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Kreisliga Nord: Was für emotionale Derbys am Sonntag!

Weiden/Amberg. Mehrere Derbys standen am Sonntag an und es ging heiß her. So musste in Tremmersdorf der Favorit aus Trabitz seine zweite Saisonniederlage hinnehmen.

Kreisliga Nord: Was für emotionale Derbys am Sonntag!

Was für ein Derby am Sonntagnachmittag zwischen dem FC Tremmersdorf-Speinshart (blau) und der SpVgg Trabitz (weiß). Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, Nachholspiel

Freitag, 14.11.2025

VfB Rothenstadt – FC Tremmersdorf-Speinshart 1:2 (0:2)

Das Nachholspiel der beiden Mannschaften vom 14. Spieltag fand auf dem Kunstrasengelände der SpVgg Weiden statt. Bei einer kampfbetonten Begegnung hatte der „Gast“ aus Tremmersdorf einen guten Start und konnte nach 45 gespielten Minuten mit einer 2:0‑Führung in die Kabinen gehen. Fabian Diepold in der 29. Spielminute und Christofer Neukam nur fünf Minuten später konnten die beruhigende Pausenführung erzielen.

Der VfB Rothenstadt kam aber wacher aus der Pause und war nach dem Seitenwechsel auch die bessere Mannschaft. Doch am Ende reichte es nur noch für den Anschlusstreffer von Julian Rost in der 57. Spielminute. Rothenstadts Manuel Funk dazu: „In der ersten Halbzeit waren wir insgesamt zu passiv und haben unser Potenzial nicht ausgeschöpft. In der Pause haben wir klare Anpassungen vorgenommen und wollten mit mehr Präsenz und Energie aus der Kabine kommen. Unterm Strich geht das Ergebnis aufgrund der ersten 45 Minuten in Ordnung.“ Somit geht der Aufwärtstrend beim FCT weiter, während die positive Serie beim VfB Rothenstadt unterbrochen wurde.

Kreisliga Nord, 17. Spieltag

Sonntag, 16.11.2025

SV Kulmain – TSV Eslarn 3:0 (2:0)

Der 3:0-Erfolg des SV Kulmain war am Ende so auch hochverdient, das sahen auch beide Trainer so. Heimtrainer Oliver Drechsler ging sogar so weit, dass er meinte, es sei eines der besten Spiele seines Teams, das er bisher gesehen hatte. „Das Ergebnis spiegelt auch die Verhältnisse des Spiels wider und hätte auch noch höher ausfallen können. Es war eine reife Leistung und ich bin stolz auf mein Team.“ So war es in der 20. Spielminute Florian Greger, der zum Führungstreffer einnetzte. In der 32. Spielminute legte Oleg Skydan den zweiten Treffer nach, was zugleich auch den Pausenstand bedeutete. Von Eslarn war kaum etwas zu sehen. Trainer Peter Rackl dazu: „Wir waren von Beginn an immer einen Schritt zu spät und haben einfach nicht ins Spiel gefunden.“

Auch nach dem Seitenwechsel war der heimische SV die spielbestimmende Mannschaft. „Eslarn war im gesamten Spiel bei Standards zweimal gefährlich, ansonsten wurden unsere Treffer schön herausgespielt“, so Drechsler, der in der 57. Spielminute noch den dritten Treffer seines Teams durch Wolfgang Schinner sah. „Selbst wenn Kulmain auch nicht wirklich drückend oder überlegen war, waren wir heute irgendwie nicht am Platz. Trotzdem, Mund abwischen und weitermachen. Schade, dass unsere Serie-ohne-Niederlage seit September nun ein Ende gefunden hat“, ist Rackl doch etwas traurig. „Ziel wird es nun sein, dass sich in der Trainingswoche wieder alle angeschlagenen auskurieren und wir den vollen Fokus auf unser nächstes Heimspiel legen.“

FC Vorbach – SV TuS/DJK Grafenwöhr 0:0

„Wir haben heute einen Kampf abgeliefert, den die Zuschauer auch honoriert haben“, so Fabian Wiesnet vom FC Vorbach. Gegen den Tabellendritten aus Grafenwöhr gab es vor knapp 250 Zuschauern einige Möglichkeiten, darunter auch einen Lattentreffer von Haroun Kahouli, aber ein Tor blieb den Gastgebern versagt. „Jeder Spieler hat heute alles gegeben, sie haben sich in die Bälle geworfen und die Lautstärke auf und auch neben dem Platz war extrem.“ Das Einzige, was bei diesem doch sehr guten Kreisligaspiel fehlte, waren die Tore. Dennoch zeigte man sich aufseiten der Hausherren zufrieden mit dem Punkt, „weil auch die Einstellung passte“.

Und auch Turan Bafra, Trainer aus Grafenwöhr, zeigte sich nach der Begegnung zufrieden, wenngleich er doch lieber mit einem dreifachen Punktgewinn nach Hause gefahren wäre. Denn nach den heutigen Ergebnissen wäre Grafenwöhr dadurch auf dem 1. Tabellenplatz gestanden. „Es war das erwartete schwere Auswärtsspiel in Vorbach und wir haben vor allem in Halbzeit zwei besser gespielt, aber es hätte nicht sein sollen. Wir sind jetzt nicht enttäuscht, jedoch wollten wir gewinnen. Aber man muss auch die Leistung des Gegners würdigen, die sich den Punkt dann auch verdient hat.“

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ASV Haidenaab – VfB Rothenstadt 1:1 (0:1)

Die Gastgeber aus Oberfranken haderten am Sonntagnachmittag vor allem mit sich selbst. Denn die besten Möglichkeiten wurden vergeben, und so ging es für beide Mannschaften mit einer Punkteteilung nach Hause. „Viele Chancen hatten wir heute vergeben und am Ende war es eher ein Verlust von zwei Punkten“, titelt ASV-Trainer Michael Kaufmann nach der Partie. Jedoch dauerte es etwas, bis die Gastgeber in die Begegnung kamen, denn zunächst ging der VfB durch Bubacarr Jallow bereits nach wenigen Spielminuten in Führung. „In Halbzeit eins war es eher ein Spiel mit vielen Zweikämpfen und wir haben einmal nicht aufgepasst“, so Kaufmann.

Nach dem Seitenwechsel war Haidenaab dann spielbestimmend und kam durch Pascal Steeger in der 65. Spielminute zum Ausgleich. Mehrere einhundertprozentige Möglichkeiten wurden danach vergeben, darunter auch ein Strafstoß, der am Innenpfosten landete. So war Kaufmann am Ende nicht so zufrieden. „Es waren heute zwei verschenkte Punkte, wenngleich sich ein klarer Aufwärtstrend abzeichnet.“ Manuel Funk vom VfB Rothenstadt meinte dazu: „Es war eine sehr harte, teilweise sogar unfaire Partie. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, aber nach der Pause sind wir nicht mehr nach vorne gekommen. Schwere Beine, ein schwieriger Platz und ein unangenehmer Gegner haben es uns nicht ermöglicht, einen Sieg zu holen.“

SC Eschenbach – SC Kirchenthumbach 1:1 (1:0)

In diesem Abstiegsderby vor einer mageren Zuschauerkulisse, bei dem es um sehr viel ging, teilten sich die beiden sich im Abstiegskampf befindlichen Nachbarschaftsvereine die Zähler. Die ersten 20 Minuten gehörten ganz deutlich den Gästen aus Dumba, die nur eines nicht schafften: einen Treffer zu erzielen. Diesen erzielten dann nach einem Eckball die Gastgeber durch Valentin Schieder in der 25. Spielminute. „Ab diesem Zeitpunkt waren wir komplett aus dem Spiel, kamen zu jedem Zweikampf zu spät und haben leichtfertig Bälle hergeschenkt“, so Kirchenthumbachs Trainer Andreas Freiberger. Doch bis zum Halbzeitpfiff konnten auch die Gastgeber nichts mehr Zählbares auf die Anzeigetafel bringen, und so ging es mit dem knappen 1:0 in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit ging dann genauso los wie in der ersten Hälfte, denn Kirchenthumbach startete wieder deutlich besser. „Wir waren bissig und kamen deutlich besser in die Zweikämpfe. Folgerichtig könnten wir den Ausgleich erzwingen“, so Freiberger. Diesen erzielte Fabian Fuhrich in Spielminute 68. Von da an war es ein offener Schlagabtausch, mit Großchancen auf beiden Seiten. „Letztendlich haben wir uns einen Punkt erarbeitet, was in unserer Situation aber zu wenig ist.“, so der Kirchenthumbacher Übungsleiter. Aufseiten des SC Eschenbach meinte Trainer Muhammet Dal kurz: „Zum Schluss muss man sagen, dass das Unentschieden in Ordnung geht. Auch wenn der eine Punkt für uns zu wenig ist.“

TSV Erbendorf – TSV Reuth 2:2 (1:1)

„Wir hatten zwar die bessere Spielanlage und auch ein Chancenplus, müssen uns aber leider am Ende mit einem Unentschieden zufriedengeben“, so das Fazit von Benjamin Scheidler, Trainer des TSV Erbendorf, nach dem Spiel und dem 2:2 gegen den Nachbarn aus Reuth. Vor über 450 Zuschauern gingen die Gäste aus Reuth durch Frank Eckl in der 26. Spielminute in Führung, die aber Dilane Mayeko in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit ausgleichen konnte. Reuths-Spielertrainer Thomas Wildenauer meinte nach dem Spiel: “Obwohl die Platzbedingungen nicht optimal waren, kam ein munteres Spiel zustande.“

Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild: Erbendorf wollte, Reuth netzte ein. Andreas Kische traf in der 57. Spielminute zur abermaligen Führung für die Gäste. „Leider konnten wir die zweimalige Führung nicht in drei Punkte umwandeln“, so Wildenauer. Denn nur ein paar Minuten nach der Gästeführung traf Erbendorfs Torjäger Sandro Hösl zum 2:2. Und so endete die Begegnung, in der es keine einzige Gelbe Karte gab, mit einem am Ende leistungsgerechten Unentschieden. „Die Mannschaft hat wieder einmal sehr viel ins Spiel investiert und auch gut gekämpft, aber der finale Ball war dann meistens zu überhastet oder zu früh gespielt. Reuth hat es gut verteidigt und somit geht die Punkteteilung am Ende auch in Ordnung“, sah es auch Benjamin Scheidler. Und Trainerkollege Thomas Wildenauer meinte dazu: „Ein spannender Schlagabtausch liegt hinter uns. Trotzdem sind wir mit dem Unentschieden sehr zufrieden und die Mannschaft kann auf sich stolz sein.“

FC Tremmersdorf-Speinshart – SpVgg Trabitz 2:1 (2:0)

Es war die erwartete heiße und emotionale Begegnung an diesem Spieltag. Vor über 400 Zuschauern kämpften beide Nachbarvereine auf tiefem Boden aufopferungsvoll. FCT-Vorstand Wolfgang Seitz nach der Partie: „Es war wohl einer der emotionalsten Siege, die hier in Tremmersdorf in den letzten Jahren gefeiert wurden. Tolle Kulisse, wahnsinnig intensive Stimmung – und eine klasse Leistung unserer Jungs.“ Vor allem in Halbzeit eins waren die Gastgeber sehr stark und führten durch einen Strafstoß von Fabian Diepold und ein „Tor des Monats“ von Patrick Dittner mit 2:0. „Die Entstehung zum Elfmeter muss ich mir noch einmal ansehen“, so Trabitz-Coach Thomas Baier nach dem Spiel. „Ich dachte, es war keiner.“ Und auch in den ersten 45 Spielminuten ging es bereits ordentlich zur Sache, sodass Schiedsrichter Andreas Frieser jede Menge Arbeit hatte.

„Nach der bärenstarken Leistung in Halbzeit eins und einer hochverdienten 2:0-Führung war allen FC-Fans klar, dass es nach der Pause aufgrund des Freitagsspiels in Rothenstadt ein schwerer Ritt werden würde.“ Und so kam es dann auch. Trabitz gab nach der Pause ordentlich Gas, jedoch verteidigten die Hausherren aufopferungsvoll und ließen nicht viel zu. Doch in Spielminute 67 war es dann so weit und Ronaldo Moreno traf zum Anschluss für Trabitz, die nun noch mehr nach vorne stürmten. „Nach dem Anschlusstreffer versäumten wir es dann mehrfach, bei Kontersituationen den Sack zuzumachen“, so Seitz. So musste der FCT bis zur Minute 97 warten, bis der Dreier endlich unter Dach und Fach war. „Die Stimmung nach dem Schlusspfiff war unglaublich, es ist einfach immer grandios, wenn der David den Goliath besiegt“, freut sich der FCT-Vorstand. „Das war heute zu wenig von uns, aber am nächsten Wochenende greifen wir wieder an“, gibt sich Thomas Baier kämpferisch.