SpVgg SV Weiden vor Restart: Ergebnisse ernüchternd, Erkenntnisse wertvoll
SpVgg SV Weiden vor Restart: Ergebnisse ernüchternd, Erkenntnisse wertvoll
Trotz vier Niederlagen und einem Sieg gegen den Bezirksligisten SV Mitterteich mit 3:0 (Jahi Sylemani, Moritz Hügel und Patryk Bytomski) in den Testspielen zieht Trainer Michael Riester kein vorschnell negatives Fazit – vielmehr sieht er wichtige Lernprozesse angestoßen.
Testspiele als Spiegel der Schwächen
Die Vorbereitung begann mit einer knappen 0:1-Niederlage gegen die U19 des SSV Jahn Regensburg, ehe es in einem torreichen Spiel ein 4:5 gegen den Landesligisten SV Schwandorf-Ettmannsdorf setzte. Trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd und Treffern von Josef Rodler, Patryk Bytomski (2) und Christoph Fenninger blieb am Ende erneut nur die Erkenntnis, defensiv zu anfällig gewesen zu sein.
Heimniederlage gegen FC Ingolstadt II
Deutlich wurde dies auch bei der 2:5-Heimniederlage gegen den Bayernligisten FC 04 Ingolstadt II. Zwar trafen Niklas Lang und Jahi Sylemani für Weiden, doch insgesamt war der Auftritt aus Sicht des Trainers zu passiv. „In Summe zu wenig“, bilanzierte Riester offen. „Du bekommst hinten zu einfache Tore. Gegen eine sehr spielstarke Ingolstädter Truppe hast du vor allem auf Kunstrasen keine Chance, wenn du nicht die nötige Lauf- und Zweikampfquote an den Tag legst.“ Erschwerend kam hinzu, dass der Kader phasenweise ausgedünnt war. „Wir waren arbeitsbedingt und durch leichte Blessuren nur 13 Mann. Jetzt lichtet sich der Kader wieder – Moritz Hügel, Paul Brand, Adrian Hoti und Neuzugang Damion Perrin (FC Schlicht) stoßen wieder dazu“.
Mutmacher gegen starken Gegner aus Tschechien
Einen positiven Schlusspunkt setzte trotz 0:1-Niederlage der letzte Test gegen den tschechischen Drittligisten FC Viktoria Pilsen B am Valentinstag. Bereits im Vorfeld hatte Riester auf die Bedeutung dieses Vergleichs hingewiesen:
„Welches Niveau auf uns wartet, werden wir erst beim Spiel sehen. Klar ist aber, dass sie die Fehler ausnutzen werden, die wir zuletzt gemacht haben. Genau da gilt es für uns anzusetzen – dafür sind Testspiele da.“
Knappes Ergebnis macht zuversichtlich
Und genau das tat Weiden. Trotz des knappen Ergebnisses zeigte sich der Trainer zufrieden:
„Gutes Spiel von uns gegen einen richtig starken Gegner. Gegen den Drittplatzierten der dritten tschechischen Liga so dagegenzuhalten und sich selbst gute Möglichkeiten zu erspielen, macht Mut für die anstehende Restrunde.“ Einziger Wermutstropfen blieb die Verletzung von Adrian Hoti, während Stefan Pühler nach Kreuzbandriss sein Comeback feierte – ein zusätzlicher Hoffnungsschimmer für den Restart.“Das hat die Mannschaft sehr motiviert“, so Riester.
Einige Wechsel innerhalb des Teams
Den Verein verlassen hat Daniel Krilicka, der sich wieder Banik Sokolov angeschlossen hat. Ebenso muss auf Martin Lummer verzichtet werden, der arbeitsbedingt pausiert. Neu im Tor ist Justin Bartl der beim SSV Jahn Regensburg spielte, er ersetzt Eldin Becic der operiert werden musste. Wieder zurück ist auch Josef Rodler. Er ist wieder in den Bayernligakader zurückgekehrt.
Laufbereitschaft und Zweikampfstärke entscheiden in Neumarkt
Für das Nachholspiel am 21. Februar beim ASV Neumarkt um 14 Uhr wird entscheidend sein, ob Weiden die Lehren aus der Vorbereitung schnell in Punkte ummünzen kann. Die Ansätze im Spiel nach vorne stimmen, doch vor allem Defensivverhalten, Laufbereitschaft und Zweikampfhärte werden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Gelingt es der SpVgg, die gegen Pilsen gezeigte Stabilität und Kompaktheit über 90 Minuten auf den Platz zu bringen, ist in Neumarkt durchaus etwas möglich. Die Vorbereitung hat Schwächen offengelegt – aber auch gezeigt, dass die Mannschaft weiß, wo sie ansetzen muss.







