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Nach Höhbauer-Insolvenz: Böhm sieht grundsätzlich gute Voraussetzungen für Sanierung

Luhe-Wildenau. Nach dem Insolvenzantrag bei Höhbauer gibt es erste Signale für die Beschäftigten: Die Gehälter der rund 325 Mitarbeiter sind bis Ende November gesichert. Insolvenzverwalter Volker Böhm sieht grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Sanierung.

Luhe-Wildenau. Nach dem Insolvenzantrag bei Höhbauer gibt es erste Signale für die Beschäftigten: Die Gehälter der rund 325 Mitarbeiter sind bis Ende November gesichert. Insolvenzverwalter Volker Böhm sieht grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Sanierung.
Insolvenzverwalter Volker Böhm. Foto: Schultze & Braun

Nach Höhbauer-Insolvenz: Böhm sieht grundsätzlich gute Voraussetzungen für Sanierung

Der Bauelemente-Hersteller Höhbauer GmbH mit Sitz in Luhe-Wildenau hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Weiden Rechtsanwalt Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun. Böhm macht sich derzeit gemeinsam mit seinem Team einen Überblick über die Lage.

„Der Geschäftsbetrieb geht auch nach dem Insolvenzantrag weiter“, betonte Böhm in einer Pressemitteilung seiner Kanzlei. Am Dienstag informierte er vor Ort gemeinsam mit der Geschäftsführung die Beschäftigten. Deren Löhne und Gehälter werden nun bis einschließlich November über die Bundesagentur für Arbeit als Insolvenzgeld gezahlt.

Auch Insolvenzverwalter bei Ziegler

In den nächsten Wochen werde sich Böhm mit seinem Team und in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Situation machen und die Sanierungsoptionen prüfen. Den Juristen kennt man in der nördlichen Oberpfalz: Er war auch Insolvenzverwalter nach der großen Ziegler-Pleite.

Die Höhbauer GmbH fertigt und vertreibt Fenster und Türsysteme aus Holz, Aluminium und Kunststoff sowie Wintergärten. Wie viele Unternehmen der Branche steht auch die Höhbauer GmbH wirtschaftlich unter Druck. Aufgrund gestiegener Preise für Energie, Material und Personal sowie höherer Zinsen ist die Nachfrage nach Neubau- und Sanierungsprojekten deutlich gesunken. Nachdem infolge von Umsatzrückgängen die langfristige Finanzierung des Unternehmens nicht mehr gesichert war, hat die Geschäftsführung Insolvenzantrag gestellt.

„Grundsätzlich gute Voraussetzungen“

„Dieser Schritt ist uns nicht leichtgefallen, und wir hätten ihn unseren Mitarbeitern und Kunden gerne erspart“, wird Geschäftsführer Christoph Höhbauer zitiert. „In enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter werden wir jetzt alles dafür tun, die Auswirkungen für unsere Kunden und unser Unternehmen so gering wie möglich zu halten.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter ergänzte: „Höhbauer ist ein gut geführtes Familienunternehmen mit über 75 Jahren Tradition, einer hoch qualifizierten Belegschaft und einem ausgezeichneten Ruf im Markt. Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Sanierung.“

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