Drogengeschäfte aus dem Gefängnis – Prozessauftakt am Landgericht Weiden
Drogengeschäfte aus dem Gefängnis – Prozessauftakt am Landgericht Weiden
Der Prozessauftakt wurde von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Begründet wird dies mit Kontakten des Hauptangeklagten ins Rockermilieu. Marco H. (32) wurde von Spezialkräften in den Schwurgerichtssaal begleitet. Er blieb auch während der Verhandlung mit einer Hand an einem Bauchgurt gefesselt – trotz des Protests seiner Verteidigerin Prabhlin Sidhu. Die Anwältin konnte bei Vorsitzendem Richter Markus Fillinger zumindest durchsetzen, mit ihrem Mandanten einen Platz weiter von den Polizeibeamten abrücken zu dürfen. Ansonsten könne sie mit ihrem Mandanten noch nicht einmal flüstern, ohne dass mitgehört würde.
Staatsanwalt Christoph-Alexander May wirft dem Franken Marco H. (32) schwunghaften Drogenhandel vor. Er soll die Deals auch aus dem Maßregelvollzug in Regensburg und später aus der JVA Straubing gesteuert haben. Größter Fall sind zwölf Kilogramm Crystal Meth. Lieferungen gingen laut Anklage auch nach Pressath sowie an weitere Abnehmer in die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth.
Mitangeklagt sind ein 45-jähriger Maurer, ein 31-jähriger Bauzeichner und eine 35-jährige Bürokauffrau. Sie werden von den Rechtsanwälten Andreas Dräger, Alexander Greithaner und Shervin Ameri vertreten.
Der Prozess begann mit einem Rechtsgespräch.



