Förderung: Kreativ in Sachen Bio und regional
Förderung: Kreativ in Sachen Bio und regional
Mit den Programmen “Regionalbudget” und “Verfügungsrahmen Ökoprojekte” der Ländlichen Entwicklung in Bayern fördert der Zweckverband Steinwald-Allianz auch 2023 wieder Kleinprojekte in der Region. Für die Förderperiode stehen 100.000 Euro für das Regionalbudget und 50.000 Euro für den Öko-Verfügungsrahmen zur Verfügung.
Nur Integrierte Ländliche Entwicklungen wie die Steinwald-Allianz und staatlich anerkannte Öko-Modellregionen dürfen auf diese Förderungen zurückgreifen und haben somit die Möglichkeit, die Umsetzung vieler innovativer Ideen zu unterstützen. Zum Aufruf, Projekte einzureichen, trafen sich die Verantwortlichen auf einem Biohof in Eiglasdorf.
Attraktive Dörfer durch das Regionalbudget
Gemäß den Zielen des Regionalbudgets soll durch die Fördergelder eine engagierte und aktive, eigenverantwortliche, ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden. Kleinprojekte können zum Beispiel die touristische Weiterentwicklung, die Vermarktung regionaler Produkte oder auch die Förderung der biologischen
Vielfalt zum Thema haben. „Im vergangenen Jahr wurden zum Beispiel ein Wassermatschplatz angelegt, ein Generationenplatz gestaltet oder Projekte zur pädagogisch wertvollen Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen umgesetzt“, zählt der Geschäftsführer der Steinwald-Allianz Martin Schmid einige Beispiele auf.
Regionalbudget
Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie natürliche Personen und Personengesellschaften im Gebiet der Steinwald-Allianz. Der Fördersatz für die Kleinprojekte beträgt maximal 80 Prozent bei einer Höchstsumme von 10.000 Euro. Zu beachten ist, dass das Gesamtvorhaben nicht mehr als 20.000 Euro netto kosten darf.
Gemeinden, Vereine, Initiativen, Firmen, aber auch Einzelpersonen können bis zum 30. Januar ihre Förderanträge bei der Geschäftsstelle der Steinwald-Allianz in Erbendorf einreichen. „Es gilt jedoch zu beachten, dass die Projekte bis zum 20. September 2023 vollständig abgerechnet sein müssen“ erläuterte Martin Schmid.
Kreative Bio-Projekte mit Verfügungsrahmen Ökoprojekte
Seit letztem Jahr können in den anerkannten bayerischen Öko-Modellregionen auch Kleinprojekte zur Stärkung der regionalen Bio-Land- und Ernährungswirtschaft und regionaler Bio-Wertschöpfungsketten gefördert werden. Bei den Kleinprojekten ist hier der Bezug zu „Bio“ verpflichtend. Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie natürliche Personen und Personengesellschaften im Gebiet der Öko-Modellregion Steinwald.
Träger von Kleinprojekten müssen bei Antragstellung die Bio-Zertifizierung oder, im Falle der Umstellung, einen unterschriebenen Kontrollvertrag vorweisen. Der Fördersatz beträgt maximal 50 Prozent bei einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro. Die Netto-Gesamtkosten der Projekte dürfen auch hier 20.000 Euro nicht überschreiten.
Detaillierte Informationen für beide Förderprogramme gibt es hier.
Schon zahlreiche Bioprojekte gefördert
Elisabeth Waldeck, Projektleiterin der Öko-Modellregion, erinnert sich an einige Projekte, die 2022 gefördert wurden: „Ein Gewächshaus zum Anbau von Bio-Gemüse, eine neue Küche für einen Bio-Hofladen oder eine Getreidereinigungsanlage für Bio-Getreide – man darf kreativ werden im Sinne des Öko-Landbaus.“
In Eiglasdorf konnten gleich mehrere umgesetzte Projekte aus dem Öko-Verfügungsrahmen besichtigt werden. Bio-Landwirt Matthias Zahn hat für Radfahrer eine Tisch-Bank-Gruppe an seiner Rinderweide errichtet und Werbematerialien für die Direktvermarktung von Bio-Milch anfertigen lassen. Als dritter Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft „Öko-Rinder aus dem Steinwald“ freut er sich über Hofschilder und T-Shirts für alle Mitglieder.


