TSV Pressath: Kompaktpaket für den Klassenerhalt
TSV Pressath: Kompaktpaket für den Klassenerhalt
Beim Kreisklassenvertreter TSV Pressath hatte man sich den Verlauf der Saison 2025/26 ursprünglich ganz anders vorgestellt. Mit Markus Berft war man ambitioniert in die neue Runde gestartet, das klare Ziel lautete: frühzeitig Punkte sammeln und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Doch diese Planung hielt nicht lange. Bereits Ende August endete die Ära Berft abrupt. Kurzfristig übernahm Sportlicher Leiter Markus Zibell das Traineramt, doch auch in dieser Übergangsphase blieben die erhofften Erfolge aus.
Nach rund vier Wochen wurde Tobias Forster als neuer Coach vorgestellt. Trotz aller Bemühungen stellte sich auch unter seiner Leitung keine sportliche Wende ein. So überwinterte der TSV Pressath schließlich auf dem 11. Tabellenplatz, punktgleich mit den beiden Relegationsrängen, die aktuell von den Kreisliga-Reserven aus Königstein und Auerbach belegt werden.
Neue Trainer mit klaren Zielsetzungen
Wie der Verein selbst mitteilte, war die Zusammenarbeit mit Forster von Beginn an nur bis zur Winterpause angedacht. In dieser Phase brachte Zibell schließlich einen neuen Namen ins Spiel: Daniel Käß. „Mit dem Vorschlag habe ich unserem Vorsitzenden Josef Sirtl wohl eine schlaflose Nacht bereitet“, sagte Zibell schmunzelnd. Für ihn sei Käß jedoch genau der Trainer, den der TSV in der aktuellen Situation brauche. Nach intensiven Gesprächen wurde man sich mit dem ehemaligen Trainer des Nachbarvereins aus Trabitz schnell einig.
Daniel Käß hatte dort über viele Jahre als Spieler und Trainer gearbeitet, sich jedoch nach der Vorrunde bewusst eine Auszeit genommen. „Ich war vier Jahre in Trabitz, habe viel aufgebaut und brauchte danach etwas Zeit für mich“, erklärt der 38-Jährige. „Im Winter war ich aber wieder offen für neue Aufgaben – so kam im Dezember der Kontakt zustande.“ Vorstellungen, Philosophie und Zielsetzung passten rasch zusammen. „Am Ende war es eine einfache Sache“, so Käß rückblickend.
Allen Beteiligten ist klar, dass der Klassenerhalt oberste Priorität hat. Darüber hinaus möchte Käß dem TSV eine nachhaltige Spielidee vermitteln. Gleichzeitig weiß er um die besondere Situation: „Dritter Trainer in einer Saison ist nicht alltäglich. Wichtig ist mir, dass die Spieler wieder Spaß am Fußball bekommen – dann wird sich das auch in der Tabelle widerspiegeln.“ Käß unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27.
Drei „Neue“ zum Trainingsauftakt
Zum Trainingsauftakt nach der Winterpause präsentierte sich der TSV Pressath zudem personell verstärkt. Drei Neuzugänge standen erstmals auf dem Platz – allesamt Spieler, die Käß bereits aus seiner Zeit in Trabitz kennt. Matthias Braun kehrte nach nur einem halben Jahr zurück nach Pressath und soll im Sturm wieder für wichtige Tore sorgen. „Der TSV liegt mir am Herzen. Mit dem neuen Trainer und einer Mannschaft, die ich kenne, wollte ich im Abstiegskampf helfen“, so der 26-Jährige.
Ebenfalls zurück ist Samuel Hauer, der zur Saison 2024/25 von Pressath nach Trabitz gewechselt war. Ausschlaggebend für seine Rückkehr war nicht nur der neue Trainer, sondern auch die Verbundenheit zur Mannschaft. „Ich will wieder auf dem Platz stehen und dem TSV helfen – ich habe einfach richtig Bock zu spielen.“
Komplett neu im Kader ist Timo Fenzl, ein defensivstarker Spieler, der bereits zuvor mit Käß zusammengearbeitet hatte. Der 22-Jährige feierte mit seinem bisherigen Verein Aufstiege bis in die Kreisliga, sieht in Pressath nun aber die Chance auf einen Neuanfang: „Mit dem Trainer und der Mannschaft etwas aufzubauen – das ist mein Ziel.“
TSV-Verantwortliche sind sehr zuversichtlich
Vorsitzender Josef Sirtl zeigt sich optimistisch: „Ich freue mich besonders über die beiden Rückkehrer. Ich weiß, was wir an ihnen haben. Das Gesamtpaket passt – und wenn der Funke auf die Mannschaft überspringt, kommen wir da unten schnell raus.“
Beim TSV Pressath blickt man nun nach vorne. Die Verantwortlichen hoffen, mit neuer sportlicher Führung und frischem Schwung möglichst bald wieder in ruhigere Fahrwasser zu gelangen. Oder wie es Käß formuliert: „Wir schreiben 2026 – und beginnen unsere Geschichte neu, auch schon in dieser Saison.“




