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Klimastabile Wälder: Wie die Förderung des Freistaats unsere Wälder schützt

Tirschenreuth/Weiden – Unsere Wälder haben vielfältige Funktionen: Sie liefern Holz, schützen das Klima, sichern Trinkwasserqualität, bieten Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten und sind nicht zuletzt Erholungsraum für den Menschen.

Tirschenreuth/Weiden – Unsere Wälder haben vielfältige Funktionen: Sie liefern Holz, schützen das Klima, sichern Trinkwasserqualität, bieten Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten und sind nicht zuletzt Erholungsraum für den Menschen.
: Beim Waldumbau unterstützen Expertinnen und Experten des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Foto: Florian Stahl

Klimastabile Wälder: Wie die Förderung des Freistaats unsere Wälder schützt

Die jahrzehntelange einseitige Bepflanzung mit Fichten und Kiefern im Amtsgebiet Tirschenreuth-Weiden erwies sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als sinnvoll: Die Bäume wachsen schnell und gerade, waren damit als Holzlieferanten ideal. Bedingt durch den Klimawandel erweisen sich diese Baumarten mittlerweile als besonders gefährdet. Als ursprünglich nicht einheimische Gebirgsbaumart bekommt die Fichte zunehmend Probleme mit anhaltenden Sommerdürren und ist im Reinbestand anfällig für Borkenkäfer und Sturmschäden. Auch die Kiefer leidet an der Hitze. Durch Misteln und Insekten wird sie zusätzlich geschwächt. Jahr für Jahr sinkt der Anteil an Fichte und Kiefer im Amtsgebiet.

Digitale Förderung erleichtert den Waldumbau

Um dem Waldsterben entgegenzuwirken, fördert der Freistaat Bayern das Anlegen von stabilen, strukturreichen Mischwäldern. Seit Juli vergangenen Jahres können Waldbesitzende Förderungen digital beantragen.

Die Digitalisierung gewährleistet, dass Anträge schneller und effizienter bearbeitet werden. Der aktuelle Bearbeitungsstand ist für die jeweiligen Antragstellenden jederzeit online einsehbar. Darüber hinaus prüft das System bereits beim Ausfüllen, ob die Eingaben korrekt sind. Das vermeidet frühzeitig Fehler. In IT-Fragen hilft das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gerne weiter.

Welche Maßnahmen gefördert werden

Über das Waldförderportal des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus reichen Waldbesitzende mit wenigen Klicks ihren Antrag ein. Förderfähig sind beispielsweise das Pflanzen oder Säen von Bäumen, die Pflege junger Wälder oder die Unterstützung, wenn der Wald sich selbst neu verjüngt (natürliche Nachwuchsbildung).

Bei Maßnahmen wie dem sogenannten Voranbau wachsen besser angepasste junge Bäume im Schutz der älteren heran. Das hat den Vorteil, dass die jungen Bäume vor Hitze und Frost geschützt sind. Durch die Kronen der älteren Bäume gerät weniger Licht an den Boden, wodurch die jungen Bäume nicht von lichtbedürftigeren Pflanzen überwachsen werden. Dadurch verringert sich die Arbeit in den ersten Jahren nach der Pflanzung, und die jungen Bäume wachsen besser an.

Mehr Vielfalt im Amtsgebiet Tirschenreuth/Weiden

Seit der Förderdigitalisierung wurden im Amtsgebiet Tirschenreuth-Weiden 49 verschiedene Baum- und Straucharten gepflanzt. Darunter sind häufig vorkommende heimische Baumarten wie Rotbuche und Weißtanne, aber auch seltenere heimische Baumarten wie Speierling, Wildbirne oder Flatterulme. Um für die Klimaveränderungen bereit zu sein, ist auch das Anpflanzen von nicht heimischen Baumarten wie Douglasie, Esskastanie und ungarische Eiche förderfähig.

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Das neue Gesicht des Waldes

Die Zeit für Waldumbau hin zu klimastabileren Mischwäldern ist jetzt. Da der Privatwald den größten Flächenanteil im Amtsgebiet ausmacht, haben es Waldbesitzende in der Hand, mitzugestalten. Langfristig wird sich das Gesicht des Waldes ändern müssen.

Nadelbäume werden aufgrund des Klimawandels zunehmend weniger. Neue Baumarten werden unsere Wälder bereichern. Die Freude, im Wald zu arbeiten, Holz zu machen, waldbewohnende Tiere zu beobachten, spazieren zu gehen, die frische Luft zu genießen und Waldwissen an die nächsten Generationen weiterzugeben, wird bleiben.

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