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Auf dem Weidener Weg – Warum die SpVgg SV Weiden gerade jetzt alles richtig macht

Weiden. Ein Einblick von Sportdirektor Rüdiger Hügel,

Auf dem Weidener Weg – Warum die SpVgg SV Weiden gerade jetzt alles richtig macht

Da geht es lang für die SpVgg SV Weiden. Hier Coach Michael Riester und sein Kapitän Felix Behnke. Foto. D. Nachtigall


Ein Einblick von Sportdirektor Rüdiger Hügel: „Sechs Siege am Stück. 39 Punkte. Platz sieben. Zahlen, die gut klingen – aber für mich sind sie nur das Ergebnis von etwas Größerem“. Sportdirektor Rüdiger Hügel betont: „Wir bei der SpVgg SV Weiden haben keinen Lauf. Wir haben einen Plan“. So gehe man seit ddem Aufstieg 2024 einen Weg, der in der Bayernliga alles andere als selbstverständlich sei: „Wir setzen nicht auf das schnelle Geld, nicht auf kurzfristige Lösungen – sondern auf Identität. Auf Spieler, Trainer und Verantwortliche, die wissen, was dieser Verein bedeutet. Und genau das zahlt sich jetzt aus“.

Mehr als ein Team: Eine Idee

„Wenn ich auf unsere sportliche Führung blicke, sehe ich keine zusammengewürfelte Struktur. Ich sehe Weiden“, so Hügel. Trainer Michael Riester, U23-Coach Josef Rodler, der künftige NLZ-Leiter Florian Schrepel – dazu Marco Lorenz und Chousein Chousein in der sportlichen Leitung. Das seien keine Namen auf einer Liste. Das seien Menschen, die diesen Verein leben. „Diese Nähe spürt man. Jeden Tag im Training. In jeder Entscheidung. Und vielleicht ist genau das unser größter Vorteil in einer Liga, in der oft andere Faktoren dominieren“, so der Sportdirektor.

Jung, hungrig – und erstaunlich stabil

„Wir gehören zu den jüngsten Teams der Liga. Und trotzdem stehen wir da, wo wir stehen“, so der Verantwortliche. Spieler wie Felix Behnke, Moritz Zeitler, Niklas Lang oder Patryk Bytomski würden Verantwortung tragen – und werden das auch weiter tun. Nicht, weil sie müssen. Sondern weil sie es wollen. „Kontinuität ist für uns kein Schlagwort. Sie ist ein Versprechen“, so Hügel zu deren Vertragverlängerung.

Unser größter Trumpf: Geduld

Das Herzstück des Weges schlage im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ). „Spieler wie Lukas Schaller, Moritz Hügel oder Paul Brand sind keine Zufallsprodukte. Sie sind das Ergebnis von Geduld. Sie haben sich ihre Minuten erarbeitet – Schritt für Schritt, ohne Abkürzung. Und genau das ist der Punkt: Es geht nicht nur um Qualität. Es geht darum, Strukturen aufzubauen. Vertrauen zu geben. Entwicklung zuzulassen. Wer bei uns spielt, spielt nicht für den nächsten Vertrag. Sondern für den Verein“, so Hügel.

Der schwierige Teil: Nein sagen

Natürlich würen andere Vereine sehen, was hier entsteht. Gerade im Jugendbereich wird es immer schwieriger, dennSpieler würden gelockt werden – mit Versprechungen, die oft wenig mit Realität zu tun haben. „Ich sage ganz offen: Das gehört zum Geschäft. Aber wir setzen bewusst dagegen. Ein Spieler wie Jakob Höfler zeigt, dass es auch anders geht. Dass man hierbleiben kann. Dass sich Geduld auszahlt.“, unterstrich der Sportdirektor.

Verstärkung mit Augenmaß – und Haltung im Unglück

„Mit Paul Gebhard holen wir einen Spieler, der perfekt in unser Profil passt: jung, ausgebildet auf hohem Niveau, aber geerdet.Gleichzeitig rücken mit Maximilian Sollfrank und Paul Reitzig die nächsten Talente nach“, machte Hügel deutlich. Reitzig hätte nach seinem Kreuzbandriss trotzdem seinen Vertrag bekommen. Das sei für den Verein selbstverständlich gewesen. „So verstehen wir Zusammenhalt. Nicht nur, wenn es gut läuft“. Für die neue Spielzeit wird, wie bereits in der Winterpause vermeldet, Paul Gebhard die Defensive verstärken. Der gebürtige Hirschauer wurde ab der U15 beim Bundesliga-NLZ des SSV Jahn Regensburg ausgebildet und führt den aktuellen Ligakontrahenten Jahn II derzeit als Kapitän aufs Feld. Als 2004er Jahrgang bringt er trotz seines jungen Alters enorme Erfahrung mit und soll gemeinsam mit Torwart Justin Bartl, Adrian Hoti und Kapitän Felix Behnke die zuletzt so stabile Abwehr weiter festigen.

Grammer Solar
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Noch ist nichts geschafft

„Bei aller Euphorie: Wir sind noch nicht durch.Rechnerisch ist noch vieles möglich – auch das, was wir vermeiden wollen. Deshalb bleibt unser Fokus klar. Keine Experimente. Keine Nachlässigkeit“, klare Worte.So würde man die Saison so zu Ende spielen, wie man sie zuletzt geprägt hätten. Mit Intensität, mit Disziplin – und mit dem Mut, Fußball zu spielen. Die Personalplanung bleibt dabei gelassen, da der Stamm bayernligatauglich ist und man punktuell auf dem Transfermarkt reagieren kann.

Was bleibt

„Wenn mich jemand fragt, was unseren Erfolg ausmacht, dann ist die Antwort einfach: „Wir wissen, wer wir sind.Und wir bleiben dabei“, machte Rüdiger Hügel deutlich. Der Klassenerhalt sei greifbar. Aber wichtiger sei: „Der Weidener Weg funktioniert.“