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Bergamt verlängert Tonabbau am Barbaraberg in Speinshart bis 2029

Speinshart. Der Tonabbau am Barbaraberg ist bis 31. Dezember 2029 genehmigt, zugleich prüft die Gemeinde tiefere Förderung und spätere Rekultivierung. Ratsinfos zu Wärmeplanung, Kita und Wohnbau, mit närrischem Krawattenklau.

Speinshart. Der Tonabbau am Barbaraberg ist bis 31. Dezember 2029 genehmigt, zugleich prüft die Gemeinde tiefere Förderung und spätere Rekultivierung. Ratsinfos zu Wärmeplanung, Kita und Wohnbau, mit närrischem Krawattenklau.
Die Tongrube am Barbaraberg im Eigentum der Gemeinde Speinshart ist für die Kommune ein Schatz mit Fragezeichen. Das Bergamt verlängerte nun die Abbaugenehmigung bis 31. Dezember 2029. Foto: Robert Dotzauer

Bergamt verlängert Tonabbau am Barbaraberg in Speinshart bis 2029

Bergbaurechtlich segnet das staatliche Bergamt Nordbayern die Entnahme von Tonerde aus dem „heiligen Berg“ der Speinsharter bis Ende 2029 ab.

Der Barbaraberg zählt zu den Kraftorten im nördlichen Oberpfälzer Wald. Oft auch als „heiliger Berg der Speinsharter“ bezeichnet, zieht das Areal seit Jahrhunderten die Menschen in den Bann. Der Blick reicht weit in das Land und lässt die Schönheit der barocken Kulturlandschaft um das Kloster Speinshart und die Mächtigkeit der Vulkanlandschaft um den Rauhen Kulm erkennen. Stets die Ruine der ehemaligen Wallfahrtskirche im Blick, pilgern Menschen zur heiligen Barbara den Berg hinauf, ohne sich über die geologischen Strukturen Gedanken zu machen. Im Berg schlummern Schätze, die die Gemeinde längst nutzt.

Am Fuß des imposanten Höhenzuges lagert Tonerde in hoher Qualität. Abbauwürdig und für die Kommune seit Jahrzehnten ein Verkaufsschlager, gehören die Gewinne aus dem Tonabbau allerdings zu den eher bescheidenen kommunalen Einnahmequellen. Dass diese ausbaufähig sind, elektrisiert den Gemeinderat. Bürgermeister Albert Nickl unterrichtete in der Ratsversammlung von Untersuchungen über das Pro und Contra zur Erschließung weiterer Abbauflächen. Davon unabhängig ist die Verlängerung der bergbaurechtlichen Betriebsgenehmigung für den weiteren Tonabbau. Der Bürgermeister informierte über eine Entnahmegenehmigung bis 31. Dezember 2029.

Wirtschaftliche Überlegungen und Rekultivierung

Eine gute Nachricht, verbunden mit einem „Wenn und Aber“ des Bürgermeisters. „Bei einem Festhalten am Tontagebau müsste die Gewinnung von Tonerde weiter in die Tiefe gehen“, analysierte der Sitzungsleiter. Deshalb beinhaltet die derzeitige Prüfung der Mächtigkeit abbaufähiger Tonschichten auch wirtschaftliche Überlegungen. Vorsorglich richtete der Bürgermeister den Blick auch auf die Endlichkeit der Tonförderung. Damit verbunden ist eine nachfolgende Verfüllung der Abbauflächen und die Rekultivierung des Geländes.

Wärmeplanung und Kita

Zwischennachrichten verkündete der Bürgermeister zur kommunalen Wärmeplanung und zu den Restarbeiten im Rahmen der Kita-Sanierung. Albert Nickl berichtete vom Beginn der Verputzarbeiten und der Ertüchtigung der Heizanlage in der Tagesstätte. Die Einweihungsfeier mit einem Tag der offenen Tür terminierte der Gemeindechef wegen verschiedener anderer Sommerveranstaltungen auf den 20. September. Bezugnehmend auf Besprechungen mit den an der kommunalen Wärmenetzplanung beteiligten Akteuren kündigte der Bürgermeister eine Überarbeitung des Versorgungskonzepts und dessen Vorstellung für die nächste Gemeinderatssitzung an.

Altdeponie kostenverdächtig

Zudem gab es in der Ratssitzung Neuigkeiten zur Sanierung der gemeindlichen Altdeponie. Dabei handelt es sich um ein Areal im Zufahrtsbereich zur Bauschuttdeponie. Der Bürgermeister berichtete über orientierende Erhebungen des Landratsamtes und über die Notwendigkeit einer verpflichtenden Detailuntersuchung. Die Gemeinde habe deshalb einen Förderantrag bei der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAP) eingereicht. Mit Personalnachrichten aus dem Kindergarten beendete Albert Nickl den Informationsteil.

Zoigltermine
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Neubauprojekte im Baugebiet Krummacker III

Erfreulichen Wohnraumzuwachs erhoffen sich Bürgermeister und Rat von zwei Bauanträgen. Im neuen Baugebiet Krummacker III planen ein Investor aus Tremmersdorf und ein Bauträger aus Luhe-Wildenau an der Kreisstraße die Errichtung von Mehrfamilienwohnhäusern. Das Gremium erteilte den Planungen für ein Wohngebäude mit sechs Wohnungen und einem Neubau mit acht Wohneinheiten einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Mit viel Lob endete der öffentliche Teil der Sitzung. Holger Götz begrüßte die zeitnahen Informationen des Gremiums mit der Einführung des neuen Ratsinformationssystems (RIS), das zu einer bemerkenswerten Effizienzsteigerung der kommunalen Arbeit beiträgt. Christian Höllerl berichtete über wohlwollende Stammtischgespräche zum Thema Winterdienst und dankte für die zuverlässigen Einsätze des Gemeindebauhofes.

Am Altweiberdonnerstag gewann in der Gemeinderatssitzung für einige Minuten die Narretei die Oberhand. Gemeinderätin Gabi Scherl probte den Aufstand und genoss die Gunst der Stunde. Schnipp-Schnapp war die Krawatte des Bürgermeisters ab. Foto: Robert Dotzauer

Altweiberfasching im Gemeinderat

Die Sitzung hatte rekordverdächtig mit nachträglichen Geburtstagsglückwünschen des Bürgermeisters für fünf Ratsmitglieder begonnen. Den Sitzungsauftakt bestimmte zum „Altweiberfasching“ Gemeinderätin Gabi Scherl. Als schnurrende Miezekatze übernahm sie am Unsinnigen Donnerstag für einige Minuten mit viel Frohsinn symbolisch die Sitzungsleitung. Schnipp-Schnapp war die Krawatte des Bürgermeisters ab. Eine Szene zum Genießen und hintergründig dazu. Ausgerechnet eine feuerrote Krawatte wurde ein Stückerl kürzer. Die Gute-Laune-Sitzung endete mit Freigetränken der Geburtstagsjubilare.