ein intensives und umkämpftes Spiel sind gegeben – zumal beide Mannschaften wissen, wie wichtig ein Erfolg im direkten Vergleich sein kann. (Hinspiel 0:3)
Sonntag, 12.04.2026
SV Kulmain (8) – ASV Haidenaab (9)
Im anstehenden Nachbarschaftsduell geht es für beide Mannschaften sportlich um nicht mehr allzu viel – und doch verspricht die Partie eine interessante Ausgangslage. Während die Gastgeber bereits frühzeitig Planungssicherheit für die kommende Saison haben, ist die Situation bei den Gästen aus Oberfranken noch etwas angespannter. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Herangehensweisen der beiden Trainer aus. Kulmains Coach Oliver Drechsler richtet den Blick bereits klar in die Zukunft: „Wie bereits in den vergangenen Spielen steht bei uns im Vordergrund, die Saison ordentlich zu beenden und sich jetzt schon auf 2026/2027 einzuspielen.“ Dabei setzt er bewusst auf den Nachwuchs. Mehrere junge Spieler erhielten zuletzt ihre Chancen – und sollen diese auch im Derby nutzen. Mit einem Altersdurchschnitt von rund 23 Jahren verfolgt der SV Kulmain konsequent seinen eingeschlagenen Weg. „Die jungen Spieler machen ihre Sache sehr gut“, betont Drechsler und sieht in der Entwicklung seines Teams bereits positive Ansätze.
Auf der anderen Seite warnt Gästetrainer Michael Kaufmann trotz des deutlichen 6:0-Erfolgs gegen Auerbach davor, die Leistung zu hoch zu bewerten. Zwar bezeichnet er den Sieg als die beste Saisonleistung seiner Mannschaft, dennoch mahnt er zur Bodenständigkeit: „Das Spiel hat Mut und Hoffnung gemacht und vielleicht die ein oder andere Blockade gelöst.“ Für sein Team geht es weiterhin um wichtige Punkte, entsprechend klar formuliert er die Zielsetzung: „Wir brauchen Zähler und wollen nicht ohne Punkte heimfahren.“ Allerdings gestaltet sich die personelle Situation schwierig. Die hohe Belastung durch viele Spiele in kurzer Zeit macht sich bemerkbar. Umso wichtiger ist für Kaufmann der Einsatz und die Einstellung seiner Mannschaft im Derby. Abschließend richtet er noch einen Dank an den SV Kulmain: Dass die Partie nicht auf Samstag verlegt wurde, obwohl der ASV am Freitag eine Veranstaltung hat, sei „nicht selbstverständlich“. (Hinspiel 3:2)
TSV Erbendorf (7) – FC Tremmersdorf-Speinshart (5)
Der TSV Erbendorf ist erfolgreich aus der Winterpause gekommen und konnte in den vergangenen Wochen wichtige Punkte sammeln. Nun richtet sich der Blick weiter nach oben in der Tabelle – ein Heimsieg gegen die Gäste aus Tremmersdorf wäre dabei ein weiterer wichtiger Schritt. Die aktuelle Phase hat es jedoch in sich, wie Trainer Andreas Häupl betont: „Es geht aktuell Schlag auf Schlag.“ Dennoch zeigt sich der Coach optimistisch und setzt auf die zuletzt gezeigten Tugenden seiner Mannschaft. „Wir wollen mit der gleichen kämpferischen Einstellung aus den letzten Spielen in die Partie gegen Tremmersdorf gehen und die Punkte in Erbendorf behalten.“ Besonderen Wert legt Häupl dabei auf die defensive Stabilität und eine bessere Chancenverwertung: „Wichtig wird sein, dass wir hinten wieder kompakt stehen, wenig Chancen zulassen und vorne unsere Möglichkeiten besser nutzen.“ Personell sieht es beim TSV gut aus – im Vergleich zur Vorwoche sind keine Veränderungen zu erwarten, zudem sollen alle zuletzt angeschlagenen oder kranken Spieler rechtzeitig wieder zur Verfügung stehen.
Ganz zufrieden ist man hingegen in Tremmersdorf trotz zuletzt ordentlicher Ergebnisse nicht. Zwar konnte man unter anderem das Derby gegen den SC Eschenbach für sich entscheiden, doch Vorstand Wolfgang Seitz sieht weiterhin Luft nach oben: „Trotz des Derbysiegs läuft es bei uns aktuell noch nicht wirklich rund – zu überschaubar waren die bisherigen Leistungen nach der Winterpause.“ Für die Gäste wird es daher darum gehen, wieder konstanter aufzutreten und an die Form aus der Hinrunde anzuknüpfen. „Vielleicht schaffen wir es ja beim TSV Erbendorf, endlich wieder unsere bewährten Tugenden zu zeigen“, hofft Seitz. (Hinspiel 0:3)
TSV Eslarn (4) – SV TuS/DJK Grafenwöhr (1)
Das zweite Topspiel des Wochenendes steigt in Eslarn, wo der Tabellenvierte den aktuellen Spitzenreiter aus Grafenwöhr empfängt. Die Gastgeber hatten nach der Winterpause zunächst mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, scheinen sich inzwischen aber wieder gefangen zu haben. Mit Sebastian Striegl stellt man zudem den treffsichersten Angreifer der Liga, was zusätzliche Hoffnung für das Duell gegen Grafenwöhr macht. Trainer Peter Rackl ist sich der Schwere der Aufgabe jedoch bewusst: „Mit Grafenwöhr wartet natürlich ein ganz schwerer Brocken auf uns.“ Zwar setzt man auf den Heimvorteil, doch der Gegner reist in bestechender Form an. „Der frischgebackene Tabellenführer ist richtig in Fahrt und wird uns alles abverlangen“, so Rackl weiter. An Motivation mangelt es seiner Mannschaft nicht, vielmehr geht es darum, die richtige Balance zu finden. „Wir wissen, was auf uns zukommt – ein Punktgewinn wäre sicherlich ein Erfolg.“
In Grafenwöhr hingegen herrscht nach zuletzt starken Leistungen beste Stimmung. Nach dem überzeugenden Derbysieg gegen Trabitz und dem Erfolg in Auerbach hat man sich an die Tabellenspitze gesetzt und möchte diese Position nun verteidigen. Trainer Turan Bafra blickt dennoch konzentriert auf die kommende Aufgabe: „Alle sind natürlich happy, aber jetzt gilt der Fokus dem nächsten Spiel in Eslarn, das alles andere als einfach wird.“ Besonderes Augenmerk legt Bafra auf Eslarns Torjäger: „Mit Striegl haben sie den besten Angreifer der Liga, den müssen wir in den Griff bekommen.“ Dennoch will Grafenwöhr seinem eigenen Spiel treu bleiben und die Erfolgsserie fortsetzen. Die personelle Situation stimmt optimistisch, der Kader ist breit aufgestellt und die Euphorie im Team spürbar. „Alle wollen das Spiel erfolgreich gestalten und oben bleiben“, betont der Coach. (Hinspiel 1:1)
TSV Reuth (6) – VfB Rothenstadt (10)
Die Gastgeber aus Reuth können auf eine bislang erfolgreiche Saison zurückblicken und wollen in den verbleibenden fünf Spielen einen sauberen Abschluss hinlegen. Nach der zuletzt „wortwörtlich holprigen“ Partie in Vorbach freut sich das Team nun wieder auf heimischem Rasen auflaufen zu dürfen. Trainer Martin Bächer sieht seine Mannschaft dabei in einer guten Ausgangslage: „Wir können selbstbewusst auftreten.“ Gleichzeitig warnt er jedoch vor dem kommenden Gegner aus Rothenstadt, der noch mitten im Abstiegskampf steckt. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die den Klassenerhalt noch nicht ganz in der Tasche hat. Deren letzte Ergebnisse machen aufmerksam – einen Punkt in Grafenwöhr holt man nicht im Vorbeigehen.“ Trotz dieser Warnung gehen die Hausherren als Favorit in die Partie und haben klar das Ziel, die drei Punkte in Reuth zu behalten.
Ganz anders stellt sich die Situation bei den Gästen dar: In Rothenstadt ist das Abstiegsgespenst weiterhin präsent. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt aktuell nur noch vier Punkte, weshalb jeder Zähler enorm wichtig ist. Entsprechend groß ist der Druck auf die Mannschaft von Trainer Roland Lang, die in den kommenden Spielen alles investieren muss, um nicht noch weiter abzurutschen. Erschwerend kommt die angespannte Personalsituation hinzu. „Der Kader bleibt aufgrund von Verletzungen extrem dünn“, erklärt Lang, der dennoch kämpferisch bleibt. Auch wenn die Aufgabe in Reuth alles andere als einfach ist, will sich sein Team nicht kampflos geschlagen geben: „In Reuth hängen die Trauben sehr hoch für uns. Wir werden trotzdem alles versuchen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“ (Hinspiel 3:3)
SC Kirchenthumbach (12) – FC Vorbach (11)
Am Sonntagnachmittag steht in Kirchenthumbach nicht nur ein prestigeträchtiges VG-Derby an, sondern auch ein richtungsweisendes Duell im Abstiegskampf. Für beide Mannschaften geht es um enorm viel – entsprechend groß ist die Brisanz vor der Partie. Die Gastgeber aus Dumba stehen aktuell auf einem Relegationsplatz und haben sich nach der Winterpause deutlich verbessert präsentiert. Mit guten Ergebnissen konnte man den Rückstand verkürzen und ist wieder in Schlagdistanz zu den direkten Konkurrenten. Trainer Andres Freiberger blickt daher mit vorsichtigem Optimismus auf das Derby: „Nach dem Sieg in Kohlberg konnten wir bis auf vier Punkte an Vorbach aufschließen.“ Die Ausgangslage ist klar: „Um die Chance auf den direkten Klassenerhalt aufrecht zu erhalten, darf nichts anderes als ein Sieg zählen.“ Freiberger erwartet ein intensives Spiel: „Ich rechne mit einem harten Kampf um jeden Zentimeter. Der Fokus auf eine stabile Defensive ist die Basis für ein Derby, bei dem alles passieren kann.“
Doch auch in Vorbach ist man sich der Bedeutung dieser Begegnung voll bewusst. Die Tabellensituation verleiht dem Derby zusätzlichen Zündstoff, was Trainer Markus Tusek deutlich unterstreicht: „Das Gastspiel in Dumba ist gefühlt wie ein Endspiel, ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel.“ Seine Mannschaft sei darauf eingestellt, dass die Gastgeber alles investieren werden, um näher heranzurücken. „Ich gehe davon aus, dass es ein sehr umkämpftes Spiel wird“, so Tusek. Entsprechend fordert er von seinem Team von Beginn an höchste Konzentration und Einsatzbereitschaft: „Wir müssen dagegenhalten, konzentriert und gewissenhaft spielen. Ich erwarte absoluten Willen und Biss, denn wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen.“ Damit ist alles angerichtet für ein Derby, das nicht nur emotional, sondern auch sportlich von enormer Bedeutung ist – ein echtes Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt. (Hinspiel 1:3)
SC Eschenbach (13) – SV Kohlberg/Röthenbach (14)
Im Duell zwischen Eschenbach und Kohlberg geht es für beide Mannschaften darum, die wohl letzte Chance zu wahren, sich in der Tabelle noch entscheidend zu verbessern. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste stehen unter Zugzwang, denn bei nur noch fünf ausstehenden Spielen ist der Rückstand auf die Nicht-Relegationsplätze bereits deutlich. Eschenbach liegt aktuell neun Punkte zurück und lässt dennoch nichts unversucht, um das Ruder noch herumzureißen. Ein neuer Impuls soll dabei der Trainerwechsel bringen: Benjamin Scheidler hat das Amt von Muhammet Dal übernommen und will frischen Schwung in die Mannschaft bringen. Vor seinem Debüt zeigt sich Scheidler kämpferisch: „Mit dem SV Kohlberg erwartet uns eine unangenehme und anspruchsvolle Aufgabe.“ Trotz der schwierigen tabellarischen Lage bleibt er optimistisch und fordert von seinem Team eine klare Leistungssteigerung: „Wir müssen von der ersten Minute an voll da sein und bereit sein, ans Limit zu gehen.“ Entscheidend sei vor allem das geschlossene Auftreten als Mannschaft. „Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, haben wir gute Chancen, den ersten Heimdreier zu landen.“
Gleichzeitig fand Scheidler auch respektvolle Worte für seinen Vorgänger Muhammet Dal. Zwischen beiden gebe es „keinerlei böses Blut“, vielmehr habe man stets vertrauensvoll zusammengearbeitet. Den Schritt des Vereins könne er angesichts der ausbleibenden Ergebnisse jedoch nachvollziehen und wünscht Dal für seine Zukunft alles Gute.
Auch in Kohlberg ist die Ausgangslage klar: Mit sieben Punkten Rückstand auf Eschenbach besteht noch die Möglichkeit, den direkten Konkurrenten einzuholen – ein Sieg im direkten Duell wäre dafür nahezu Pflicht. Trainer Eugenio Wild setzt dabei vor allem auf eine lockere Herangehensweise: „Wir gehen ohne Druck ins Spiel. Es soll meinen Jungs Spaß machen, sie sollen mit viel Leidenschaft Fußball spielen.“ So treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide noch einmal alles investieren wollen, um ihre minimale Chance zu nutzen. Eschenbach hofft auf den Effekt des Trainerwechsels, während Kohlberg befreit aufspielen kann – Spannung ist in jedem Fall garantiert. (Hinspiel 6:3)



