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Eine große Karriere bei der Polizei geht zu Ende: Klaus Müller verabschiedet

Tirschenreuth/Regensburg. Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat eine hochrangige Führungskraft in den Ruhestand verabschiedet. Leitender Polizeidirektor Klaus Müller aus Tirschenreuth war viele Jahre Chef der Polizeiinspektion Weiden.

Eine große Karriere bei der Polizei geht zu Ende: Klaus Müller verabschiedet

Polizeivizepräsident Robert Fuchs (von links) verabschiedete Leitenden Polizeidirektor Klaus Müller. Nachfolger ist Kriminaldirektor Gerhard Huf. Rechts Polizeipräsident Thomas Schöniger. Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz, Edith Mantel.

Müller leitete zuletzt im Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg das Sachgebiet E 2 (Ordnungs- und Schutzaufgaben, verkehrspolizeiliche Aufgaben). Sein Zuständigkeitsbereich umfasste beispielhaft die Koordinierung größerer Polizeieinsätze bei Versammlungen oder Fußballspielen, verkehrspolizeiliche Belange sowie grenzpolizeiliche Aufgaben. Zuletzt koordinierte er vor Ort den Einsatz beim Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Weiden.

Polizeipräsidenten Thomas Schöniger hob in seiner Laudatio vor allem das Engagement, die fachliche Kompetenz und die Bodenständigkeit Müllers hervor und bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit. Für den Ruhestand wünschte Schöniger dem zukünftigen Pensionisten vor allem viel Gesundheit.

1979 Polizeipraktikant in Tirschenreuth

Der 61-Jährige begann seinen Dienst bei der Polizei im Oktober 1979 als Polizeipraktikant bei der Polizeiinspektion Tirschenreuth. Im März 1980 begann die dreijährige Ausbildung im mittleren Dienst bei der Bereitschaftspolizei in Eichstätt, München und Dachau. Von 1983 bis 2001 hatte Müller mehrere Funktionen bei der Bereitschaftspolizei in München und Sulzbach-Rosenberg inne: Gruppen- und Zugführer und Fachlehrer in Ausbildungsseminaren.

Mit dem Studium an der Beamtenfachhochschule Fachbereich Polizei absolvierte Müller den Aufstieg in den gehobenen Dienst und mit dem Studium an der Polizeiführungsakademie in Münster (jetzt Deutsche Hochschule der Polizei). Müllers erste Station im höheren Dienst war von 2003 bis 2005 das Polizeipräsidium Oberfranken (Bayreuth).

2005 erfolgte die Versetzung zur Polizeidirektion Weiden als Leiter des Sachgebietes Einsatz und zugleich stellvertretender Direktionsleiter. Ab 1. Juni 2009 war Müller im damals neu geschaffenen Polizeipräsidium Oberpfalz und später bei der PI Regensburg Süd eingesetzt, ehe er am 1. Oktober 2012 die Leitung der Polizeiinspektion Weiden übernahm. Nach 9 Jahren in Weiden wechselte der Leitende Polizeidirektor 2021 zum Sachgebiet E2 des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Nachfolger: Gerhard Huf aus Nittenau

Der neue Leiter des Sachgebietes ist ab 1. August Kriminaldirektor Gerhard Huf. Der in Nittenau wohnhafte Huf war seit 2015 mit der Leitung der Kriminalpolizeiinspektion Amberg betraut.

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Der 48-Jährige ist in Nittenau im Landkreis Schwandorf zuhause. Nach dem Abitur im Jahr 1995 trat er in die Reihen der Bayerischen Polizei ein. Nach dem Abschluss an der Fachhochschule Fachbereich Polizei in Sulzbach-Rosenberg begann Huf seinen praktischen Polizeidienst als Polizeikommissar 1999 bei der damaligen Polizeiinspektion Regensburg 2 am Protzenweiher, wo er die Aufgabe eines stellvertretenden Dienstgruppenleiters innehatte.

Spezialgebiet: Staatsschutz

Zwei Jahre später wechselte Huf in das Bayerische Landeskriminalamt zur Abteilung Staatsschutz, der er bis 2003 angehörte. Daran schloss sich eine viereinhalbjährige Tätigkeit in der Polizeiabteilung des Innenministeriums an. Hier war er im Sachgebiet I C 5 im Bereich Kriminalitätsbekämpfung schwerpunktmäßig für den Staatsschutz zuständig.

Aufgrund seiner Qualifikation stand Gerhard Huf sehr bald für den Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst, heute 4. Qualifikationsebene, an. Dazu wurde ihm im Vorfeld im Rahmen der Führungserprobung ab Oktober 2007 die Leitung der Polizeiinspektion Nabburg übertragen. Die nächste Station war eine dreimonatige Tätigkeit bei der KPI Regensburg.

Fast zehn Jahre Kripochef in Amberg

Nachdem Huf das Auswahlverfahren erfolgreich absolviert hatte, begann für ihn im Oktober 2008 der zweijährige Masterstudiengang zum Aufstieg in den höheren Dienst an der Fachhochschule Fürstenfeldbruck und der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. Nach einem hervorragenden Studienabschluss war der vielseitige Beamte ab Oktober 2010 wieder zuhause in der Oberpfalz und seine erste Verwendung in der 4. Qualifikationsebene führte ihn in das Polizeipräsidium Oberpfalz nach Regensburg.

Fortan war Huf beim Sachgebiet E 3 wieder für den komplexen Bereich Kriminalitätsbekämpfung zuständig. Neben der Fachaufsicht über die vier Kriminalpolizeiinspektionen in der Oberpfalz gehörten die Koordinierung der Maßnahmen im Bereich der organisierten, schweren und politisch motivierten Kriminalität zu seinen Themenschwerpunkten.

Nach einer über vierjährigen Tätigkeit im Präsidium und einer damit oberpfalzweiten Zuständigkeit wurde Huf mit Wirkung vom 1. Februar 2015 die Leitung der KPI Amberg übertragen. Ab dem 01. August tritt er nun seine neue Stelle als Leiter des Sachgebiets E2 an.