EAD Dirnberger, Jobs
EAD Dirnberger, Jobs

Mit KI und SuperTech entsteht in Speinshart ein Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft

Speinshart. Mit KI und SuperTech entsteht in Speinshart ein Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bei einem „Dorfspaziergang“ mit der Bürgerschaft träumt Bürgermeister Albert Nickl von einem Ort mit großen Ideen, an dem eine bessere Zukunft entsteht.

Speinshart. Mit KI und SuperTech entsteht in Speinshart ein Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bei einem „Dorfspaziergang“ mit der Bürgerschaft träumt Bürgermeister Albert Nickl von einem Ort mit großen Ideen, an dem eine bessere Zukunft entsteht.
Die Prämonstratenserabtei Speinshart steht mit der Errichtung eines SuperTech-Standortes vor einer blühenden Zukunft. Foto: Robert Dotzauer

Mit KI und SuperTech entsteht in Speinshart ein Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft

„Unser Speinshart ist mehr als nur ein Dorf“, sagt Albert Nickl vor der Kulisse der mit viel Aufwand restaurierten Prämonstratenserabtei. Nach den Großbaumaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten und der Gründung einer internationalen Begegnungsstätte soll in den nächsten Jahren Schritt für Schritt ein weiterer großer Wurf gelingen. Im Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft ist der Aufbau eines internationalen Forschungszentrums beschlossene Sache, gibt sich der Gemeindechef siegessicher. Seinen Speinshartern erklärt Nickl bei einer Tour über zum Teil historisches Gelände: „Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der führende Wissenschaftler und visionäre Denker die Zukunft der Künstlichen Intelligenz und bahnbrechende Technologien gestalten“.

Geschützter Raum für tiefes Denken

Die Voraussetzungen seien in der Abtei und rund um das Kloster ideal. Eingebettet in eine harmonische Verbindung aus Natur und barocker Architektur finde sich im Klosterdorf alles, was Forschung mit großer Wirkung brauche, betonte Nickl. Als Beispiele nannte der umtriebige Bürgermeister ein speinshartes Wohlfühlklima, das Ideen in Ruhe reifen lasse und Innovationen beflügele. Für Albert Nickl ein Jahrhundertprojekt, das weit in die Nordoberpfalz und nach Franken ausstrahlt.

Albert Nickl bezifferte die Anfangsinvestitionen auf zurzeit geschätzte 15,6 Millionen Euro. Ein Investment, das vor allem durch bereits in Aussicht gestellte Fördergelder aus dem Bundeskulturetat und des Freistaates gestemmt werden soll. Der Bürgermeister hofft zudem auf finanzielle Unterstützung durch den Landkreis und das Kloster. Auch die Gemeinde müsse bei einem solchen Mammutprojekt finanziell „bluten“, gab Nickl zu bedenken. Beim Rundgang verwies der Bürgermeister auf einen Planungsstand in der Endphase, der bei den Neubaumaßnahmen auch das Umfeld des Klostergasthofes umfasse.

Markgraf Stiftung als Förderer

Den Optimismus des Gemeindechefs stärkt der Erwerb einer Immobilie in unmittelbarer Nachbarschaft des Klostergasthofes. Nickl informierte über den Kauf des ehemaligen Girisch-Anwesens durch die Markgraf Stiftung. Das Entgegenkommen der Stiftung ermögliche eine großzügige Gesamtplanung. Angedacht sei eine denkmalgerechte Sanierung mit einem Lückenschluss zum Klostergasthof und die Wiederherstellung historischer Tore.

Bauherren seien für die Klostergrundstücke die Abtei und für das Girisch-Areal die Markgraf Stiftung. Mieter werde nach Fertigstellung der Räumlichkeiten das Wissenschaftszentrum. Mit einem Baubeginn rechnet das Gemeindeoberhaupt im Herbst 2026. Der Bauzeitenplan ist auf drei Jahre ausgelegt.

Ideen ohne Ende

Angelegt war der Dorfspaziergang mit der Besichtigung von Grundstücksflächen für weitere wichtige Maßnahmen in Gegenwart und Zukunft. Beim Halt an der Grundschule verwies der Bürgermeister wegen steigender Schülerzahlen auf die Notwendigkeit einer Erweiterung der offenen Ganztagsschule. Vor dem Abschluss steht die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte. Auf dem freien Gelände westlich des Gemeindezentrums sinnierte der Gemeindechef über eine Beplanung des zirka 3.500 Quadratmeter großen Grundstücks im Eigentum der Gemeinde. Denkbar seien auf dem Areal langfristig sportliche Entwicklungspotenziale wie zum Beispiel ein Kunststoffplatz, die Ertüchtigung des Soccerfeldes und, als großer Traum im Benehmen mit der Schule, der Bau einer Turnhalle.

Zoigltermine
Zoigltermine

Die „Karawane“ stoppte anschließend an der Staatsstraße 2168 Eschenbach-Kemnath, um von den Planungen der Straßenbaubehörde zum Ausbau der Staatsstraße in Richtung Dobertshof mit gleichzeitiger Errichtung eines Radweges zu erfahren. Damit verbunden ist nach den Worten des „Dorfführers“ auch eine Lärmreduzierung für die Anlieger der Weinleiten-Siedlung durch eine Verschiebung der Straßentrasse. Zurück im großen Klosterhof beleuchtete der Bürgermeister die Idee zur Errichtung eines kleinen Backofens am Wieskapellenvorplatz mit finanzieller Unterstützung aus Dorferneuerungsmitteln. Der Rundgang endete mit einem Appell, die Grünfläche zwischen Klosterkirche und Wieskapelle nicht als Parkplatz zu missbrauchen. Dieser Wunsch galt auch für Flächen vor dem Eingang zur Klosterkirche.

Bei einem Dorfrundgang mit interessierten Einwohnern verbreitete Bürgermeister Albert Nickl viele Zukunftshoffnungen. Foto: Robert Dotzauer