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Stadtwerke bündeln IoT-Kompetenz, Amberg treibt Plattform voran

Amberg. Die Stadtwerke Amberg starten mit Partnern unter dem Dach der ASEW eine Plattform für IoT-Leistungen. iotanbieter.de zeigt Praxisbeispiele und wie Kommunen und Betriebe per Sensorik, Monitoring und LoRaWAN digitalisieren.

Amberg. Die Stadtwerke Amberg starten mit Partnern unter dem Dach der ASEW eine Plattform für IoT-Leistungen. iotanbieter.de zeigt Praxisbeispiele und wie Kommunen und Betriebe per Sensorik, Monitoring und LoRaWAN digitalisieren.
(von rechts nach links): LoRaWAN ein Anwendungsbeispiel – Pegelstandsmessung an einer der Vils(-brücken) – das Stadtwerke Amberg-Team aus dem Bereich Geschäftsfeldentwicklung und Innovationsmanagement mit Florian Andersch und Alexander Rodler entwickelt und kümmert sich darum. Foto: Karoline Gajeck-Scheuck

Stadtwerke bündeln IoT-Kompetenz, Amberg treibt Plattform voran

Die neue IoT-Anbieter-Webseite (iotanbieter.de) ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Stadtwerke und regionaler IoT-Dienstleister unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW). Mit ihr entsteht eine zentrale Informationsplattform. Diese zeigt, wie Stadtwerke die Möglichkeiten des Internet of Things (IoT) für kommunale, industrielle und gewerbliche Herausforderungen nutzen.

Stadtwerke bündeln IoT-Kompetenz

„Die Webseite ist für uns wichtig, um unser Angebot weiter bekannt zu machen“, ist Florian Andersch, stellvertretender Leiter Smart Services der Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH, überzeugt. „Wir setzen bereits seit einigen Jahren auf diese Lösung und sind überzeugt, dass sie auch anderen Unternehmen enorm nützlich sein kann. Mit der ASEW setzen wir auf eine breite Streuung in einem Stadtwerke-Netzwerk, das sich schon oft entsprechend bewährt hat.“

Praxisbeispiele und Nutzen für Kommunen und Unternehmen

Unter www.iotanbieter.de finden alle, die sich für das Thema Digitalisierung und Automatisierung interessieren, zahlreiche Praxisbeispiele, anhand derer deutlich wird, wie IoT regionale Unternehmen und Kommunen unterstützt – unter anderem durch kontinuierliches Monitoring, zuverlässige Datenübertragung und individuell anpassbare Visualisierungen. „Das Besondere an IoT-Anbietern ist die gemeinsame Stärke der mittlerweile über 390 Mitglieder des ASEW-Netzwerks“, ist Lucas Wiermann überzeugt. „Denn wenn Stadtwerke ihr Wissen bündeln, entstehen Lösungen, die weit über die eigene Region hinauswirken. Unsere neue Plattform zeigt, wie kommunale Innovation funktioniert: praxisnah, kundenzentriert und getragen von einer starken Kooperation über Stadtgrenzen hinweg. Ziel des neuen Angebots für die Stadtwerke des ASEW-Netzwerks ist es, die Innovationskraft kommunaler Unternehmen sichtbar zu machen. Hier schlummert deutlich mehr innovative Kraft, als die Kundinnen und Kunden gemeinhin vermuten. Selbige erhalten so zugleich einen Einblick in konkrete Beispiele, die illustrieren, welche IoT-Lösungen bereits heute erfolgreich im Einsatz sind.“

Beispiele für innovative IoT-Anwendungen der beteiligten Stadtwerke liegen etwa im Bereich Denkmalschutz: Die betreffende Praxisanwendung erlaubt es, sensible Gebäude flächendeckend und effizient zu monitoren, ohne zerstörende oder verändernde Eingriffe in die Bausubstanz vornehmen zu müssen. Eine weitere Möglichkeit ist Hochwassermonitoring: Der Einsatz einschlägiger Sensorik gewährleistet die frühzeitige Warnung vor steigenden Wasserläufen in der Region und lässt ein Lagebild zu den Auswirkungen auf die besiedelte Fläche erkennbar werden. Adaptieren lässt sich das auch in Form von Sensorik zur Temperatur-, Sonneneinstrahlungs- sowie Niederschlagsmessung, um damit ein aktuelles Bild zum regionalen Klimageschehen zu erhalten.

Direkte Ansprechpartner dank Kartentool

Besonders interessant auf der Plattform für Webseiten-Besucherinnen und -Besucher: Ein interaktives Kartentool zeigt direkt den zuständigen lokalen Ansprechpartner. Das erleichtert gerade Kommunen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen den Zugang zu einem regionalen, verlässlichen Partner mit hoher IoT-Kompetenz. Auch direkt auf der Internetseite der Stadtwerke Amberg ist das Angebot zu finden.

Erklärstück: IoT, LoRaWAN und Sensorik

Das Internet of Things (IoT) beschreibt im Kern eine Infrastruktur, die physische und virtuelle Gegenstände miteinander vernetzt; insbesondere geht es dabei um Kommunikation und Informationsaustausch. Dabei kommen in der Regel Sensoren und ein Übertragungsnetz (regelmäßig LoRaWAN, siehe unten) zum Einsatz. Hierüber implementierte Funktionen erlauben die Interaktion zwischen Menschen und vernetzten elektronischen Systemen beziehungsweise zwischen den Systemen selbst. Im Unterschied zum World Wide Web besteht IoT nicht mehr vorrangig aus menschlichen Teilnehmern, sondern aus vernetzten Objekten, etwa öffentlichen Abfallbehältern (Things). Die Vernetzung erlaubt Datensammlung und -übertragung, Überwachung und langfristige Planung.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
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LoRaWAN

Long Range Wide Area Networks (LoRaWAN) sind, vereinfacht gesprochen, Niedrigenergie-Funknetze. Der Standard wird dabei von der LoRa Alliance definiert und ist frei verfügbar (Open Source). Die Datenübertragung kann sowohl einmalig zu festgelegten Zeiten als auch mehrmals in einer bestimmten Zeitperiode oder ereignisbasiert erfolgen.

Sensoren

Im Kern handelt es sich um Endgeräte, die Status- und Messdaten an Empfänger übertragen. Beim Einsatz in LoRa-Netzen sind die Sensoren so ausgelegt, dass die Übertragung kleiner Datenmengen über größere Distanzen (bis zu 15 km) optimiert stattfindet. Als Grundprinzip kommt Messen – Übertragen – Ruhe zum Tragen. Der Vorteil: Die Sensoren können so batteriebetrieben oft jahrelang ihrer Funktion nachkommen, bevor ein Batteriewechsel nötig ist. Regelmäßige Wartung ist dabei sinnvoll, kann bei eingespielten Systemen jedoch oft ebenfalls in größeren Zeitabständen erfolgen. Der Einsatz von WLAN, Bluetooth oder Mobilfunk würde demgegenüber eine deutlich höhere Energieintensität erfordern.