Sylemani rettet Weiden in letzter Minute: SpVgg SV erkämpft 2:2 gegen Neudrossenfeld
Sylemani rettet Weiden in letzter Minute: SpVgg SV erkämpft 2:2 gegen Neudrossenfeld
Jahi Sylemani sichert den Schwarz-Blauen am Freitagabend im Spardabank Stadion einen Punkt – und damit das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage.
Früher Rückschlag, starke Reaktion
Es war ein turbulenter Fußballabend, an dem die SpVgg SV Weiden gegen den TSV Neudrossenfeld viel investieren musste, um am Ende zumindest einen Punkt zu retten. Die Gastgeber starteten unglücklich in die Partie: Bereits in der dritten Minute sprang eine Flanke der Gäste auf den Oberschenkel von Paul Gebhard und davon über den Weidener Torwart ins Netz. Neudrossenfeld führte durch ein Eigentor mit 1:0.
Weiden ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und suchte konsequent den Weg nach vorne. Jahi Sylemani verfehlte das Tor knapp, während auch Moritz Zeitler und Lukas Schaller gute Möglichkeiten hatten. Auf der Gegenseite blieb der TSV mit schnellen Angriffen gefährlich. Torhüter Justin Bartl verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand.
In der 35. Minute belohnten sich die Hausherren schließlich: Nach einer Ecke von Moritz Zeitler landete der Kopfball von Moritz Hügel im Netz – der verdiente 1:1-Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.
Chancen auf beiden Seiten – Linz trifft für den TSV
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung offen. Weiden drängte auf die Führung, ließ aber beste Gelegenheiten liegen. Besonders bitter: Patryk Bytomski scheiterte nach einer Vorlage von Moritz Hügel aus kürzester Distanz am gegnerischen Torhüter. Auch Hügel selbst und Niklas Lang konnten ihre Chancen nicht nutzen.
Stattdessen schlug Neudrossenfeld zu. In der 59. Minute verwertete Jan-Herbert Linz nach einem Freistoß aus kurzer Distanz mittels Kopfball zur erneuten Führung für die Gäste. Weiden musste damit zum zweiten Mal einem Rückstand hinterherlaufen.
In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne. Moritz Zeitler prüfte den TSV-Keeper mit einem sehenswerten Freistoß, der stark pariert wurde. Als die Partie bereits auf die Entscheidung zuzusteuern schien, schlugen die Weidener doch noch zu.
Sylemani sorgt für den umjubelten Schlusspunkt
In der Nachspielzeit landete der Ball nach einer Aktion von Gebhard im Strafraum bei Jahi Sylemani. Der Angreifer setzte sich durch und vollendete aus kurzer Distanz ins linke untere Eck zum 2:2. Der späte Ausgleich ließ die Weidener aufatmen und sicherte ihnen einen Punkt, der angesichts des Spielverlaufs hart erarbeitet war.
Trainer Michael Riester zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Ein wirklich gutes Spiel von uns über die volle Zeit. Absolut verdient, auch wenn glücklich, in der Nachspielzeit zumindest noch das Minimalziel Unentschieden zu holen“.
Er betonte zudem die Moral seiner Elf: „Wir sind zweimal einem frühen unglücklichen Rückstand durch ein Eigentor und in der zweiten Halbzeit durch eine Unachtsamkeit bei einem Standard hinterhergelaufen und haben jedes Mal Charakter gezeigt und uns am Ende belohnt“.
Baumer hadert – Weiden nimmt den Punkt mit
Ganz anders fiel die Bewertung von Gästetrainer Andreas Baumer aus. Er haderte mit der Entstehung des Ausgleichs: „Entweder das letzte Tor wurde durch ein Handspiel eingeleitet, oder man hätte zuvor Einwurf für uns pfeifen müssen.“ Zudem kritisierte er die Chancenverwertung seiner Mannschaft: „Wir hätten in der ersten Halbzeit sehr wohl mit 3:1 führen müssen, aber haben unsere Chancen durch eigenen Egoismus vergeigt.“
Auch Weidens Jahi Sylemani sah noch Luft nach oben: „Wir hätten das Spiel klar gewinnen müssen. Eigentlich sind die durch zwei „Eigentore“ in Führung gegangen. Positiv muss man sehen, wir haben nun fünf Spiele in Folge nicht verloren“.
Mit Blick auf den Abstiegskampf brachte Martin Ruda die Gefühlslage der Gastgeber auf den Punkt: „Wir waren in dieser Partie das klar bessere Team. Wir haben so dumme Tore kassiert. Gottseidank hat unser Jahi den Ausgleichstreffer erzielt. Das ist halt unsere Art des Abstiegskampfes in der Bayernliga“.
So blieb am Freitagabend ein Remis mit zwei Gesichtern: Neudrossenfeld ärgerte sich über den späten Punktverlust, während Weiden dank Kampfgeist und Sylemanis Treffer eine weitere Niederlage verhinderte. Die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen gibt den Schwarz-Blauen im Kampf um den Klassenerhalt zusätzlichen Rückenwind.







