Bärenstarke Blue Devils Weiden legen den Favoriten EV Landshut aufs Kreuz
Bärenstarke Blue Devils Weiden legen den Favoriten EV Landshut aufs Kreuz
DEL 2: Blue Devils Weiden – EV Landshut 3:0 (1:0, 2:0, 0:0)
Einen bärenstarken Auftritt riefen die Blue Devils Weiden am Freitagabend gegen den EV Landshut ab. Offensiv wie defensiv stimmte fast alles und die Blau-Weißen rangen den Favoriten verdient mit 3:0 nieder. Es war das erste Spiel ohne Gegentor in dieser Saison für die bisher schwächste Defensive der Liga.
Widersehen mit Voit und Serikov
Im letzten Heimspiel vor der Länderspielpause am kommenden Wochenende empfingen die Blue Devils Weiden die Mannschaft der Stunde der DEL 2. Durch vier Siege in Folge kämpfte sich der EV Landshut auf den dritten Tabellenplatz nach vorn. Mit Fabian Voit und Finn Serikow kehrten zwei ehemalige Weidener in die Oberpfalz zurück, der Dritte im Bunde, David Elsner, fehlte verletzt. Dennoch standen genügend klangvolle Namen im Aufgebot der Landshuter, während der größte Star mit Trainer Uwe Krupp, einem ehemaligen Stanley-Cup-Sieger in der NHL, an der Bande stand.
Auch bei den Blue Devils gab es Ausfälle zu beklagen. Vladislav Filin, Tommy Muck, Mario Scalzo und Filip Reisnecker fehlten verletzungsbedingt. Im Tor feierte Neuzugang Kristian Hufsky mit einem Shutout ein überragendes Heimdebüt, Georg Thal war wieder per Förderlizenz für die Selber Wölfe im Einsatz. Erfreulich und letztlich mitentscheidend war die Rückkehr von Top-Scorer Brayden Tracey.
Aktive Blue Devils verdienen sich knappe Führung
Vor einer stimmungsvollen Kulisse von 2046 Zuschauern spielten die Blue Devils ein starkes erstes Drittel und setzten in fast jeder Kategorie die ersten Duftmarken. Nach wenigen Sekunden verteilte Dominic Bohac einen sehenswerten und fairen Check und auch die erste Großchance war dem Heimteam zuzuschreiben. Alex-Olivier Voyer wurde nach drei Minuten schön freigespielt, scheiterte aber an Gästegoalie Philipp Dietl.
In einem schnellen Spiel durften die Blue Devils dann auch erstmals im Powerplay ran und schlugen eiskalt zu. Vom Bully weg setzte sich Maxim Golod in Szene und schob nach nur drei Sekunden Überzahl zur Führung ein (8.). Es war der Premierentreffer für den Neuzugang. Danach warteten viele auf eine überlegene und pucksichere Gästemannschaft. Nur in Überzahl schnürte der EVL die Schlinge enger um das Tor von Kristian Hufsky. Weiden schaffte es danach, das Spiel durch gutes Forechecking und geradlinige Spielweise wild und schnell zu halten. So hatten beide Teams, auch dank individueller Fehler, gute Chancen auf ein Tor. Starke Torhüterleistungen verhinderten aber weitere Treffer vor der ersten Pause.
Voyer und Tracey krönen starkes zweites Drittel
Nach der Pause legten die Blue Devils nach und vor allem los wie die Feuerwehr. Nicht einmal eine Minute war gespielt, als Alex-Olivier Voyer einen Abpraller zum 2:0 über die Linie schob (21.). Vorher hatte sich Benedikt Jiranek sehenswert an der blauen Linie durchgesetzt. Weiden übernahm jetzt klar die Kontrolle und hätte durch Brayden Tracey, Jordan Knackstedt oder Luis Marusch sogar nochmals nachlegen können.
Es war in der Summe eine starke Mannschaftsleistung der Blue Devils an diesem Abend, die in der Offensive immer wieder Ideen entwickelten und in der Defensive enorm viel arbeiteten. Zudem strahlte Hufsky in brenzligen Situationen die nötige Ruhe aus. Bei einem Tanz der Scheibe auf der Linie, kam dann in der ein oder anderen Situation noch das Quäntchen Spielglück dazu.
Unfairer Check von Zikmund
In der Endphase des Drittels durften sich die Weidener nochmals im Powerplay versuchen. Nach einer guten Druckphase war die Zeit fast abgelaufen, dann nahm sich Goldhelm Tracey ein Herz und schlenzte die Scheibe mit Unterstützung des Schlägers eines Landshuter Verteidigers zum 3:0 in die Maschen (35.).
Unrühmlicher Schlusspunkt des Drittels war ein unfairer Check gegen den Kopf von Ladislav Zikmund gegen Maximilian Brunner. Dafür bekam der Landshuter eine verdiente 5+Spieldauerstrafe aufgebrummt. Brunner konnte, anders wie Niklas Postel, der im ersten Drittel verletzt ausscheiden musste, glücklicherweise weiterspielen.
Kristan Hufsky Turm in der Schlacht
Im letzten Drittel zogen die Gäste merklich das Tempo an. Allerdings stoppten zu viele eigene Stockfehler und Unkonzentriertheiten immer wieder kleinere Druckphasen. Ging es dann doch einmal mit Zug nach vorne, stand der Mann des Abends Kristian Hufsky im Weg, der sich seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel im Trikot der Blue Devils genauso wie den Shutout verdiente. Zudem warfen sich seine Vorderleute immer wieder leidenschaftlich in die Schüsse, weswegen im letzten Drittel keine Tore mehr fielen und der Weidener Sieg feststand. „Es war ein großer Sieg und hat viel Spaß gemacht „, fasste Hufsky nach dem Spiel zusammen.
Sonntag in Memmingen
Es war ein starker und wichtiger Sieg der Blue Devils Weiden, weil auch sämtliche Kontrahenten in der hinteren Tabellenregion Siege feiern konnten. Am Sonntag steht dann das erste Rückspiel dieser Saison an, wenn die Reise ins Allgäu zu den Memmingen Indians geht.




