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MSR Bertelshofer
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SSV Jahn Regensburg freut sich gegen den FC Ingolstadt auf 12.000 Fans

Regensburg. Nach zuletzt überzeugenden Auftritten will die Jahnelf den Aufschwung weiter fortsetzen. Trainer Mersad Selimbegovic freut sich vor der Partie gegen den Tabellenletzten aus Ingolstadt auf die Rückkehr der aktiven Fanszene.

SSV Jahn Regensburg freut sich gegen den FC Ingolstadt auf 12.000 Fans

„Der SSV Jahn ist kerngesund“, gab Philipp Hausner, kaufmännischer Geschäftsführer der SSV Jahn KG bekannt, „bislang mit positiven Ergebnissen durch die Pandemie gekommen und zukunftsfähig. Bei alledem dürfen wir nicht vergessen, dass uns weiterhin die Pandemie und neuerdings der Ukraine-Krieg als Stress-Faktoren begleiten und möglichweise wieder vor unerwartete Herausforderungen stellt.“ In der Saison 2021/22 ist nach aktuellem Stand erneut ein Umsatz von über 20 Millionen Euro geplant. Bild: SSV Jahn

Am Samstag erwarten die Regensburger den Tabellenletzten aus Ingolstadt daheim im Jahnstadion. Mit dabei: mindestens 12.000 Zuschauer, die das erste Mal wieder komplett ohne Zulassungsbeschränkungen den Spielort betreten können. Heißt: Die aktive Fanszene kehrt auf die Ränge zurück.

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic erhofft sich dadurch wieder mehr Stimmung im Stadion. „Ein entscheidender Faktor“, der die Jahnelf auf den Platz hoffentlich beflügeln wird. Bestenfalls soll der 3:0 Erfolg aus dem Hinspiel wiederholt werden.

Ominöse 40-Punkte-Marke

Gegen den Audi-Club aus Ingolstadt will Selimbegovic aber keine große Derby-Rivalität herbeireden. Trotz der lokalen Nähe sieht er „keine Besonderheiten“ beim anstehenden Spiel, ganz zu schweigen von dem von Ingolstadt ausgerufenen „Donau-Derby“. Aus einem anderen Grund hat die Partie dennoch herausstechende Wichtigkeit für den Coach. Sollte die ominöse 40-Punkte-Marke am Samstag gerissen werden, bedeutet das erhöhte Planungssicherheit für die kommende Saison.

Bei einem Blick auf die auslaufenden Kontrakte erschließt sich die Brisanz. Unter anderem laufen die Verträge von Max Besuschkow, Jan Elvedi und Torwart Alexander Meyer aus. Außerdem enden die Leihen von Jan-Niklas Beste, Sarpreet Singh, Carlo Boukhalfa und David Otto. Ein frühzeitiger Klassenerhalt wäre ein gewichtiger Pluspunkt bei Vertragsverhandlungen.

Mutiger Auftritt in Hannover

Ein Blick auf die Geschehnisse der vergangenen Woche gibt den Verantwortlichen beim SSV einen guten Grund, auf einen Heimsieg zu hoffen. Mit etwas verändertem System, inklusive Doppelspitze, und ohne Kapitän Benedikt Gimber ging man in das Duell gegen Hannover 96. Verdienter Lohn war die 1:0 Führung durch Andreas Albers, der allerdings von der diskutablen Roten Karte gegen Carlo Boukhalfa kurz darauf überschattet wurde. Die Folge: 1:1 zur Pause. Die Jahnelf steckte aber nicht auf und die Niedersachsen hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie gegen dezimierte Jahn-Kicker noch verloren hätten.

Der Punktgewinn beim 1:1 in der HDI-Arena war abermals auf die defensive Stabilität des SSV zurückzuführen. Auch Keeper Alexander Meyer zeigte bei einer bravourösen Parade sein Können. Ein Grund mehr, warum Sportdirektor Roger Stilz wahrscheinlich lieber heute als morgen mit dem starken Rückhalt verlängern würde. Wo’s noch hapert: die Genauigkeit beim letzten Pass bleibt ein Manko. Kann dies behoben werden, steht einer erfolgreichen Spielgestaltung gegen Ingolstadt nichts im Weg.

Witron Zoiglbrotzeit
Witron Zoiglbrotzeit

Mutig und clever, nicht mutig und naiv“

Trotz der scheinbar klar verteilten Rollen im anstehenden Spiel, will Selimbegovic die Favoritenrolle nicht annehmen. Der Coach erwartet vermehrt Ballbesitz für seine Schützlinge und Ingolstädter Schanzer, die auf ihre Chancen für schnelle Konter lauern werden. So fordert er mutiges und cleveres Vorgehen seiner Mannschaft, die auf ihre Möglichkeiten warten und nicht in Ungeduld verfallen soll – immer aus einer stabilen Defensive heraus.

Die Gäste aus der Audi-Stadt kommen mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck angereist. Vergangenen Freitag gelang ein 3:2 in einem furiosen Spiel gegen Erzgebirge Aue. Trotzdem dürften die Ingolstädter aufgrund der Tabellensituation nicht mit den allergrößten Selbstbewusstsein anreisen. Verunsicherte Defensivspieler können somit schnell zum Opfer der Pressing-Maschinerie des Jahns rund um Jan-Niklas Beste werden. So gilt es die Form der letzten Spiele zu bestätigen und die Anweisungen des Trainers umsetzen. Dann dürfen sich die Jahn-Fans Hoffnungen auf einen Heim-Dreier machen.

Kapitän Gimber wieder an Bord

Das Jahn-Lazarett ist so gut wie leer, trotzdem muss auf zwei Spieler verzichtet werden. Carlo Boukhalfa muss seine Rotsperre absitzen und Erik Wekesser ist Gelb gesperrt. Dafür hat Kapitän Benedikt Gimber seine Sperre abgesessen. Er dürfte sein Team am Freitag wieder wie gewohnt auf das Spielfeld führen. Ansonsten sind keine Ausfälle zu erwarten.

Auf Seiten der Ingolstädter sind keine besonderen Personalien zu vermelden. Den Schanzern dürfte in etwa die gleiche Elf wie gegen Aue zur Verfügung stehen.