Dr. Bernhardt
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Zukunftsweisendes Handwerk: Erstes BIM-Projekt in Bayern

Schwandorf. Der Bayerische Staatsminister Dr. Fabian Mehring besuchte das digitale Kompetenzzentrum für Gebäudetechnik, ein Vorzeigeprojekt in Sachen Digitalisierung. Das Zentrum, das mittels BIM-Methode geplant und umgesetzt wurde, ebnet Handwerkern aus Ostbayern den Weg in die Zukunft.

Schwandorf. Der Bayerische Staatsminister Dr. Fabian Mehring besuchte das digitale Kompetenzzentrum für Gebäudetechnik, ein Vorzeigeprojekt in Sachen Digitalisierung. Das Zentrum, das mittels BIM-Methode geplant und umgesetzt wurde, ebnet Handwerkern aus Ostbayern den Weg in die Zukunft.
Sind stolz auf das Zentrum für digitale Gebäudetechnik im Schwandorfer Bildungszentrum der Handwerkskammer (von links): HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger, Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales, sowie HWK-Präsident Dr. Georg Haber.Foto: Fotostudio Schwarz

Zukunftsweisendes Handwerk: Erstes BIM-Projekt in Bayern

Am Montag besuchte der Bayerische Staatsminister für Digitales, Dr. Fabian Mehring, das Zentrum für digitale Gebäudetechnik der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz im Schwandorfer Charlottenhof. HWK-Präsident Dr. Georg Haber und HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger setzten den Staatsminister über Fakten und Hintergründe des innovativen Projekts ins Bild.

Zentrum für digitale Gebäudetechnik stellt sich vor

Mit dem Zentrum für digitale Gebäudetechnik (ZdG) im Schwandorfer Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz hat die Handwerkskammer Pionierarbeit geleistet. HWK-Präsident Dr. Georg Haber bezeichnete das Kompetenzzentrum heute anlässlich des Besuchs von Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales, im Schwandorfer Charlottenhof vor Vertretern aus Politik und Handwerk als “Leuchtturmprojekt in Sachen Digitalisierung”: “Es ist unsere Antwort auf den digitalen und technologischen Fortschritt – damit wollen wir unsere Handwerkerinnen und Handwerker aus Ostbayern fit für die Zukunft machen.”

Modernes Gebäude trifft auf digitale Planung

Das hochmoderne Gebäude mit diversen Werkstätten, Lehrälen und einem Labor wurde vor drei Jahren eingeweiht. Es war bayernweit das erste öffentlich geförderte Bauprojekt, das durchgehend im BIM-Standard geplant und realisiert wurde. BIM steht für Building Information Modeling, einer modellbasierten Methode zur optimierten Planung, vernetzten Errichtung und idealen Bewirtschaftung von Bauwerken mithilfe einer Software. Über eine Kollaborationsplattform wurden online Informationen über das ZdG ausgetauscht und bearbeitet. Software- und Schnittstellenmöglichkeiten mussten geschaffen werden, damit es jedem Gewerk möglich war, seine relevanten Daten in den sogenannten “digitalen Zwilling” einzuspeisen. Dieser diente insbesondere dazu, das Bauvorhaben möglichst im Detail planen und potenzielle Fehlplanungen vermeiden zu können.

Am BIM-Modell beteiligten sich alle Akteure: die Architekten, die Planer sowie die jeweiligen ausführenden Gewerke, wie zum Beispiel Elektro oder Heizung. Inzwischen profitieren vor allem Ostbayerns Handwerker aus dem Elektro- und Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk von dem Kompetenzzentrum. Da es selbst mit der BIM-Methode geplant und ausgeführt wurde, können die dabei gewonnenen Daten inzwischen in die Meister- und Fortbildungskurse der Handwerkskammer einfließen.

Handwerkskammer setzt auf Zukunftstechnologien

Bei seinem Besuch im Schwandorfer Charlottenhof konnte sich Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales, persönlich ein Bild vom hohen Standard des Zentrums für digitale Gebäudetechnik machen. “Die digitale Transformation von Mittelstand und Handwerk ist von existentieller Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unserer bayerischen Wirtschaft”, sagte der Staatsminister. “Zwar wird kein Handwerksbetrieb durch KI ersetzt werden, allerdings werden Handwerker, die Zukunftstrends verschlafen, möglicherweise durch ihre Kollegen verdrängt werden, die auf Zukunftstechnologien setzen.” Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, so Mehring weiter, sei deutschlandweit ein Vorbild in Sachen Digitalisierung. Sie sei diesbezüglich eine “Herzkammer” und habe rechtzeitig auf Zukunftstechnologien gesetzt und erkannt, wie wichtig das Thema Digitalisierung für das Handwerk sei: “Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz nimmt mit viel Herzblut eine bundesweite Vorreiterrolle ein, worauf ich sehr stolz bin.”

HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger betonte während des Rundgangs durch das Zentrum den hohen Anspruch der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Sachen Ausbildung. Die Handwerkskammer sei mit ihren elf Bildungszentren in ganz Ostbayern Deutschlands größte Bildungskammer. “Wir investieren Millionenbeträge in die Ausstattung dieser ‘Hochschulen des Handwerks’, damit wir unseren Handwerkern immer die besten Voraussetzungen für ihren Karriereweg bieten können”, sagte Kilger. Nicht zuletzt deshalb habe man sich vor einigen Jahren für den Bau des ZdG entschieden.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

HWK-Präsident Dr. Georg Haber stieß ins selbe Horn: “Wir als Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sind in Sachen Bildung enorm engagiert. Denn wir möchten unseren Handwerkern im ständig wachsenden internationalen Wettbewerb den entscheidenden Wissensvorsprung verschaffen.”