Fahndungserfolg nach nur 18 Stunden – mutmaßlicher Schleuser in Waidhaus festgenommen
Fahndungserfolg nach nur 18 Stunden – mutmaßlicher Schleuser in Waidhaus festgenommen
Eine Zeugin meldete am Nachmittag des 7. April der Bayerischen Polizei, dass mehrere Personen auf der B85 aus einem Lastwagen ausgestiegen seien. Beamte der Polizeiinspektion Amberg trafen vor Ort zwölf Personen an und nahmen sie in Gewahrsam. Die Bayerische Polizei und die Bundespolizei leiteten daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem beschriebenen türkischen Lastwagen ein.
Festnahme und Kontrolle des Lastwagens
Am Abend des 8. April entdeckte eine Streife der Bundespolizei auf dem Parkplatz des Zollamts Waidhaus einen Lastwagen, der zu den Fahndungshinweisen passte. Ermittler brachten Fahrzeug und Auflieger eindeutig mit der vorangegangenen Schleusung in Verbindung. Die Beamten nahmen den 51-jährigen türkischen Lastwagen-Fahrer vorläufig fest. Ermittler des Ermittlungsdienstes der Bundespolizei Waidhaus ordneten ihn als Fahrer des Lastwagens während der Schleusung zu. Mit Unterstützung einer Streife des Zolls Wernberg öffneten Einsatzkräfte die angebrachte Zollplombe und überprüften den Auflieger. Auf der Ladefläche fanden sie deutliche Hinweise auf einen Personentransport, darunter offen liegende Kleidungsstücke, Decken, Matratzen, zahlreiche Wasserflaschen und teilweise geöffnete Pakete.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte am Dienstag, dem 7. April insgesamt zwölf Personen auf der Ladefläche seines Lastwagens unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland eingeschleust hat. Die Behörden führen den 51-Jährigen dem Haftrichter beim Amtsgericht Weiden vor. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden hat der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Waidhaus die weiteren Ermittlungen übernommen.
„Mein Dank gilt allen beteiligten Behörden, denn gerade diese abgestimmte Zusammenarbeit ist maßgeblich für den schnellen Fahndungserfolg. Wir verfolgen gemeinsam und konsequent das Ziel, die Schleusungskriminalität effektiv zu bekämpfen und Täter zur Verantwortung zu ziehen,“ betonte Staatsanwalt Matthias Bauer. Die Staatsanwaltschaft Weiden und die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bedankten sich ausdrücklich bei der aufmerksamen Zeugin für den entscheidenden Hinweis. Sie appellieren an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden.


