Feuerwehr und Verwaltung proben Krisenstab in Auerbach

Feuerwehr und Verwaltung proben Krisenstab in Auerbach
Waldbrände, Sturzfluten, Felsstürze, Überschwemmungen und hybride Kriegsführung mit Drohnenangriffen oder Cyberattacken. Die weltweiten Katastrophen scheinen zuzunehmen und sind mittlerweile auch in Deutschland real geworden. Die Städte und Gemeinden in Bayern sind deshalb seit einiger Zeit dazu aufgerufen, Katastrophenschutzkonzepte zu erstellen und den Ernstfall zu üben. Mit Auerbach hat am vergangenen Wochenende nun die fünfte Kommune im Landkreis Amberg-Sulzbach eine erste Großübung unter realen Bedingungen abgehalten.
Auerbach probt den Krisenstab: Großübung von Stadt und Feuerwehr
Große Unwetterlage, Stromausfall, Ausfall der Wasserversorgung. Dieses Ausgangsszenario diente als Grundlage einer gemeinsamen Übung der Feuerwehr Auerbach mit der Stadtverwaltung. Letztere probte dabei unter realistisch inszenierten Bedingungen die Einrichtung eines Krisenstabes und dessen Aufgaben im Katastrophenfall. Vorausgegangen war am Freitagnachmittag eine Theorieeinheit im Sitzungssaal des Rathauses. Dabei wurden die vorab im Rahmen des städtischen Katastrophenschutzkonzepts berufenen Mitglieder des Krisenstabes mit den rechtlichen Grundlagen zur Feuerwehr und zum Katastrophenschutz vertraut gemacht. Am Samstagvormittag wurde eine vorab geheime Übung inszeniert, bei der Krisenstab und Feuerwehr mögliche Szenarien einer Großwetterlage mit diversen Einsätzen unter Echtzeitbedingungen in der Einsatzzentrale durchspielen konnten.
Sven Schmidt, Michael Werner und Niklas Obermeier von der Kreisfeuerwehrführung schulten die Teilnehmer im Theorieteil und beobachteten auch die praktische Übung mit den teils durchaus bedrohlichen und herausfordernden Szenarien für Krisenstab und Feuerwehren. Diese reichten von rein logistischen Aufgaben wie der Vorbereitung einer Krisenstabszentrale über Lagebesprechungen und die Kommunikation bei Stromausfall bis hin zur Einrichtung einer Notunterkunft in der Helmut-Ott-Halle für evakuierte Bürger und einer Notwasserversorgung, falls die Auerbacher Wasserversorgung zusammenbricht. Auch einstürzende Häuser und vermisste Personen gehörten zum Szenario.
Kreisfeuerwehr begleitet Theorie und Praxis der Katastrophenvorsorge
Unterstützt wurden die Übenden von Kreisbrandinspektor Hans Sperber und Kreisbrandmeister Michael Schmidt, die der Übung im Feuerwehrhaus beiwohnten.
Im Anschluss an die Übung fand eine kurze Feedbackrunde statt, in der Stärken und Schwächen analysiert und Verbesserungspotenziale aufgearbeitet wurden. Geschäftsleiter Matthias Edtbauer als Leiter des Krisenstabes und Einsatzleiter Sven Zocher – Kommandant der Feuerwehr Auerbach – zeigten sich ob der ersten Zusammenarbeit in dieser Form zufrieden mit den Abläufen.
Positive Bilanz und weiterer Fahrplan für den Katastrophenschutz
Auch die Feuerwehrführung beschied die Übung positiv. Erste Bürgermeisterin Birgit Barth, die als oberste Verantwortliche auf Stadtebene ebenfalls dem Krisenstab angehörte, dankte den Beteiligten für ihren Einsatz. Sie betonte, dass derzeit keine konkrete Gefahrenlage für die Stadt Auerbach bestehe. Dennoch sei eine gute Vorbereitung für den Ernstfall entscheidend.
In den nächsten Wochen wird das für Auerbach ausgearbeitete Katastrophenschutzkonzept weiter angepasst. Außerdem soll in regelmäßigen Übungen für den Ernstfall mit Verwaltung und Feuerwehr geprobt werden, in der Hoffnung, dass der Ernstfall nicht eintritt.
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