Feuerwehr in Trippach erhält nach 132 Jahren eigenes Fahrzeug

Feuerwehr in Trippach erhält nach 132 Jahren eigenes Fahrzeug
Von einem bedeutenden Freudentag besonders für die Löschgruppe Trippach und die Bewohner sprach der Kommandant der Feuerwehr Weiherhammer, Christoph Wagner, zum Auftakt der Feierstunde: „Erstmals nach 132 Jahren Feuerwehrgeschichte wird ein eigenes Fahrzeug in Dienst gestellt.“ Wie bestellt schickte die Sonne am Samstagnachmittag endlich wärmende Strahlen über den Vetter-Festplatz, als die Geistlichen Thomas Kohlhepp und Andreas Ruhs nach Gebeten den Segen Gottes für die moderne Gerätewagen-Tragkraftspritze (GW-TS) „Florian Weiherhammer 45/1“ erbaten.
Neuer GW-TS für Trippach offiziell im Dienst
„Der Weg bis hierhin war lang“, zeigte Wagner ausführlich auf. Besonders stolz sei man auf die Trippacher, dass parallel der Unterstellplatz in Eigenleistung erweitert und angepasst wurde. Gruppenführer Marco Reil erläuterte die technischen Details des viersitzigen, 205 PS starken Ford-Ranger-Basisfahrzeugs, das bereits seine ersten Einsätze hinter sich hat. „Vorbei ist die Zeit mit dem Traktor; jetzt sind wir als Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn erkennbar.“ Reils Dank galt allen, die bei der Planung sowie beim Umbau des Gerätehauses immer an einem Strang gezogen haben, besonders den drei Kommandanten, allen voran Christoph Wagner, „der uns von Anfang an unterstützt und dadurch dieses Projekt erst ermöglicht hat.“
Das zeitgemäße Fahrzeug bedeute vor allem mehr Sicherheit und schnellere Einsatzbereitschaft, ein wichtiger Schritt für die Kameradinnen und Kameraden und die Menschen in Trippach und Umgebung, sagte Bürgermeister Julian Kraus. Rund 100.000 Euro wurden dafür investiert. Hinzu kommen 85.000 Euro für An- und Umbau des Gerätehauses. 25.000 Euro steuerte der Freistaat Bayern bei. „Dieses Geld ist gut angelegt, denn investiert wurde nicht in Blech oder Beton, sondern in Sicherheit, Zusammenhalt und vor allem in Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen“, unterstrich Kraus, ehe er symbolisch die Schlüssel an Wagner und Reil überreichte.
Politische Unterstützung und Glückwünsche
„Der GW-TS ist eine Premiere im Freistaat, der erste in seiner Art“, bemerkte MdL Dr. Stephan Oetzinger. „Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sind Gutmenschen in unserer Gesellschaft, weil sie nicht wegschauen“, betonte Vizelandrat Albert Nickl, bevor er eine Spende übergab. Kreisbrandrat Marco Saller wünschte im Beisein der Kreisbrandinspektion unfallfreie Einsätze. Mit der Bayernhymne beendete der Posaunenchor Neunkirchen unter der Leitung von Barbara Beutner den Festakt. Anschließend wurde mit den Nachbarwehren im beheizten Zelt gemütlich gefeiert.
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