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Kein kleines Wunder in Etzenricht - Niederlage gegen Wenzenbach besiegelt Bezirksliga

Etzenricht. Das kleine Wunder blieb diesmal aus: Nach der zweiten Niederlage in der Relegation gegen Wenzenbach steht der Abstieg des SV Etzenricht fest. Nach ihrem 14. Jahr in der Landesliga müssen die Oberpfälzer den Gang zurück in die Bezirksliga Nord antreten, während Wenzenbach erstmals den Sprung in die Landesliga Mitte schafft.

Etzenricht. Das kleine Wunder blieb diesmal aus: Nach der zweiten Niederlage in der Relegation gegen Wenzenbach steht der Abstieg des SV Etzenricht fest. Nach ihrem 14. Jahr in der Landesliga müssen die Oberpfälzer den Gang zurück in die Bezirksliga Nord antreten, während Wenzenbach erstmals den Sprung in die Landesliga Mitte schafft.
Martin Pasieka. Foto: Rudi Walberer

Kein kleines Wunder in Etzenricht - Niederlage gegen Wenzenbach besiegelt Bezirksliga

Trotz des bitteren Endes verabschiedeten die Fans ihre Mannschaft sowie die scheidenden Spieler Pasieka, Scheler und Sperlich mit langanhaltendem Applaus. Trainer Andy Wendl lobte die Moral seiner Truppe, die sich nach dem Aufstieg auch in der abgelaufenen Saison teuer verkaufte.

Der SV Etzenricht unterlag am Samstagnachmittag im alles entscheidenden 38. Pflichtspiel – alleine 390 Minuten entfielen als Dreingabe auf die vier Relegationsspiele – dem SV Wenzenbach klar mit 0:3. Es war die zweite Niederlage innerhalb von nur vier Tagen, und dieses eindeutige Ergebnis nach dem 0:2 im Hinspiel gegen den Vizemeister der Bezirksliga Süd besiegelte die Rückkehr des SVE in die Bezirksligastaffel Nord. Wenzenbach startet erstmals in der Landesliga Mitte.

Doppelschlag vor der Pause beendet Etzenrichter Aufholjagd

Die gastgebende Wendl-Elf fädelte vielversprechend in die Partie ein und kreierte in der Anfangsphase durchaus gute Chancen. Vor weit mehr als 500 Fußballfans – ein aufziehendes Gewitter unmittelbar vor dem Anpfiff verhinderte womöglich mehr Zuschauer aus der Region – übernahmen die Gäste aus dem Regensburger Nordosten zunehmend die Initiative. Die Führung deutete sich an, und Gabriel Novakovic war der dankbare Abnehmer eines Eckballs von rechts. Wuchtig, in Form eines Aufsetzers, köpfte der Neuner des SVW aus seiner Position am zweiten Pfosten freistehend den Ball ins Netz. Zuvor schwächte das verletzungsbedingte Ausscheiden von Jannik Herrmann die Defensive der Platzherren in diesem sehr fair geführten Duell.

Und es kam noch dicker für die Heimelf: Wenzenbach setzte nach, wollte mehr. Mit einem schnell inszenierten Angriff über den rechten Flügel umkurvte Nico Sturm SVE-Schlussmann Dominik Pautsch, legte quer, und für Stephan Sturm war es leicht, das Spielgerät in der Mitte über die Linie zu drücken. Das 2:0 verlieh dem Team mit einer konsequenten Deckungsarbeit das Selbstbewusstsein, auch den zweiten Abschnitt zu beherrschen. Im Nachsetzen gelang dem wendigen Nico Sturm der dritte Torerfolg nach rund einer Stunde Spielzeit. Wie schon im ausgeglichenen Hinspiel gelang dem SVE erneut kein Treffer gegen starke Wenzenbacher.

Trainer Wendl lobt Moral und Zusammenhalt

„Die Situation war vor der Saison klar, dass es schwierig werden würde und wir gegen den Abstieg spielen würden“, lautete die Analyse von Spielertrainer Andy Wendl am Ende einer langen und kraftraubenden, mit zuletzt vielen Verletzten belasteten und damit auch erschwerten Saison. Ganz bewusst hatte die Vereinsführung um Sportchef Manfred Herrmann vor der Serie auf womöglich teure Neuzugänge verzichtet und auf die Dynamik sowie den Zusammenhalt der Aufsteiger vertraut.

Analog zur Vereinspolitik äußerte sich auch Wendl und sagte: „Die Mannschaft hat die ganze Saison über zusammengestanden und gekämpft. Das nehmen wir mit in das kommende Spieljahr mit vielen Derbys.“ Zum Statement gehörte auch die neidlose Anerkennung der Qualität und der Effektivität des Landesliganeulings aus Wenzenbach. Zum Spielverlauf selbst sagte der Trainer: „Wir sind frisch und gut reingekommen, hätten durchaus in Führung gehen können. Stattdessen haben wir das Gegentor bekommen. Dies war wie schon im Hinspiel der Unterschied gegenüber Wenzenbach.“

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Emotionale Verabschiedungen beim SVE

Emotionale Szenen folgten nach dem Match. Zahlreiche Fans feierten die Mannschaft auch nach dem Abstieg aus der 14. Landesligasaison und die drei ausscheidenden Spieler aus der Stammformation. Martin Pasieka beendete aus familiären Gründen seine aktive Zeit in Etzenricht. Er stürmt künftig für die Mannschaft in seinem Wohnort Kemnath. Sieben Jahre lang zählte Noah Scheler zu den tragenden Säulen im Team. Er sucht eine neue Herausforderung beim Landesligisten Schwandorf-Ettmannsdorf. Auf drei Jahre und 50 Einsätze kann Nick Sperlich zurückblicken, feierte nach einer langen Leidenszeit nach einem Kreuzbandriss zuletzt wieder ein Comeback und kehrt zu seinem Heimatverein und Landesligaaufsteiger FC Amberg zurück. Mit Beifall und anerkennenden Worten von Manfred Herrmann und Andy Wendl erhielt das Trio Erinnerungsgeschenke.

Verlässt den SV Etzenricht: Noah Scheler. Archivfoto: Rudi Walberer
Nick Sperlich in Aktion. Foto: Rudi Walberer

Das vierte Relegationsspiel:

Tore: 0:1 (36. Minute) Gabriel Novakovic, 0:2 (38.) Stephan Sturm, 0:3 (59.) Nico Sturm

SV Etzenricht: Pautsch – Koppmann (63. Danzer), Wendl, Tom Griesbeck (58. Neumeier), Max Herrmann, Schreml, Jannik Herrmann (28. Scheler), Bock, Mirko Griesbeck, Sperlich (80. Sebastian Ermer), Pasieka (86. Riebel)

SV Wenzenbach: GlötzlFlorian Pegoretti, Andreas Pegoretti, Pyka (71. Lopes), Meyer, Berisha (65. Amann), Beck, Nico Sturm (71. Meindl), Novakovic (76. Frey), Stephan Sturm, Freitag (86. Meyer)

SR: Johannes Hamper

Zuschauer: 527

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