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Wohnimmobilienmarkt erholt sich in Amberg und Amberg-Sulzbach

Amberg. Die Sparkasse Amberg-Sulzbach und die LBS Süd sehen den regionalen Immobilienmarkt weiter auf Erholungskurs, mit stabilen Preisen, wachsender Nachfrage und stark gefragten Bauspardarlehen.

Wohnimmobilienmarkt erholt sich in Amberg und Amberg-Sulzbach

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Beim Pressetermin. Von links nach rechts: Vorstandsvorsitzender Thomas Pickel, Kathrin Hartwig, Erwin Bumberger, beide LBS Süd, Vorstandsmitglied Sonja Kalb, Tilmann Sanner, LBS Süd und Morena Frieser, Leiterin Immobiliencenter. Foto: Kathrin Schmidt

Hohe Nachfrage auf dem Markt für Wohnimmobilien im Raum Amberg und Amberg-Sulzbach.

Das eingependelte Zinsniveau und die stabilisierten Preise für gebrauchte Wohnimmobilien haben im vergangenen Jahr auch im Raum Amberg und Amberg-Sulzbach für eine fortgesetzte Erholung des Bestandsmarktes gesorgt. Die wachsende Nachfrage nach Immobilien belegt, dass viele Menschen sich inzwischen an die neue Marktsituation gewöhnt haben und wieder Zutrauen entwickeln. Die wirtschaftlichen Entwicklungen könnten allerdings die Markterholung dämpfen, erklärten Vertreter der Sparkasse Amberg-Sulzbach und der LBS Süd heute bei einem Pressegespräch. Bauspardarlehen sind in der Region weiterhin stark gefragt.

Eigentum bleibt gefragt in der Region

„Nach wie vor wünscht sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland ein Eigenheim. In jüngster Zeit spielt dabei die Befreiung von der Sorge über die stark steigenden Mieten eine große Rolle. Nur 22 Prozent der Menschen in Deutschland sind überzeugt, dass das Wohnen zur Miete günstiger wäre als der Eigentumserwerb. Des Weiteren halten 74 Prozent die eigene Immobilie für eine sichere Altersvorsorge, wie der Kantar-Trendindikator zeigt“, sagte Erwin Bumberger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LBS Süd. Auch das Interesse an Eigenheimen in der Region ist nach wie vor groß. „Die anhaltend hohe Nachfrage hat für stabile Preise gesorgt. Das Preisniveau bietet nach wie vor Chancen für Käufer auf dem Gebrauchtmarkt – insbesondere, wenn man bereit ist, Kompromisse bei Lage und Ausstattung einzugehen“, sagte Thomas Pickel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Amberg-Sulzbach.

Transaktionsvolumen in Amberg und Amberg-Sulzbach

So sind die Immobilienumsätze im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 2025 sind in Bayern Wohn- und Gewerbeimmobilien mit einem Wert von gut 54 Milliarden Euro ge- und verkauft worden – etwa neun Prozent mehr als im Vorjahr, wie sich aus dem Grunderwerbsteueraufkommen errechnen lässt. In Amberg betrug das Volumen der Immobilientransaktionen im vergangenen Jahr 140 Millionen Euro. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt der Wert bei 158 Millionen Euro. Der Landkreis Amberg-Sulzbach verzeichnete 2025 ein Transaktionsvolumen von 204 Millionen Euro. Der Zehn-Jahres-Durchschnitt liegt bei 186 Millionen Euro.

Angebotspreise für Häuser, Wohnungen und Grundstücke

Detaillierte Angaben zu den Immobilienpreisen enthält der Marktspiegel der Sparkassen-Finanzgruppe. Demnach werden gebrauchte freistehende Häuser im Raum Amberg und Amberg-Sulzbach für 180.000 bis 800.000 Euro angeboten, gebrauchte Doppelhaushälften und Reihenhäuser für 120.000 bis 550.000 Euro und Eigentumswohnungen für 1.000 bis 4.300 Euro pro Quadratmeter. Baugrundstücke kosten zwischen 60 und 450 Euro pro Quadratmeter. Doppelhaushälften und Reihenhäuser sind für 450.000 bis 650.000 Euro zu haben und neue Eigentumswohnungen für 3.800 bis 6.000 Euro pro Quadratmeter.

Bevölkerungsprognose und Wohnraumbedarf

Der Bedarf an Wohnraum wird in Bayern auch in Zukunft hoch bleiben. Der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des Landesamts für Statistik zufolge werden 2044 gut 278.000 mehr Menschen im Freistaat leben als derzeit. Knapp 14 Millionen Einwohner wird Bayern dann haben. In erster Linie ist das auf Zuzug aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland zurückzuführen. Laut der Prognose des Landesamts für Statistik wird die Bevölkerungszahl in der Stadt Amberg 2044 bei 42.700 und im Landkreis Amberg-Sulzbach bei 103.900 liegen und damit stabil bleiben.

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Neubau bleibt hinter dem Bedarf zurück

Während der Bedarf an Wohnraum hoch bleibt, ist die Zahl der Neubauten weiter gering. 2025 wurden in Bayern gut 46.000 Wohnungen fertiggestellt. Das ist ein Rückgang von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegt weit unter dem postulierten Bedarf von etwa 70.000. „Damit macht sich jetzt der Einbruch bei den Baugenehmigungen nach der Zinswende von 2022 bemerkbar. Denn die Fertigstellungen resultieren in der Regel aus den Genehmigungen der vergangenen ein bis zwei Jahre“, erklärte Bumberger. Naturgemäß unterliegt die Bautätigkeit regional stärkeren Schwankungen – insbesondere getrieben von der Verfügbarkeit von Bauland und aktuell auch beeinflusst von den hohen Baukosten. „Auch wenn die Zahl der Baufertigstellungen in den vergangenen Jahren ein hohes Niveau erreicht hat, benötigen wir weiterhin einen aktiven Neubau, um der differenzierten Nachfrage gerecht zu werden“, sagte Sonja Kalb, Vorstandsmitglied der Sparkasse Amberg-Sulzbach.

Vermittlungen und Baufinanzierungen

Insgesamt konnte die Sparkasse Amberg-Sulzbach im vergangenen Jahr Kaufobjekte im Wert von 22 Millionen vermitteln. Die Darlehenszusagen für Baufinanzierungen beliefen sich auf 223,8 Millionen Euro.

Bausparen gewinnt an Bedeutung

Erholungstendenzen auf dem Immobilienmarkt zeigen sich auch in den anhaltend hohen Kreditauszahlungen der LBS Süd. Mit knapp 1,8 Mrd. Euro entfiel mehr als die Hälfte davon auf Bauspardarlehen, die im aktuellen Finanzierungsumfeld zunehmend gefragt sind. Das Volumen der bewilligten Bauspardarlehen hat sich seit der Zinswende von 2022 fast vervierfacht. „Diese Entwicklung belegt den Kernnutzen des Bausparens. Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von fixen Darlehenszinsen, die deutlich unterhalb des erhöhten Marktniveaus liegen“, sagte Bumberger.

Die Sparkasse Amberg-Sulzbach hat 2024 Bauspardarlehen in einer Summe von mehr als sechs Millionen Euro bewilligt. Das ist ein Plus von gut 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Mit einem Bausparvertrag lassen sich feste Zinsen über 20 oder mehr Jahre darstellen. Damit trägt das Bausparen auch in unserer Region wirksam zur Stabilisierung von Immobilienfinanzierungen und zur Bildung von Wohneigentum bei“, so Pickel.

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