Lernlabor Cybersicherheit: Aus der Sicht eines Hackers zum Aha-Moment

Weiden. Der Bildungscampus der OTH Amberg-Weiden in Weiden wächst immer weiter. Das erkennt man nicht nur von Außen am Bau des E-House, auch im Inneren tut sich etwas: Mit der Ansiedlung des Fraunhofer Instituts wird der Weidener Campus aufgewertet. Ein „Ritterschlag für die OTH“ wie es Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden betitelt. 

Von Kristine Mann

Fraunhofer, E-House
Die offizielle Eröffnung des Lernlabors Cybersicherheit in Weiden ist für Januar 2017 geplant. Im September erhält es Einzug ins E-House, auch das nimmt langsam Formen an. Von links: Dr. Wolfgang Weber, Albert Rupprecht, Prof. Dr. Alfred Höß, Prof. Dr. Andrea Klug, Prof. Dr. Wolfgang Renninger, Ludwig Zitzmann, Prof. Dr. Andreas Aßmuth.

Der bundesweite Startschuss für die Eröffnung der sechs Fraunhofer-Lernlabore erfolgte im Oktober. Die offizielle Eröffnung des Lernlabors in Weiden – übrigens das einzige in Süddeutschland – ist für Januar 2017 geplant. Die Tür dazu geöffnet hat MdB Albert Rupprecht, durchgegangen sei wie er sagt das Team der OTH selbst: „Ihr bietet hier in Weiden Spitzenqualität“. So konnte man Fraunhofer als Partner für sich gewinnen. Damit steht das erste Unternehmen, das Einzug ins E-House findet fest. Bis zu seiner Fertigstellung, die für September 2017 geplant ist, findet die Fraunhofer-Arbeitsgruppe in den Büroräumen des WTC-Gebäude Platz.

IT-Sicherheit und E-Learning vorantreiben

Die Kooperation mit Fraunhofer erfasst zwei Bereiche: IT-Sicherheit und E-Learning. Innovative Köpfe sollen die Forschung vorantreiben, der Fokus liegt aber auch auf der Weiterbildung. Dafür stehen und leben zwei Mitarbeiter der OTH Weiden: Prof. Dr. Andreas Aßmuth im Bereich IT-Sicherheit und Prof. Dr. Wolfgang Renninger im Bereich E-Learning. Das Lernlabor Cybersicherheit startete auch schon mit seiner Arbeit.

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft wächst auch das Bedrohungspotential von Cyberattacken. Dass Embedded Systems, mobile Geräte und Steuergeräte abgesichert werden müssten, sei inzwischen jedem klar. Neuste Schlagzeilen wie der Hackerangriff auf Deutsche Telekom AG beweisen die Dringlichkeit. Ein speziell eingerichtetes Hacking-Labor soll mehr Sicherheit schaffen. Hier erleben die Teilnehmer die Sicht eines Hackers mit dem Ziel eines „Aha-Moments“ bei potentiellen Schwachstellen im System. Die Arbeitsgruppe wolle dabei aber keineswegs an den Ort gekettet sein: „Wir wollen uns möglichst mobil halten, um auch Unternehmen außerhalb unterstützen zu können“, sagt Prof. Dr. Aßmuth. Quasi Koffer packen und los.

Und auch im Bereich E-Learning stehen 100 Trainingseinheiten für mittelständische Unternehmen auf dem Programm. Wichtig bei der ganzen Sache sei auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit. „Die Fachhochschule hat die Übersetzungskompetenz zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft“, sagt Albert Rupprecht. Diese solle mit der Zusammenarbeit auf Augenhöhe genutzt werden.

Mehr Infos zum Lernlabor Cybersicherheit gibt es hier.

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