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Spektakel beim Kirwaspiel: Luhe-Wildenau erkämpft Punkt gegen dezimierte Gäste

Luhe-Wildenau. Kirwaspiel ohne Sieger: Der SC Luhe-Wildenau hat sich am 13. Spieltag der Landesliga Mitte gegen das Schlusslicht TSV 1883 Bogen dreimal zurück ins Spiel gearbeitet und am Ende ein 3:3 (2:2) erkämpft. Vor 320 Zuschauern im Michael-Höhbauer-Stadion mussten die Gastgeber dabei lange einem Rückstand hinterherlaufen – und kamen trotz Überzahl erst spät zum Ausgleich.

Luhe-Wildenau. Kirwaspiel ohne Sieger: Der SC Luhe-Wildenau hat sich am 13. Spieltag der Landesliga Mitte gegen das Schlusslicht TSV 1883 Bogen dreimal zurück ins Spiel gearbeitet und am Ende ein 3:3 (2:2) erkämpft. Vor 320 Zuschauern im Michael-Höhbauer-Stadion mussten die Gastgeber dabei lange einem Rückstand hinterherlaufen – und kamen trotz Überzahl erst spät zum Ausgleich.
Viel Betrieb vor dem Strafraum des TSV Bogen; Foto: Norbert Tannhäuser

Spektakel beim Kirwaspiel: Luhe-Wildenau erkämpft Punkt gegen dezimierte Gäste

Kirwaspiel ohne Sieger: Der SC Luhe-Wildenau hat sich am 13. Spieltag der Landesliga Mitte gegen das Schlusslicht TSV 1883 Bogen dreimal zurück ins Spiel gearbeitet und am Ende ein 3:3 (2:2) erkämpft. Vor 320 Zuschauern im Michael-Höhbauer-Stadion mussten die Gastgeber dabei lange einem Rückstand hinterherlaufen – und kamen trotz Überzahl erst spät zum Ausgleich.

Unaufhaltsam: Nico Argauer im vollen Haaland-Modus!; Foto: Norbert Tannhäuser
Klare Ansage von Schiedsrichter Sven Thoma! TSV-Bogen-Coach Max Bachl-Staudinger war nicht immer einverstanden – und sah später Gelb; Foto: Norbert Tannhäuser
Viel Betrieb vor dem Strafraum des TSV Bogen; Foto: Norbert Tannhäuser
Am Boden, aber obenauf: Torschütze Beck markiert die 3:2-Führung für den TSV Bogen; Foto: Norbert Tannhäuser
David Bezdicka im Duell mit der Bogen-Defensive, fand aber insgesamt selten Lücken im gegnerischen Abwehrverbund; Foto: Norbert Tannhäuser
Caner Gümüsbas und Moritz Matschoß im KopfballduelL; Foto: Norbert Tannhäuser
Großer Jubel bei den Bogener Spielern nach dem frühen Führungstreffer in der 5. Minute; Foto: Norbert Tannhäuser

Für den SC war es ein Nachmittag, an dem vieles nicht nach Plan lief. Bogen, vor dem Spieltag mit lediglich zehn erzielten Treffern und damit dem schwächsten Angriff der Liga, präsentierte sich von Beginn an mutig und effektiv. Die Luhe-Wildenauer dagegen fanden nur schwer in die Partie und konnten auch ihre numerische Überlegenheit nach dem Platzverweis gegen die Gäste nicht entscheidend nutzen.

Bogen überrascht den SC – zweimaliger Ausgleich vor der Pause

Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start. Bereits in der 5. Minute nutzte Niklas Karl einen spitzen Winkel und schoss den Ball zur frühen 1:0-Führung ins SC-Tor. Die Luhe-Wildenauer wirkten in dieser Phase zu passiv und fanden kaum Zugriff auf die Zweikämpfe. „Wir sind richtig schwierig in das Spiel reingekommen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und waren nicht giftig genug“, analysierte Spielertrainer Benjamin Urban später die Anfangsphase. Auch die Defensive agierte zu zögerlich, während Bogen immer wieder gefährlich blieb. Ein Kopfball nach einer Ecke strich knapp über das Tor von SC-Keeper Moritz Plößl.

Mit zunehmender Spielzeit kam der SC besser in die Partie. Vor allem Nico Argauer sorgte immer wieder für Unruhe und war der aktivste Akteur der Gastgeber. Nach einem hervorragenden Steckpass von Fabian Magerl stand Argauer plötzlich frei im Fünfmeterraum, setzte den Ball jedoch knapp am Pfosten vorbei. Argauer war zugleich der am häufigsten gefoulte Spieler der Partie. Die Bogener agierten dabei keineswegs unfair, gingen aber körperlich robust zu Werke. Auch Magerl hatte noch eine gute Gelegenheit, verzog seinen Abschluss jedoch knapp.

Der Ausgleich fiel schließlich nach einem Standard. In der 35. Minute brachte Felix Diermeier eine gefühlvolle Ecke in den Strafraum, wo sich Arian Miftaraj am höchsten schraubte und den Ball per Kopf zum 1:1 versenkte. Die Freude währte allerdings nur kurz. Zwei Minuten später schlug Bogen erneut zu: Eine Hereingabe von der linken Seite fand Moritz Matschoß, der völlig frei nur noch den Fuß hinhalten musste – 2:1 für die Gäste.

Doch der SC bewies erstmals seine Comeback-Qualitäten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte flankte David Bezdicka präzise auf Benjamin Urban. Der Spielertrainer nahm den Ball volley und halbhoch und traf zum 2:2. Unmittelbar danach schwächten sich die Gäste selbst: Rozart Burgaj sah wegen eines Handspiels die Gelb-Rote Karte. Bogen musste die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.

Witron – Koch und Servicekraft gesucht
Witron – Koch und Servicekraft gesucht

Bogen geht erneut in Führung – SC drängt auf die Wende

Trotz Unterzahl erwischten die Gäste erneut den besseren Start. In der 49. Minute setzte sich Tobias Haumer auf dem linken Flügel gegen Felix Diermeier durch und servierte eine perfekte Flanke auf Christoph Beck. Der musste am kurzen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten und brachte Bogen zum dritten Mal in Führung.

Danach entwickelte sich das Spiel zunehmend in Richtung des SC. Die Gastgeber übernahmen gegen zehn Bogener immer mehr die Kontrolle und drängten auf den erneuten Ausgleich. Gute Möglichkeiten waren vorhanden, doch der Ball wollte zunächst einfach nicht ins Netz. Bogen verteidigte mit großer Leidenschaft und stemmte sich gegen den Dauerdruck.

Trainer Max Bachl-Staudinger sah bei seiner Mannschaft durchaus die Chance auf mehr: „Wir haben zwei vermeidbare Gegentore erhalten. In der ersten Halbzeit hätten wir deutlicher führen können.“ Gleichzeitig bewertete er die entscheidenden Szenen der zweiten Hälfte kritisch. Die Gelb-Rote Karte sei „unglücklich, aber berechtigt“ gewesen. Beim späteren Elfmeter gegen seine Mannschaft sprach Bachl-Staudinger von einer unglücklichen Situation und hätte sich „mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter“ gewünscht.

Schiedsrichter Sven Thoma und sein Gespann standen damit im weiteren Verlauf zunehmend im Mittelpunkt. Die Partie blieb trotz der emotionalen Phasen insgesamt intensiv, ehe die Diskussionen über einige Entscheidungen und die Reaktionen von außen immer lauter wurden.

Argauer bleibt eiskalt – am Ende steht ein 3:3

Die Erlösung für die Gastgeber kam in der 86. Minute. Nach einem Handspiel im Bogener Strafraum zeigte Sven Thoma auf den Elfmeterpunkt. Nico Argauer übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum 3:3.

Damit war der SC endgültig zurück in der Partie und wollte nun sogar noch den kompletten Spielverlauf drehen. Kurz vor Schluss bot sich tatsächlich noch die große Gelegenheit zum Sieg: Jamal Dubois hatte den vierten Treffer auf dem Fuß, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor.

In der 89. Minute sorgte schließlich eine weitere Szene für Aufregung. Der bereits ausgewechselte Daniel Gnjidic, der zu diesem Zeitpunkt auf der Bank saß, sah ebenfalls die Gelb-Rote Karte. Die negativen Rufe gegen das Schiedsrichtergespann hatten nach Ansicht des Unparteiischen die Grenze des Erlaubten überschritten.

Am Ende blieb es beim 3:3. Für Bogen war es ein Punkt, mit dem die Mannschaft nach dreimaliger Führung zwar leben konnte, an der Tabellensituation aber nichts änderte: Der TSV bleibt Schlusslicht. Für den SC Luhe-Wildenau bedeutete das Remis dagegen den nächsten kleinen Rückschlag im Kampf um den Anschluss an die vorderen Plätze. „Elfmeter, ich weiß nicht, ob es einer war, aber egal, nehmen wir mit. Wir müssen uns heute mit dem Unentschieden begnügen“, bilanzierte Benjamin Urban.

Mit aktuell 16 Punkten auf Platz elf kommt der SC Luhe-Wildenau damit weiterhin nicht richtig vom Fleck. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt lediglich drei Punkte. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt allerdings nicht: Bereits am Freitagabend wartet auswärts beim Aufsteiger Kareth-Lappersdorf die nächste Gelegenheit, wichtige Punkte zu sammeln. Bogen empfängt am kommenden Wochenende den FC Amberg und will dort versuchen, den nächsten Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen.