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Technikcamp in Neunburg begeistert Mädchen für MINT-Berufe

Neunburg vorm Wald. Zwölf Mädchen erkundeten im Mädchen für Technik-Camp bei F.EE vom 24. bis 28. August 2026 praxisnah MINT-Berufe, setzten eigene Projekte um und entdeckten Stärken für ihre berufliche Zukunft.

Technikcamp in Neunburg begeistert Mädchen für MINT-Berufe

Campteilnehmerin Laura beim praktischen Arbeiten. Foto: Julia Hollek

Selbst ausprobieren, Neues lernen, Berufe mit Zukunft entdecken: Im Mädchen für Technik-Camp bei der F.EE-Unternehmensgruppe tauchten zwölf Mädchen eine Woche lang in die Welt der Technik ein. Vom 24. bis 28. August 2026 konnten sie unterschiedliche Berufsbilder kennenlernen, dabei mit viel Spaß und Praxisbezug selbstständig Projekte umsetzen – und so eigene Stärken und Interessen entdecken. Das Mädchen für Technik-Camp ist eines von mehreren Camp-Formaten zur Berufsorientierung, umgesetzt von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern und unterstützt von den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm als Hauptförderer sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Praxiserfahrung, Teamarbeit und Technik zum Anfassen

Passt ein technischer Beruf zu mir? Was genau macht eigentlich eine Feinwerkmechanikerin, Elektronikerin für Automatisierungs- und Systemtechnik, Mechatronikerin oder gar Informatikerin? Die Camp-Teilnehmerinnen fanden darauf ihre ganz persönlichen Antworten. Gemeinsam mit Auszubildenden und Ausbildenden tauchten die Teilnehmenden in die Praxis ein und erprobten ihr handwerkliches Geschick beim Bau und der Inbetriebnahme einer eigenen Ampelschaltung. Dabei stand auch die Visualisierung und Programmierung einer virtuellen Ampelsteuerung mit dem F.EE-eigenen 3D-Simulationstool fe.screen-sim auf dem Plan. Das fertige Werkstück nahmen die Mädchen als Andenken mit nach Hause und viele von ihnen auch erste konkrete Ideen für ihre berufliche Zukunft.

„Ich habe in der Schule schon Technik als Fach und kenne viele der Schritte, die wir hier machen. Aber es war voll cool, jetzt an einem eigenen Stück und mit den großen Geräten zu arbeiten. Am besten hat mir das Bohren und das Zusammenschrauben gefallen. Und wenn doch mal was nicht geklappt hat, waren immer die Azubis da und haben uns geholfen!“, sagt die 13-jährige Laura.

Einblicke ermöglichen – Perspektiven öffnen

F.EE war bereits zum achten Mal Gastgeber des Camps. „Auch in diesem Jahr freuen wir uns sehr, Mädchen aus der Region für Technik zu begeistern und ihnen zu zeigen, welche spannenden Ausbildungswege bei uns möglich sind“, erklärt F.EE-Personalleiter Udo Starck. „Der Fachkräftenachwuchs von morgen entscheidet sich oft schon heute. Deshalb ist es uns wichtig, jungen Talenten frühzeitig einen echten Einblick in unseren Arbeitsalltag zu geben und sie für technische Berufe zu gewinnen.“ Besonders beeindruckt habe ihn in diesem Jahr, „mit wie viel Ehrgeiz, Kreativität und gegenseitiger Unterstützung die Mädchen ihre Projekte umgesetzt haben. Genau diesen Mut und diese Neugier brauchen wir in der Technik von morgen.“

Initiativen stärken Berufsorientierung in der Region

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung solcher Initiativen unterstreicht auch Tobias Gotthardt, Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: „Innovation beginnt dort, wo junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Interessen zu entdecken, Neues auszuprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Genau das leisten die Camps in besonderer Weise. Sie machen Technik erlebbar, eröffnen Perspektiven und stärken wichtige Kompetenzen für die Zukunft. Die Teilnehmerinnen zeigen dabei, wie viel Neugier, Engagement und Teamgeist in ihnen stecken. Wir fördern junge Talente gerne, auch im MINT-Bereich. Deshalb unterstützen wir auch die Camps im Rahmen des Projekts ‚Technik – Zukunft in Bayern‘ seit über 25 Jahren mit über einer Million Euro. Ich bin überzeugt: Dieses Geld ist bestens angelegt.“

Für die bbw-Vorstandsvorsitzende Sandra Stenger bietet das Konzept der „Technik-Camps“ einen idealen Rahmen für die Berufsorientierung: „Die Mädchen kommen direkt in Berührung mit Berufen und Tätigkeiten im MINT-Bereich und können sich ausprobieren – praxisnah, konzentriert und mit vielen Zusatzinformationen. Und das in einem engagierten Unternehmen, das den Teilnehmerinnen Zugang zu echten ‚Insights‘ ermöglicht.“

SSV Jahn
SSV Jahn

Nachwuchsförderung beginnt mit Praxis

Die Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern wurde vor über 25 Jahren vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. ins Leben gerufen. Mit acht Camp-Formaten bringt sie Jugendliche mit Unternehmen, Hochschulen und Ausbildungsberufen in Kontakt – immer mit dem Ziel, sie in ihrer Berufsorientierung zu stärken und ihnen praxisnah Perspektiven zu eröffnen. Das Mädchen für Technik-Camp legt den Fokus darauf, Mädchen für MINT-Berufe zu begeistern.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Mit unseren Camps ermöglichen wir Jugendlichen praxisnahe Berufsorientierung und erste spannende Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten in der M+E-Industrie – direkt vor Ort, mit echten Vorbildern. So wecken wir frühzeitig Begeisterung für MINT-Berufe und bringen die jungen Talente mit den Unternehmen vor Ort als möglichen Arbeitgebern von morgen zusammen. Damit leisten die Camps einen wertvollen Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung in der Region.“

Mehr als ein Praktikum: Ein Ferienerlebnis mit Mehrwert

Begleitet von einem pädagogischen Team und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm erlebten die Teilnehmenden intensive Tage voller neuer Eindrücke, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse. „Unsere Camps fördern nicht nur Technikkompetenz, sondern auch Teamgeist, Selbstständigkeit und Kommunikationsstärke“, sagt Stefanie Piparo, Projektleitung bei Technik – Zukunft in Bayern. „Und damit alle mitmachen können, ist die Teilnahme kostenfrei.“

Am letzten Tag präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse vor Vertretern von F.EE, Eltern, Presse und Förderern. Sie blicken nun auf ein einmaliges Ferienerlebnis zurück.

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Campteilnehmerin Lara beim praktischen Arbeiten. Foto: Julia Hollek

Über Technik – Zukunft in Bayern

Seit dem Jahr 2000 verfolgt die Bildungsinitiative das Ziel, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. In zahlreichen Angeboten – vom Kindergarten- und Schulalter bis zum Übergang in Ausbildung oder Studium – soll das Interesse der Teilnehmenden für technische, naturwissenschaftliche und digitale Zusammenhänge geweckt werden. Das Portfolio beinhaltet 16 Projekte, zwei Fachtagungen und drei Fortbildungen für Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte und ein Alumni-Netzwerk. Die verschiedenen Angebote der Initiative sind in drei Säulen organisiert: Frühe MINT-Bildung, Berufsorientierungs-Camps und Digitale Bildung. Möglich machen das die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm als Hauptförderer und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie als Förderer. Träger ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V.

Über das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind zwölf Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 40 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.

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