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MSR Bertelshofer
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SpVgg SV Weiden stellt Führung breiter auf

Weiden. Die SpVgg SV Weiden stellt ihre Führung neu auf: Rudi Winter rückt als Schatzmeister nach, Max Urban stärkt den Vorstand, Steuerberater Manfred Biebl berät. Ziel sind stabile Finanzen und klare Abläufe.

SpVgg SV Weiden stellt Führung breiter auf

Weichenstellung am Wasserwerk: Mit geballter Kompetenz und klarer Vision in eine stabile Zukunft. Die SpVgg SV Weiden stellt ihre Vereinsführung breiter auf: Neben Rudi Winter und Max Urban im Vorstand wird künftig auch Steuerberater Manfred Biebl den Verein beratend unterstützen.

Rudi, du übernimmst das Amt des kürzlich verstorbenen und schmerzlich vermissten Schatzmeisters Karl Lang. Zudem wirst du bei den anstehenden Neuwahlen offiziell als Kassier und Schatzmeister kandidieren. Wie möchtest du dieses bedeutende Erbe fortführen und gleichzeitig deine eigene Note aus deiner Zeit als Bankvorstand einbringen?

Rudi Winter: Ich kannte Karl Lang sehr gut und schätzte seine Arbeit enorm. Für mich war sofort klar, dass ich unseren Präsidenten Michael in dieser Situation nicht alleine lassen möchte. Da ich das Amt gerade erst antrete, muss ich mich in die genauen aktuellen Aufgaben natürlich erst noch hineinfuchsen. Dennoch bringe ich meine Erfahrung sehr gerne bei der SpVgg ein. Ich werde im Amt des Schatzmeisters alles tun, was menschenmöglich ist, um den Verein solide zu führen.

Michael, wie kam es eigentlich dazu, Rudi als Nachfolger für diese Schlüsselposition anzusprechen?

Michael Kurz: Das ergab sich tatsächlich bei einer privaten Feier, auf der wir einen sehr intensiven Austausch hatten. In Weiden gibt es verständlicherweise nicht allzu viele Persönlichkeiten, die ein solches Fachwissen und diese immense berufliche Erfahrung aufweisen können. Da Rudi zudem ohnehin regelmäßig als treuer Zuschauer bei uns am Wasserwerk aufschlägt, war das für mich der perfekte Moment, ihn einfach direkt auf ein Engagement anzusprechen.

In welchen Strukturen und Prozessen siehst du aktuell die größte Notwendigkeit, Rudi von Beginn an tief einzubinden?

Grammer Solar
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Michael Kurz: Man muss der Realität ins Auge blicken: Die SpVgg SV Weiden ist inzwischen wie ein kleines, mittelständisches Unternehmen strukturiert. Viele der dafür notwendigen, komplexen Finanzthemen werden aktuell bei uns aber noch komplett im Ehrenamt geschultert. Wir müssen diese Abläufe so professionell wie nur möglich gestalten. Und das funktioniert auf Dauer eben nur, wenn du als Verein eine entsprechende Kraft und Fachkompetenz auf den einzelnen Positionen installierst. Dazu passt es übrigens hervorragend, dass uns künftig auch Steuerberater Manfred Biebl mit seiner wertvollen Fachexpertise beratend unterstützt.

Rolle von Erfahrung und Teamgeist

Rudi, du hast in deiner erfolgreichen beruflichen Karriere eine Bank geleitet und bringst das perfekte Fundament für die Finanzen mit. Worin siehst du – mit Blick auf den Spagat zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sportlichem Ehrgeiz – deine Hauptaufgabe?

Rudi Winter: In 25 Jahren Erfahrung als Bankvorstand habe ich das wirtschaftliche Handwerk sicher nicht ganz vergessen (schmunzelt). Ich bin ein großer Fan vom „Michl“ (Michael Kurz) und habe tiefen Respekt vor all den Menschen, die sich hier bei der SpVgg so aufopferungsvoll engagieren. Genau deshalb wollte ich jetzt selbst mit anpacken. Meine Aufgabe sehe ich darin, dem Verein als verlässlicher wirtschaftlicher Rückraum zu dienen, damit sich die sportliche Abteilung auf ihre Ziele konzentrieren kann.

Max, du wirkst ja bei uns im Verein ebenfalls schon länger im Hintergrund mit. Du bist treuer Fan bei Heim- und Auswärtsspielen, Trikotsponsor und hilfst in sämtlichen technischen Belangen am Wasserwerk. Was hat dich jetzt dazu bewogen, den nächsten Schritt zu gehen und direkt in der Vorstandschaft mitanzupacken?

Max Urban: Bei der SpVgg SV Weiden findet man einfach einen unglaublich familiär geführten Verein vor. Hier gibt jeder Beteiligte absolut alles, damit am Ende der notwendige Erfolg herauskommt. Dieses leidenschaftliche Umfeld hat mich einfach angesteckt, mich jetzt noch intensiver einzubringen.

Neue Impulse aus der Wirtschaft

Wie denkst du, kannst du dich künftig als neues Mitglied der Vorstandschaft am besten einbringen? Welche Akzente möchtest du setzen?

Max Urban: Ich möchte dem Verein mit meiner Erfahrung aus der Wirtschaft helfen und als junger Unternehmer frisches Blut sowie neue Ideen in die Runde einbringen. Unser gemeinsames Ziel ist es, langfristig und nachhaltig stabil zu bleiben. Ich kenne die Dynamik aus der eigenen Firma im Zusammenspiel mit meinem Vater: Als junger Mensch sieht man manche Dinge einfach aus einem anderen Blickwinkel als die ältere Generation. Im Kern geht es dabei oft um viele Kleinigkeiten, über die man sich austauschen und am Ende zu einem gemeinsamen, starken Konsens kommen muss.

Blick in die Zukunft

Blicken wir ein wenig nach vorne, Michael. Wenn wir uns hier in drei Jahren wiedersehen: Wo befindet sich die SpVgg SV Weiden dann sportlich und wirtschaftlich im Vergleich zum heutigen Tag?

Michael Kurz: Wir gehen aktuell alle gesamtwirtschaftlich extrem unsicheren und schweren Zeiten entgegen – das betrifft die Unternehmen genauso wie den Sport. Dennoch sind wir bei der SpVgg derzeit an einem Punkt angelangt, auf den wir fast zehn Jahre lang hart hingearbeitet haben. Andere Vereine müssen diesen Weg erst noch mühsam gehen. Wir wollen uns sportlich definitiv weiterentwickeln und attraktiven, erfolgreichen Fußball bieten, unabhängig von der Liga. Vor allem wollen wir den Fokus auf unsere eigenen, top ausgebildeten Talente aus dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) richten. Gemischt mit gezielter Qualität von außen wollen wir den Fans am Freitagabend am Wasserwerk eine Mannschaft präsentieren, mit der sich die Stadt Weiden zu 100 Prozent identifizieren kann. Dank der neuen personellen Struktur bin ich fest davon überzeugt, dass wir im Verein eine sehr sichere und planbare Zukunft vor uns haben.

Schnellfeuer-Runde zum Abschluss

Lieber ein knappes, aber sicheres 1:0 oder ein spektakuläres 4:3 für die Zuschauer?

Rudi Winter: Sowohl als auch! Aber natürlich macht ein spektakuläres vier zu drei auf den Rängen wesentlich mehr Spaß.

Max Urban: Lieber das 1:0 – das ist die sichere Nummer für die Nerven.

Nach dem Abpfiff im Stadion: Klassische Bratwurstsemmel oder VIP-Catering?

Rudi Winter: Ganz klar die Bratwurstsemmel!

Max Urban: Mir reicht eigentlich ein kühles Bier (lacht).

Was ist schwerer zu führen: ein Unternehmen beziehungsweise eine Bank oder ein geschichtsträchtiger Traditionsverein?

Rudi Winter: Ich denke mal, da ist eine Bank zu führen schon ein bisschen schwieriger. Ich hatte am Schluss 700 Angestellte und eine große Fusion zu managen – das sollte unterm Strich aufwendiger gewesen sein, als die SpVgg SV Weiden zu führen.

Max Urban: Ich finde, beides ist gleich schwer – aber eben auch auf seine eigene schöne Weise.

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