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Goldener Regenwurm: Roland Heldrich für Engagement in der ökologischen Landwirtschaft ausgezeichnet

Birgland. Roland Heldrich erhielt den "Goldenen Regenwurm 2025" für seine Leistungen in der ökologischen Landwirtschaft und innovative Ansätze zur Förderung der Artenvielfalt.

Birgland. Roland Heldrich erhielt den "Goldenen Regenwurm 2025" für seine Leistungen in der ökologischen Landwirtschaft und innovative Ansätze zur Förderung der Artenvielfalt.
(Von links) Thomas Lang (Landesvorsitzender von Bioland Bayern), Laudator Josef Schmidt, die Geehrten Roland und Katrin Heldrich, CoLandesvorsitzender von Bioland Bayern, Oliver Alletsee. Foto: Sigi Hagl, Bioland e.V

Goldener Regenwurm: Roland Heldrich für Engagement in der ökologischen Landwirtschaft ausgezeichnet


Im feierlichen Rahmen der Bioland-Woche im Kloster Plankstetten wurde der “Goldene Regenwurm 2025” an Roland Heldrich verliehen. Der erfahrene Biolandwirt aus Frechetsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach bewirtschaftet seinen Hof seit mehr als 30 Jahren nach Bioland-Richtlinien und ist ein Pionier in der Förderung der Artenvielfalt, des Humusaufbaus und zukunftsweisender Weidemodelle. Mit dieser renommierten Auszeichnung würdigt der Bioland Landesverband Bayern Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung im Ökolandbau verdient gemacht haben.

Laudator Josef Schmidt, Biolandwirt aus Tirschenreuth und Mitglied im Vorstand von Bioland e.V., würdigte Heldrichs unermüdlichen Einsatz: “Roland Heldrich hat früh erkannt, dass nachhaltige Landwirtschaft mehr ist als die Summe ihrer Erträge. Er denkt Landwirtschaft ganzheitlich und beweist, dass wirtschaftlicher Erfolg und der Schutz unserer ökologischen Ressourcen Hand in Hand gehen können. Mit seinem innovativen Mob Grazing-Konzept schafft er es, Weidetiere gezielt als Landschaftspfleger einzusetzen, wodurch sich der Humusaufbau verbessert und die Artenvielfalt auf Dauergrünland gefördert wird. Roland, du bist nicht nur ein erfahrener Praktiker, sondern auch ein inspirierender Vordenker für eine ganzheitliche, ökologische Bewirtschaftung, die allem gerecht wird – Naturschutz, Boden, Pflanzen, Tieren und der Lebensmittelerzeugung.”

Ein Hof im Einklang mit der Natur

Der Hof der Familie Heldrich umfasst 53 Hektar Nutzfläche, aufgeteilt in 77 Teilstücke mit vielen Hecken dazwischen. Neben artenreichen Dauerwiesen werden auch Weizen, Dinkel, Roggen, Braugerste, Kartoffeln und Kleegras angebaut. Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Streuobstanbau: 320 Obstbäume mit alten Sorten, die teilweise fast ausgestorben sind, bereichern die Landschaft.

Heldrich gehört er zu den ersten Landwirten, die die Regionalwert-Leistungsrechnung der Neumarkter Lammsbräu nutzen, ein Instrument zur Bewertung und Honorierung von Nachhaltigkeitsleistungen in der Landwirtschaft.

Roland Heldrich nahm die Auszeichnung mit großer Dankbarkeit entgegen. “Ich sehe diesen Preis als Ansporn, weiterhin neue Wege zu gehen und mein Wissen mit anderen zu teilen. Denn nur gemeinsam können wir etwas bewirken.”

Neben Roland Heldrich wurden in diesem Jahr auch Claudia und Hilarius Häußler vom Biolandhof Gallenbach für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement sowie Dr. Franz Ehrnsperger und Johannes Ehrnsperger von der Neumarkter Lammsbräu für ihre Verdienste in der nachhaltigen Lebensmittelverarbeitung geehrt.

Winkler Bräu Amberg
Winkler Bräu Amberg

Zum Bioland-Verband

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol. Rund 10.000 Betriebe aus Erzeugung, Herstellung und Handel wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.