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Last-Minute-Elfmeter bringt Etzenricht Remis gegen Schwandorf-Ettmannsdorf

Etzenricht. Dramatisches Oberpfalzderby: Etzenricht trotzt dem Favoriten Schwandorf-Ettmannsdorf nach zwei Elfmetern in der Nachspielzeit ein Remis ab. Scheler trifft spät, nachdem Schwandorf vorgelegt hatte.

Etzenricht. Dramatisches Oberpfalzderby: Etzenricht trotzt dem Favoriten Schwandorf-Ettmannsdorf nach zwei Elfmetern in der Nachspielzeit ein Remis ab. Scheler trifft spät, nachdem Schwandorf vorgelegt hatte.
Jubel in der Nachspielzeit, der SV Etzenricht drehte das Spiel noch unmittelbar vor dem Schlusspfiff per Elfmeter, den Noah Scheler verandelt hatte. Zuvor, auch nach Ende der regulären Spielzeit, hatte Thomas Stowasser für den Favoriten auch per Strafstoß das 1:0 vorgelegt. Foto: Rudi Walberer

Last-Minute-Elfmeter bringt Etzenricht Remis gegen Schwandorf-Ettmannsdorf

Tore: 0:1 (90+2/FE) Thomas Stowasser, 1:1 (90+7) Noah Scheler

SV Etzenricht: Pautsch, Koppmann, Strehl, Wexlberger, S. Herrmann, Scheler, Schreml, Janker, Sperlich, Griesbeck (87. Neumeier), Pasieka

SV Schwandorf-Ettmannsdorf: Hesl, Bauer (78. Wilfing), Dirnberger, Müller, Sabadus, Grünauer, Richthammer, Rothut, Schmidt (90. Götz), Sodji (78. Kasem), Stowasser (90. Fischer)

SR: Johannes Hamper (VfR Katschenreuth)

Zuschauer: 150

Mehr Dramatik geht nicht: Ausgleich in der Nachspielzeit

Mehr Dramatik geht nicht in der Nachspielzeit, bei frühzeitigem Verlassen des Siegfried-Merkel-Platzes hätte man den überraschenden Ausgang und die beiden Tore des Oberpfalzderbys verpasst. Der Favorit aus Schwandorf-Ettmannsdorf legte das 0:1 (90+2) vor, und der um den Klassenerhalt kämpfende SV Etzenricht glich fünf Minuten später ebenfalls mit einem Strafstoß aus. Pikante Note: Ausgerechnet Noah Scheler, der sich für einen Wechsel nach Schwandorf entschieden hat, vollstreckte sicher.

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Schiedsrichterleistung und Spielverlauf

„Kompliment an Etzenricht, die haben alles reingeworfen, was sie hatten“, bilanzierte Gästetrainer Christian Most nach dem Schlusspfiff vom bayernligaerprobten Unparteiischen Johannes Hamper. Der Referee leitete die Partie absolut souverän, die beiden Entscheidungen in der finalen Spielzeit fanden allerdings nicht die Zustimmung der Trainer und des Publikums. Am Ende stand das 1:1 als eine Art Kompromiss auf der Anzeigentafel. Die Partie war weit sehenswerter als das vorangegangene Heimspiel des SVE gegen Roding. Ettmannsdorf spielte vor allem nach der Pause den gepflegteren Fußball, kombinierte aus dem Mittelfeld und erhöhte den Druck in Richtung Etzenrichter.

Torwart pariert Elfmeter, Abwehr steht sicher

In diesem lieferte Keeper Dominik Pautsch eine fehlerlose Partie, vereitelte über die komplette Spielzeit die wenigen guten Einschussmöglichkeiten für Stowasser & Co. Selbst den gar nicht schlecht ausgeführten Elfer von Thomas Stowasser parierte der Schlussmann, der Schütze benötigte einen Nachschuss für den Führungstreffer. Die spielerische Überlegenheit quittierte die Wendl-Truppe mit Kampfgeist und nicht nachlassender Konzentration. Die Abwehr wurde von Bastian Strehl bestens organisiert, auch die Offensivspieler arbeiteten ständig und mannschaftsdienlich nach hinten. Die gefährlicheren Situationen hatten die Gastgeber vor dem Wechsel.

Johannes Janker (8.) stürmte nach einem Fehlpass im Mittelfeld allein in Richtung Wolfgang Hesl, fand im Routinier aber seinen Meister, wie wenige Minuten später Mirko Griesbeck. Mit betont ruhigem Spielaufbau diktierte die Gästeelf gegen die tief stehende Wendl-Elf zunehmend den Spielverlauf und kombinierte bis in den Strafraum gefällig. Chancen sprangen auch heraus, waren aber nicht zwingend genug.

Stimmen zum Spiel

Etzenrichts verletzter Spielertrainer Andy Wendl lobte vor allem Teil eins seines Teams: „Die erste Halbzeit haben wir wirklich gut gespielt, haben genau das umgesetzt, was wir wollten und was wir besprochen hatten. Die Präsenz hat gepasst, wir führten gute Zweikämpfe, haben Chancen herausgearbeitet, in einzelnen brenzlichen Situationen nichts zugelassen. In der zweiten Hälfte sah ich viel Ungenauigkeit, wir schufen wenig Entlastung und Ettmannsdorf hat komplett das Spiel übernommen und uns zunehmend eingeschnürt. Es wäre dennoch bitter gewesen, wenn wir wegen des Elfers das Spiel verloren hätten.“

Christian Most nahm die Punkteteilung relativ gelassen und blickte auf den nächsten Termin. Sein Statement: „Die zwei Elfmeter waren jetzt nicht unbedingt klar, unserer war vielleicht eine 50/50-Entscheidung, der Elfer gegen uns war eigentlich gar nichts. Aber wir müssen uns selbst an der Nase packen, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. In der Rückrunde tun wir uns schwer, die Leichtigkeit nach vorne fehlt uns einfach aktuell. Wir arbeiten weiter hart und werden versuchen, gegen Bad Abbach nächste Woche endlich wieder drei Punkte einzufahren.“