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Feuerwehr meistert THL-Leistungsprüfung in Eslarn erfolgreich

Eslarn. Die Freiwillige Feuerwehr hat die THL-Leistungsprüfung in zwei Gruppen erfolgreich absolviert. Im Mittelpunkt standen sicheres Arbeiten mit Schere, Spreizer und Rettungszylinder sowie präzise Abläufe statt Rekordzeit.

Feuerwehr meistert THL-Leistungsprüfung in Eslarn erfolgreich

Die Feuerwehrprüfer um KBR Marco Saller (stehend) gratulierten mit zweiten Bürgermeister Thomas Kleber (re) zur bestandenen Prüfung. Foto: Karl Ziegler
Beim Prüfungsablauf wurde jedem eine bestimmte Aufgabe zugewiesen. Foto: Karl Ziegler
Nach der Prüfung wurden die eingesetzten Geräte wieder im Fahrzeug verstaut. Foto: Karl Ziegler
Bei der Prüfung kamen auch Feuerwehr-Spreizer, hydraulische Rettungsgeräte, zum Einsatz. Foto: Karl Ziegler
Die beiden Prüfungs-Gruppen mit den Schiedsrichtern um KBR Marco Saller (2.v.l.). Foto: Karl Ziegler

Neben der klassischen Brandbekämpfung nimmt die Technische Hilfeleistung (THL) im Aufgabenbereich der Freiwilligen Feuerwehr einen immer größeren Stellenwert ein. Insbesondere bei schweren Verkehrsunfällen ist der Einsatz moderner hydraulischer Rettungsgeräte wie Schere, Spreizer und Rettungszylinder unverzichtbar. Durch regelmäßige Übungen und Prüfungen stellen die Feuerwehrfrauen und -männer der FFW Eslarn sicher, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und eingeklemmte Personen schnell und zugleich schonend gerettet werden können. Ein derartiges Einsatzszenario stand auch im Mittelpunkt der jüngsten Leistungsprüfung. In zwei Gruppen stellten die Feuerwehraktiven eindrucksvoll unter Beweis, dass sie im Umgang mit der umfangreichen Ausrüstung bestens geschult sind. Die Prüfung dient der Vertiefung der Handhabung der vielfältigen Gerätschaften. Für die gründliche Ausbildung sorgte ein Team um Kommandant Georg Rauch und Stellvertreter Markus Lehner.

Gründliche Abnahme statt Rekordzeit

Die Prüfung wurde von zwei Gruppen abgelegt, und Schiedsrichter Kreisbrandrat Marco Saller legte besonderen Wert auf eine gründliche Prüfung. Entscheidend ist dabei nicht das Erzielen einer Rekordzeit, sondern das Zusammenspiel von sauberer und strukturierter Arbeit im Rahmen einer angemessenen Zeit, stellte Saller fest. Nur wenn beide Faktoren stimmen, gilt die Prüfung als bestanden. Fehler in Befehlsgebung, Ausführung oder Geräteeinsatz werden entsprechend bewertet, insbesondere wenn sie den Einsatzerfolg oder die Sicherheit gefährden könnten. Die zwei Feuerwehrgruppen absolvierten die Prüfung mit Erfolg. Das Feuerwehr-Leistungsabzeichen wird in Bayern in sechs Stufen von Bronze bis Gold-Rot verliehen.

Die Prüfung wurde von einem hochrangigen Schiedsrichterteam begleitet. Kreisbrandrat Marco Saller ließ es sich trotz seines vollen Terminkalenders nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein. Unterstützt wurde er von Kreisbrandinspektor Martin Weig, Kreisbrandmeister Thomas Kleber sowie Kreisjugendwart Dominik Zintl. Ebenfalls anwesend waren Kommandant Georg Rauch, sein Stellvertreter Markus Lehner sowie der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Jürgen Bösl. Auch der zweite Bürgermeister Thomas Kleber machte sich vor Ort an der Kartoffelhalle ein Bild von den Leistungen der beiden Gruppen.

Leistungsabzeichen: Erfolge von Bronze bis Gold-Rot

Bei der Verleihung der Leistungsabzeichen im Feuerwehrhaus konnten zahlreiche Feuerwehrdienstleistende für ihren Einsatz ausgezeichnet werden. Die Stufe eins (Bronze) absolvierten erfolgreich Johannes Schaller, Michaela Maier, Franziska Ruhland und Leonie Dierl. Wolfgang Voit erreichte die Stufe zwei, während Maria Wazl und Felix Wild die Stufe drei ablegten. Die Stufe vier meisterten Florian Wazl, Janine Krämer und Ulli Bauer. Die höchste reguläre Stufe sechs (Gold-Rot) schafften Sebastian Wild, Manuel Demleitner und Christoph Demleitner.

In der anschließenden Besprechung betonte Schiedsrichter Marco Saller die hohe Qualität der gezeigten Leistungen. Besonders hob er hervor, dass die Technische Hilfeleistung eine äußerst praxisorientierte Prüfung sei, bei der deutlich werde, wie sicher die Einsatzkräfte mit den Geräten umgehen. Gleichzeitig verwies er darauf, dass auch nach der höchsten Stufe weitere Möglichkeiten bestehen, eine Prüfung abzulegen, etwa mit dem Leistungsabzeichen „Ü40“ des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberpfalz. Dieses Abzeichen richtet sich an erfahrene Feuerwehrangehörige über 40 Jahre, die bereits die Stufe Gold-Rot erfolgreich absolviert haben. Als eine der Ersten von der FFW Eslarn legten Manuela und Jürgen Bösl die Prüfung „BFV 1 – Ü40“ mit Erfolg ab. Für das Ehepaar war dies ein besonderes Zeichen für langjähriges Engagement und gelebten Feuerwehrdienst.

Wertschätzung und Lob für die Ehrenamtlichen

Zweiter Bürgermeister Thomas Kleber zeigte sich beeindruckt vom fachlichen Können und dem Engagement der Ehrenamtlichen. In seinen Worten brachte er großen Respekt für die Feuerwehrfrauen und -männer zum Ausdruck, die ihre Freizeit für die Sicherheit der Allgemeinheit opfern. Er betonte, dass die Unterstützung durch den Markt Eslarn selbstverständlich sei und wünschte zugleich, dass alle möglichst von größeren Einsätzen und Unfällen verschont bleiben. Auch Kreisbrandinspektor Martin Weig lobte die beiden Gruppen für ihre fehlerfreien und sauberen Übungen. Besonders wichtig sei die gute Zusammenarbeit zwischen jüngeren und erfahrenen Mitgliedern sowie die genaue Kenntnis der Gerätschaften und deren Einsatzmöglichkeiten. Kommandant Georg Rauch zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme und das hohe Ausbildungsniveau. Die Prüfung habe erneut verdeutlicht, wie wichtig kontinuierliches Training sei und dass die Mannschaft bestens auf den Ernstfall vorbereitet ist.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Abschließend gilt allen Beteiligten – den aktiven Feuerwehrdienstleistenden, den Ausbildern, den Schiedsrichtern sowie den Unterstützern aus der Gemeinde – ein herzlicher Dank und große Anerkennung für ihren Einsatz. Gleichzeitig dürfen sich alle erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre bestandenen Prüfungen freuen – ein verdienter Lohn für Engagement, Disziplin und Teamarbeit.