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Flembachbrücke bei Auerbach nach 60 Tagen freigegeben

Auerbach. Nach nur 60 Tagen Sperrung ist die Flembachbrücke an der B 85 wieder offen. Die Freigabe erfolgte gestern um 19.30 Uhr durch Staatliches Bauamt, Stadt und Eiffage. Sie gilt als schnellste Brücke Bayerns.

Auerbach. Nach nur 60 Tagen Sperrung ist die Flembachbrücke an der B 85 wieder offen. Die Freigabe erfolgte gestern um 19.30 Uhr durch Staatliches Bauamt, Stadt und Eiffage. Sie gilt als schnellste Brücke Bayerns.
Foto: Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach

Flembachbrücke bei Auerbach nach 60 Tagen freigegeben

Nach nur 60 Tagen Sperrung ist die Flembachbrücke wieder für den Verkehr freigegeben. Tobias Bäumler, Behördenleiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, Frau Barth, Erste Bürgermeisterin der Stadt Auerbach, sowie der Geschäftsführer der Eiffage Infra-Süd, Herr Ferstl, haben die Brücke gestern um 19.30 Uhr für den Verkehr freigegeben.

Einig waren sich alle darüber: Ein Projekt in dieser Rekordzeit umzusetzen, ist nur mit Mut zur Entscheidung und exakter Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich.

Durch die schnelle Bauweise konnten die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie Anwohnende auf ein Minimum reduziert werden. Im August wurde der Streckenabschnitt gesperrt – im September wieder eröffnet.

Hintergrund: Erneuerung der „schnellsten Brücke Bayerns“

Die Flembachbrücke bei Michelfeld wurde im Zuge der B 85 durch einen Ersatzneubau einschließlich des Abbruchs des Bestandsbauwerks erneuert. Die Brücke wurde 1949 erbaut; 1971 wurde der Überbau erneuert.

Gründe für den Neubau

Der Neubau war aufgrund von Schäden an der Bausubstanz und konstruktiven Defiziten notwendig. Die regelmäßige Bauwerksprüfung im Turnus von drei Jahren ergab eine Bauwerksnote von 3,3, das bedeutet einen kritischen Zustand. Gründe für den schlechten Zustand sind unter anderem Abplatzungen mit freiliegender Bewehrung, Längsrisse und Durchfeuchtung. Zudem handelt es sich um sogenannte „Dendlträger“, also Bauteile mit Spannstahl, der nach heutigem Kenntnisstand für eine derartige Beanspruchung nicht geeignet ist.

Die Erneuerung musste umgehend geplant werden. Die Brücke wurde für den genehmigungspflichtigen Schwerverkehr gesperrt.

Witron – Koch und Servicekraft gesucht
Witron – Koch und Servicekraft gesucht
Foto: Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach

Zeitplan der Maßnahme

Baubeginn und Vorarbeiten (Baustelleneinrichtungsfläche, Verrohrung des Flembachs) waren am 15. Juni 2026. Am 2. August 2026 erfolgten die Vollsperrung der B 85, die Umleitung über Michelfeld sowie Abbruch und Neubau der Brücke. Am 30. September 2026 wurde die B 85 für den Verkehr freigegeben und die Umleitung über Michelfeld beendet. Die Fertigstellung der Restarbeiten (Bauwerkstreppen, Bachbett des Flembachs, Rückbau der Baustelleneinrichtungsfläche) ist für den 31. Oktober 2026 vorgesehen.

Verkehrsführung während der Bauzeit

Da die bestehende Brücke vollständig abgebrochen und neu errichtet werden musste, erfolgte die Baumaßnahme unter Vollsperrung der B 85. Da keine geeignete Umleitungsstrecke zur Verfügung stand und auch eine Behelfsumfahrung – wie bei den beiden Brückenerneuerungen im Zuge der B 470 bei Auerbach – nicht realisierbar war (unter anderem aus Gründen des Ökologie- und Grundwasserschutzes), wurde der Verkehr durch den Ort Michelfeld geführt. Um die damit verbundene zusätzliche Verkehrsbelastung für den Ort so gering wie möglich zu halten, wurde die Sperrzeit auf lediglich zehn Wochen begrenzt. Ein Brückenersatzneubau innerhalb eines derart kurzen Zeitfensters ist äußerst ungewöhnlich und stellt daher zugleich ein Pilotprojekt „Schnellbauweise“ der Bayerischen Staatsbauverwaltung dar. Diese zehn Wochen wurden um zehn Tage unterschritten.

Foto: Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach

Beschleunigungsmaßnahmen ohne Qualitätsverlust

Die Maßnahme wurde beschleunigt durch eine auf kurze Bauzeit optimierte Konstruktion, innovative Bautechnik, gutes Baustellenmanagement sowie erhöhten Personal- und Geräteeinsatz. Zudem gab es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Bauamt und der Baufirma EIFFAGE. Wichtig: Es gab keine Abstriche bei Qualität und Dauerhaftigkeit.

Kosten

Die Kosten betragen 3,2 Mio. Euro und werden vom Bund getragen.

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