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Kreisliga Nord: Viele Treffer am dritten Spieltag

Nordoberpfalz. Die 14 Mannschaften in der Kreisliga Nord geizten nicht mit vielen Toren. Dabei gab es jeweils nur ein Unentschieden und einen Auswärtssieg.

Kreisliga Nord: Viele Treffer am dritten Spieltag

Kevin Junkers (weiss Ost) und Martin Bächer (Reuth grün) im Kampf um den Ball. Foto Dagmar Nachtigall

Kreisliga Nord, 3. Spieltag

Freitag, 07.08.2026

SpVgg Trabitz – SV Altenstadt/WN. 4:3 (1:2)

Was für ein Spiel am Freitagabend in Trabitz: Der Meisterschaftsfavorit musste lange zittern, konnte das Ruder am Ende aber noch einmal herumreißen und feierte gegen den SV Altenstadt/WN einen dramatischen 4:3-Heimsieg. Früh gingen die Gäste durch Ansalem Ogbonnaya in Führung, kurz darauf sah Trabitz’ Keeper Rene Wächter die Rote Karte, sodass die Hausherren fortan in Unterzahl agieren mussten. Dominik Zawal glich für Trabitz zwar aus, ehe Fabian Zaus die Gäste erneut in Front brachte. Nach dem Seitenwechsel stellte Vehbi Zogaj sogar auf 3:1 für Altenstadt. Doch Trabitz zeigte trotz der Unterzahl große moralische Stärke: Fabian Helleder und Timo Bachmeier glichen postwendend zum 3:3 aus, ehe in der langen Nachspielzeit Miroslav Spirek einen berechtigten Elfmeter zum umjubelten 4:3-Siegtreffer verwandelte.

Christian Recht war nach der Partie sichtlich stolz auf seine Mannschaft: „In der Kabine war die Botschaft klar: Auch mit zehn Mann ist dieses Spiel noch zu gewinnen. Aufgrund der außergewöhnlichen Moral, des enormen Kampfgeists und der Leidenschaft, mit der die Mannschaft rund 75 Minuten in Unterzahl agierte, geht der Heimsieg für die SpVgg Trabitz letztlich in Ordnung.“ Gleichzeitig zollte Recht dem Gegner Respekt: „Der SV Altenstadt präsentierte sich als äußerst starker Gegner und brachte uns über weite Strecken an den Rand einer Niederlage. Umso höher ist die Leistung unserer Mannschaft einzuschätzen, die sich mit großem Charakter und unbedingtem Siegeswillen diese drei Punkte verdient hat.“ Auch Altenstadts Trainer Marvin Häffner zeigte sich trotz der bitteren Niederlage sehr zufrieden mit dem Auftreten seiner ersatzgeschwächt angereisten Mannschaft: „Zwei Traumtore von uns, und dann fehlte leider die Zuordnung im Zentrum, weil die Spieler von der Zweiten einfach kaputt waren. Aber so eine wahnsinnige Leistung meiner Jungs, Respekt! Alle Zuschauer dort und auch die Trabitzer haben uns nach dem Spiel großen Respekt gezeigt.“

ASV Haidenaab – TSV Eslarn 4:0 (1:0)

Der ASV Haidenaab hat am Freitagabend den ersten Saisonsieg eingefahren und dabei den bislang ungeschlagenen TSV Eslarn deutlich mit 4:0 bezwungen. Pascal Steeger stellte bereits früh die Weichen auf Sieg, ehe Sebastian Sieber nach dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöhte. Am Ende war es Christian Scherm, der mit einem Doppelpack für den 4:0-Endstand sorgte. ASV-Trainer Michael Kaufmann zeigte sich nach der Partie sehr zufrieden. Man sei verdient in Führung gegangen, so der Coach. Anschließend habe der Gegner eine sehr starke Phase mit rund 20 Minuten klarer Überlegenheit gehabt, in der Eslarn eine Riesenchance zum Ausgleich ungenutzt gelassen habe. Danach sei das Spiel wieder in Richtung seiner Mannschaft gekippt. Man sei heute endlich einmal bereit gewesen, über die gesamte Spielzeit die Zweikämpfe anzunehmen, so Kaufmann weiter. Es sei gelungen, den gegnerischen Schlüsselspieler komplett aus dem Spiel zu nehmen, zudem habe die Innenverteidigung ein sehr starkes und stabiles Spiel gezeigt – das sei eine gute Basis gewesen, die ihn besonders stolz mache. Sieben Spieler hätten gefehlt, darunter vier aus der Startelf der Vorwoche, sodass man gerade so 15 Mann zusammenbekommen habe. Umso erfreulicher sei der Auftritt gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga gewesen.

Bewerte man die kompletten 90 Minuten, bestehe kein Zweifel am verdienten Sieg, betonte Kaufmann und verwies darauf, dass der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit mehrfach fälschlicherweise auf Abseits entschieden habe. Das sei am Ende jedoch Makulatur. Drei so wichtige Punkte, die vorher wohl kaum jemand erwartet habe, täten nach zwei schwierigen Spielen besonders gut und seien Balsam für die Seele – zugleich Motivation für die kommende Aufgabe in Erbendorf. Eslarns Spielertrainer Peter Rackl äußerte sich nach der Niederlage nachdenklich: „Die 0:4-Niederlage ist natürlich bitter. Die lange Anreise hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, aber unterm Strich haben wir heute einfach nicht alles auf dem Platz gelassen. Wir waren nicht konsequent genug und haben dem Gegner zu viele Möglichkeiten gegeben. Jetzt gilt es, das Spiel abzuhaken, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten. Mund abwischen – nächste Woche wollen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen.“

FC Weiden-Ost II – TSV Reuth 4:1 (1:1)

Ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bereiteten die Weidener Spieler ihrem Trainer Tim Schlesinger am Freitagabend: Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die Gastgeber innerhalb von nur sechs Minuten auf 4:1 davon und feierten am Ende einen deutlichen Heimsieg gegen Reuth. Zunächst gingen die Gäste durch Philipp Horn in Führung, ehe Daniel Heisig noch vor dem Pausenpfiff zum 1:1 ausglich. Heisig war es auch, der nach dem Seitenwechsel zunächst die erneute Führung für Weiden erzielte. Sebastian Schieder erhöhte per Eigentor auf 3:1, ehe Tom Droste den 4:1-Endstand besorgte.

Trainer Schlesinger fasste die Partie kurz zusammen: Die erste Halbzeit sei kein gutes Spiel gewesen – sehr zerfahren, ausgeglichen und auf beiden Seiten nur mit kleineren Halbchancen. Nach einigen Anpassungen sei seine Mannschaft jedoch deutlich stärker aus der Pause gekommen und habe das zwischenzeitliche 1:1 binnen kürzester Zeit auf 4:1 hochgeschraubt. Reuths Trainer Martin Bächer hatte nach der deutlichen Derbyniederlage in Erbendorf eine andere Mannschaft sehen wollen – dieser Vorsatz war nach der Pause jedoch schnell verflogen. Es sei eine verdiente Niederlage gewesen, so Bächer. Weiden habe von Beginn an hoch gepresst, wovon sich seine Mannschaft nur selten habe befreien können. Zwar sei man durch einen schönen Distanzschuss in Führung gegangen, habe es aber speziell zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht geschafft, bei der Vielzahl gegnerischer Offensivaktionen die Ordnung zu halten und selbst längere Ballbesitzphasen zu erspielen.

WITRON – Last call Ausbildung
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SC Eschenbach – TSV Erbendorf 0:3 (0:2)

Die Saison ist für den SC Eschenbach so gekommen, wie von vielen vorausgesehen: Die Mannschaft startet mit der dritten Niederlage in Folge. Auch im Freitagsheimspiel gegen den TSV Erbendorf gab es für das Team von Spielertrainer Benjamin Scheidler nichts zu holen. Matchwinner auf Erbendorfer Seite war Torjäger Sandro Hösl, der im Alleingang sämtliche Treffer seiner Mannschaft erzielte. Scheidler zeigte sich nach der Partie selbstkritisch, aber nicht entmutigt. Aus seiner Sicht habe seine Mannschaft über weite Strecken das Spiel gemacht und versucht, die Partie zu bestimmen. Man habe sich jedoch durch individuelle Fehler selbst das Leben schwer gemacht – alle Gegentore seien aus solchen Situationen entstanden, was schleunigst abgestellt werden müsse. Erbendorf sei in den entscheidenden Momenten einfach abgezockter gewesen und habe die Fehler konsequent bestraft. Deshalb gehe der Sieg am Ende auch verdient an Erbendorf, auch wenn man sich angesichts des eigenen Aufwands sicherlich ein anderes Ergebnis gewünscht hätte.

Nun gelte es, die Partie schnell abzuhaken, die Fehler klar anzusprechen und daraus zu lernen. Gleichzeitig sei es wichtig, die Köpfe der Mannschaft wieder aufzurichten. Man wisse, was besser gemacht werden müsse, und werde in den kommenden Tagen daran arbeiten, wieder mehr Sicherheit und Stabilität ins eigene Spiel zu bekommen. Jetzt heiße es zusammenstehen, weitermachen und im nächsten Spiel wieder das wahre Gesicht zu zeigen. Erbendorfs Trainer Roland Lang äußerte sich wie gewohnt kurz und sachlich: Es sei technisch und taktisch kein wirklich gutes Spiel seiner Mannschaft gewesen. Gut sei jedoch die Abwehrarbeit gewesen, wodurch man dem Gegner nur wenige Chancen zugelassen habe. Die neun Tage bis zum nächsten Spiel müsse man nun gut nutzen.

Samstag, 08.08.2026

SV TuS/DJK Grafenwöhr – SV Kulmain 4:0 (2:0)

So eindeutig, wie es das Endergebnis vermuten lässt, war die Begegnung am Samstagnachmittag nicht. Die Gäste aus Kulmain waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel und hätten durchaus auch mit einer Führung in die Kabinen gehen können. Die Treffer erzielten jedoch die Gastgeber: Zunächst durch ein Eigentor von Kulmains Niklas Griener, ehe Marcel Pfab auf 2:0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel war spätestens nach dem 3:0 durch Alexander Dobmann der Widerstand der Gäste gebrochen, ehe Luca Reiß den Schlusspunkt setzte. Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra zeigte sich dementsprechend zufrieden: Seiner Mannschaft hätten acht Spieler gefehlt, dennoch habe man gut ins Spiel gefunden. Hätte Kulmain noch in der ersten Halbzeit den Ausgleich erzielt, wäre das Spiel womöglich anders verlaufen. Nach dem 3:0 sei der Sack zugewesen, wenngleich Kulmain gekämpft habe. Man hätte noch mehr Treffer erzielen müssen, so Bafra, dennoch sei er mit seiner Mannschaft im Moment sehr zufrieden.

Kulmains Trainer Oliver Drechsler sah die Partie differenzierter: Ein 4:0 höre sich heftig an, sei aber mindestens ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen. Bereits der 0:2-Pausenstand sei aus seiner Sicht extrem unglücklich gewesen, da seine Mannschaft zuvor zwei große Chancen ausgelassen habe und bei gerechtem Spielverlauf eher selbst mit einer Führung in die Halbzeit hätte gehen müssen. Nach der Pause habe man sich noch einmal gepusht und rund 15 Minuten versucht, Gas zu geben, doch spätestens nach dem 3:0 seien die Köpfe gesenkt gewesen und das Spiel gelaufen. Insgesamt sei seine Mannschaft in der ersten Halbzeit zumindest auf Augenhöhe, wenn nicht sogar leicht überlegen gewesen und habe die besseren Chancen gehabt. Erschwerend sei zudem hinzugekommen, dass man kurz vor Schluss einen ihrer besten Spieler verletzungsbedingt habe auswechseln müssen. So sei ein Ergebnis zustande gekommen, das den tatsächlichen Spielverlauf bei Weitem nicht widerspiegele.

Sonntag, 09.08.2026

FC Vorbach – FC Dießfurt 2:2 (0:1)

Zwei Mannschaften ohne bisherigen Punktgewinn trennten sich am Ende leistungsgerecht mit 2:2. Die Gäste aus Dießfurt gingen durch Torjäger Simon Schmid in der ersten Halbzeit in Führung, ehe die Gastgeber aus Vorbach nach dem Seitenwechsel zunächst durch Lukas Barthelmann und Nico Kaufmann die Partie drehten. Ondrej Ruda markierte schließlich den 2:2-Endstand. Vorbachs Trainer Manuel Lautner analysierte die Partie so: „Wir sind schwer ins Spiel reingekommen. Dießfurt hat die Initiative ergriffen, man hat das Spiel gemacht. Man hat vor dem 1:0 eine Riesenchance, wo sie eine kurze Distanz an den Pfosten köpfen. Das 1:0 passiert dann aus einer unglücklichen Rettungsaktion von unserer Seite. Aber ich muss sagen, wir haben uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben weiterhin gekämpft, haben alles reingehauen. Wir sind dann in der zweiten Halbzeit 2:1 in Führung gegangen. Wir haben es dann leider nicht geschafft, die Führung über die Zeit zu bringen. Ich denke aber, dass es ein gerechtes 2:2 ist, wenn man sich die Chancen anschaut. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen für das, was sie heute kämpferisch abgerissen haben. Es war echt super.“

Henry Schraml vom FC Dießfurt sah die Partie aus anderer Perspektive: Der FC Dießfurt habe von Beginn an das Spiel im Griff gehabt und Druck auf das Tor von Vorbach gemacht. Folgerichtig sei das 1:0 durch Simon Schmid gefallen, weitere Chancen zur vorzeitigen Entscheidung habe es ebenfalls gegeben, während Vorbach in der ersten Halbzeit keine nennenswerten Möglichkeiten gehabt habe. In der zweiten Halbzeit habe sich sein Team von einer aus seiner Sicht fragwürdigen Schiedsrichterleistung aus dem Tritt bringen lassen – ohne spielentscheidende Situationen sei jede Aktion zugunsten Vorbachs gepfiffen worden, obwohl es sich um normale Zweikämpfe gehandelt habe, wodurch das Spiel sehr zerfahren geworden sei. Mit dem ersten richtigen Abschluss habe Vorbach per Sonntagsschuss zum 1:1 ausgeglichen und kurzzeitig Auftrieb bekommen, ehe die Gastgeber durch eine Standardsituation, bei der aus Sicht Schramls ein klares Stoßen hätte geahndet werden müssen, auf 2:1 gestellt hätten. Dießfurt habe jedoch nicht aufgegeben und durch Ondrej Ruda noch den aus seiner Sicht verdienten Ausgleich erzielt – im Ergebnis seien es für sein Team erneut zwei verschenkte Punkte gewesen.

FC Tremmersdorf-Speinshart – TSV Pleystein 6:0 (2:0)

Die Gastgeber aus Tremmersdorf zeigten am Sonntagnachmittag eine gute Reaktion auf die jüngste Niederlage in Kulmain und feierten gegen den TSV Pleystein einen deutlichen 6:0-Erfolg. Bereits vor dem Pausenpfiff erzielte Jonas Frank zwei Treffer zum Halbzeitstand, ehe er kurz nach dem Wiederanpfiff auf 3:0 stellte und damit seinen Hattrick perfekt machte. Leon Dippl und zweimal Fabian Diepold sorgten anschließend für den 6:0-Endstand.

Florian Schnödt vom FCT zeigte sich hochzufrieden: Nach der bitteren Niederlage beim SV Kulmain habe man heute auf die Siegerstraße zurückkehren wollen – das sei vor heimischer Kulisse von der ersten Minute an gelungen. Jonas Frank habe mit seinem Hattrick großen Anteil am Erfolg gehabt. Auch defensiv habe man um André Gradl sehr konzentriert gearbeitet und hinten sauber gestanden. Mit den weiteren Treffern von Leon Dippl und Fabian Diepold habe man die gute Leistung auch in Tore ummünzen können.

Insgesamt sei man über 90 Minuten die bessere Mannschaft gewesen und habe auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Jetzt gelte es, weiter nach vorne zu schauen und von Woche zu Woche die Leistung abzurufen. Ein großes Dankeschön richtete Schnödt zudem an die Zuschauer: Mit über 105 verkauften Dauerkarten habe der Verein einen neuen Rekord aufgestellt – ein starkes Zeichen für den FCT und den Rückhalt im Verein. Pleysteins Trainer Alexander Schön räumte nach der Partie offen die Schwäche seiner Mannschaft ein: „Wir konnten heute nicht umsetzen, was wir machen wollten. Die Leistung war nicht gut, da nehme ich mich nicht raus, ich habe auch Fehler gemacht. Wir haben heute verdient verloren, wir waren im Zweikampf nicht gut und haben nicht die Leistung wie sonst gebracht. Aber es ist so, es ist kein Beinbruch.“

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.