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Verband für Ländliche Entwicklung sorgt für gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land

[Advertorial] Tirschenreuth. Es ist ein wichtiger Schritt hin zur Aufwertung des ländlichen Raums: Vor wenigen Tagen haben die Beschäftigten des Verbands für Ländliche Entwicklung Oberpfalz ihr neues Dienstgebäude in Tirschenreuth bezogen. Was genau macht der Verband?

Verband für Ländliche Entwicklung sorgt für gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land

Das neue Dienstgebäude des Verbands für Ländliche Entwicklung (VLE) in Tirschenreuth verbindet historische Baukultur mit nachhaltigen Materialien. Außenwände aus Holzfaser-gefüllten Ziegeln und die kompakte Kubusform tragen zu einem besonders energieeffizienten Bau bei. Foto: Brückner & Brückner Architekten

Als „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Teilnehmergemeinschaften bezeichnete Roland Spiller, Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung am Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, bei der Schlüsselübergabe des neuen Verwaltungsgebäudes im Dezember den Verband für Ländliche Entwicklung (VLE). Durch die Arbeit des VLE spüre die Gesellschaft: „Wir können daheim etwas bewegen!“. Das neue Dienstgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz charakterisierte der Ministerialdirigent als „Symbol für Zusammenhalt und Zukunft“.

Welche Aufgaben hat der VLE?

Gleichwertige Lebensverhältnisse in ländlichen Gemeinden und Regionen schaffen, das ist Auftrag und Ziel des Amtes für Ländliche Entwicklung und des Verbands für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Welche Aufgaben hat der VLE konkret? Der Verband ist ein Zusammenschluss aller 95 Teilnehmergemeinschaften im Regierungsbezirk. Diese Teilnehmergemeinschaften sind für die Durchführung von Projekten der Flurneuordnung und Dorferneuerung eigenverantwortlich zuständig. Der VLE, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, unterstützt seine Mitglieder bei ihren Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Kassenführung und das Rechnungswesen sowie die Planung, Ausschreibung und Vergabe von Baumaßnahmen sowie deren Betreuung.

In der Oberpfalz sorgen das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und der VLE derzeit in rund 370 Projekten für attraktive Lebensbedingungen. Dafür wurden im Jahr 2023 Investitionen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro ausgeführt. Darunter sind 48 Projekte der Integrierten Ländlichen Entwicklung, 162 Dorferneuerungen und 164 Flurneuordnungen. Im Landkreis Tirschenreuth gibt es derzeit 48 Vorhaben, die unter Federführung des ALE vom VLE unterstützt werden. Alle Vorhaben sind einerseits Teil der Ökomodellregion und der IKOM Stiftland mit den Kommunen Bad Neualbenreuth, Bärnau, Konnersreuth, Leonberg, Mitterteich, Mähring, Pechbrunn, Plößberg, Tirschenreuth und Waldsassen. Im Osten und Norden des Landkreises laufen unter anderem Projekte der Flurneu- oder Bodenordnung innerhalb der Ökomodellregion der Steinwaldallianz. Dazu gehören die Gemeinden Brand, Ebnath, Erbendorf, Falkenberg, Friedenfels, Fuchsmühl, Immenreuth, Kastl, Kemnath, Krummennaab, Kulmain, Neusorg, Pullenreuth, Reuth, Waldershof, Wiesau und Windischeschenbach (Landkreis Neustadt/Waldnaab).

Der Vorstandsvorsitzende des VLE, Georg Braunreuther, mit dem symbolischen Schlüssel des neuen Verbandsgebäudes. Foto: Udo Fürst

Staatspreise für Großkonreuth und Riglasreuth

Ein Kernanliegen jeder Dorferneuerung ist es, durch Innenentwicklung den Folgen des demografischen Wandels und dem Flächenverbrauch zu begegnen. Beispielgebend dafür sind die 2023 mit dem Staatspreis für Dorferneuerung und Baukultur ausgezeichneten Projekte in Großkonreuth und Riglasreuth. Mit der Neugestaltung des Dorfangers entstand in Großkonreuth unter Einbeziehung der Dorfgemeinschaft ein vielfältig nutzbarer Freiraum
und beliebter Treffpunkt für alle Generationen. In Riglasreuth wurde für die Dorfgemeinschaft mit der Instandsetzung des „Kolpinghauses“ ein moderner und flexibel nutzbarer Treffpunkt geschaffen.

Mit der Dorferneuerung und der Gemeindeentwicklung stärken und verbessern ALE und VLE die Standortqualitäten und Lebensverhältnisse in den Dörfern. Gemeinsam mit den Bürgern, Teilnehmergemeinschaften und Kommunen wird in 49 Dörfern von 17 Gemeinden des Landkreises durch 24 Dorferneuerungen Zukunft gestaltet. Eine weitere Kernaufgabe der Ländlichen Entwicklung ist der Erhalt und die Gestaltung der vielfältigen Kulturlandschaft sowie der Schutz von Natur, Wasser und Boden. Insgesamt 20 Projekte laufen derzeit in diesen Bereichen.

In den vergangenen zwei Jahren unterstützte die Dorferneuerung fast 1.700 Projekte, mit denen alte Gebäude erhalten oder ortsbildprägende Gebäude geschaffen wurden. Mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurden auch zwei Projekte aus dem Landkreis Tirschenreuth: die Multifunktionsscheune in Großkonreuth und das Vereinsheim als moderne Tagungsstätte in Riglasreuth (Foto). Fotos: ALE
Die Multifunktionsscheune in Großkonreuth. Foto: ALE

Bürgerinnen und Bürger sollen mitwirken

Elementar sei die Mitarbeit der Betroffenen bei der Gestaltung ihres Lebensraums. Deshalb sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, nach dem Motto „Mitdenken, mitplanen, mitgestalten“, gemeinsam Ziele zu erarbeiten und mit ihren Ideen ihre Heimat zukunftsgerecht zu entwickeln. „Bürgermitwirkung ist für die Ländliche Entwicklung ein Selbstverständnis und Grundlage für erfolgreiches Handeln mit nachhaltiger Akzeptanz. Sie informiert und ermuntert dazu, sich bei der Gestaltung ihres Lebensraums zu engagieren“ betont Kurt Hillinger, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung.

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Nur Ziele und Ideen zu äußern, reicht alleine aber nicht. Eine erfolgreiche Gestaltung von Heimat und Region benötige auch Struktur und Fachwissen. Dieses Wissen bringe die Ländliche Entwicklung ein und leiste damit im Dialog mit den engagierten Bürgern und Verantwortlichen Hilfe zur Selbsthilfe zur Entwicklung des ländlichen Raums. Hillinger: „Damit ist in den Projekten gewährleistet, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit gemeinschaftlichen und öffentlichen Belangen sowie Gesetzen in Einklang gebracht werden.“