Feuerwehren bewältigen 29 Einsätze am Maifeiertag im Landkreis Schwandorf

Feuerwehren bewältigen 29 Einsätze am Maifeiertag im Landkreis Schwandorf
Die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf waren am Maifeiertag, dem 1. Mai 2026, stark gefordert. Insgesamt mussten 29 Einsätze abgearbeitet werden, die sich in Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen sowie sonstige Tätigkeiten und Sicherheitswachen gliedern.
Zahlreiche Brandeinsätze am Maifeiertag
Im Bereich der Brandeinsätze wurden sieben Alarmierungen verzeichnet. Darunter fiel unter anderem ein Lastwagenbrand auf der A6, bei dem drei Feuerwehren im Einsatz waren. Zwei ausgelöste Brandmeldeanlagen beschäftigten jeweils mehrere Einsatzkräfte. Zudem wurde eine Brandnachschau durchgeführt. Besonders hervorzuheben ist ein Waldbrand, der den Einsatz von insgesamt neun Feuerwehren erforderte und damit die aktuell angespannte Waldbrandsituation unterstreicht. Ein weiterer gemeldeter Waldbrand stellte sich glücklicherweise als Fehlalarm heraus. Ergänzt wurde das Einsatzgeschehen durch einen Kleinbrand an einem Gebäude.
Im Bereich der technischen Hilfeleistung wurden elf Einsätze abgearbeitet. Den größten Anteil bildeten dabei sechs sogenannte First-Responder-Einsätze, bei denen Feuerwehren zur medizinischen Erstversorgung alarmiert werden. Hinzu kamen unter anderem Maßnahmen zur Verkehrslenkung, eine Straßenreinigung sowie kleinere allgemeine Hilfeleistungen.
Sicherheitswachen und Verkehrssicherung
Weiterhin wurden elf sonstige Tätigkeiten und Sicherheitswachen geleistet. Neben einer klassischen Sicherheitswache waren insbesondere zehn sonstige Einsätze im Zusammenhang mit Verkehrssicherungsmaßnahmen, etwa rund um Maibaumveranstaltungen, erforderlich.
Erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr
Mit den ersten warmen Tagen des Jahres zieht es viele Menschen wieder nach draußen – ob zu Spaziergängen in der Natur, geselligen Treffen im Garten oder einem gemütlichen Grillabend mit Familie und Freunden. Die Kreisbrandinspektion im Landkreis Schwandorf begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich, weist jedoch gleichzeitig auf die aktuell erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr hin.
Die Gefahr von Bränden steigt speziell durch die Kombination aus hohen Temperaturen, intensiver Sonneneinstrahlung und Wind. Letzterer kann ein Feuer innerhalb kürzester Zeit anfachen und verbreiten. Auch scheinbar harmlose Ursachen wie achtlos entsorgter Müll können dabei eine Rolle spielen: Glasflaschen oder Scherben können das Sonnenlicht bündeln und wie ein Brennglas wirken. Vor allem entlang von Straßenrändern in unmittelbarer Nähe zu trockenen Wiesen oder Getreidefeldern kann so schnell ein Brand entstehen.
Kreisbrandrat Christian Demleitner appelliert daher gemeinsam mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes an die Bevölkerung, die Natur bewusst und verantwortungsvoll zu genießen. Bereits mit wenigen einfachen Verhaltensweisen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:
- Kein Rauchen, offenes Feuer (Grillen), offenes Licht in Wäldern oder auf Wiesen.
- Bitte niemals Zigarettenkippen aus dem Auto- oder Zugfenster werfen (das gehört sich aus Umweltschutzgründen ohnehin nicht!).
- Zufahrten zu Wäldern (das können auch Feldwege sein) müssen für Löschfahrzeuge Tag und Nacht freigehalten werden.
- Das Fahren oder Parken auf Waldwegen ist zu unterlassen, heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren könnten das Gras in Brand setzen.
- Bitte werfen Sie keine Abfälle in die Natur.
- Scherben können wie Brenngläser wirken!
- Kinder sollten über die Gefahren und Folgen aufgeklärt werden.
- Viele Brände lassen sich durch rasches Eingreifen schon im Anfangsstadium löschen.
- Deshalb bitte immer sofort die Feuerwehr (Notruf 112) alarmieren!
Gerade in ländlichen Regionen, in denen Wälder, Felder und Wohngebiete oft unmittelbar aneinandergrenzen, ist Aufmerksamkeit besonders wichtig. Wer Rauch oder Feuerschein bemerkt, sollte nicht zögern und umgehend den Notruf 112 wählen, damit schnell reagiert werden kann.
Sicher grillen: Empfehlungen der Kreisbrandinspektion
Auch einem entspannten Grillabend im eigenen Zuhause steht grundsätzlich nichts im Wege – im Gegenteil: Die warmen Abende laden dazu ein, Zeit im Freien zu verbringen. Damit dies für alle ein sicheres und unbeschwertes Erlebnis bleibt, empfiehlt die Kreisbrandinspektion einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen:
- Wählen Sie einen standfesten und sicheren Standplatz für den Grill und halten Sie Abstand zu brennbaren Stoffen wie Lampions, Girlanden und so weiter. Ein Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern ist das Mindestmaß!
- Verwenden Sie den Grill nur im Freien!
- Zum Anzünden des Grills verwenden Sie Trockenbrennstoffe oder Grillanzünder, jedoch auf keinen Fall brennbare Flüssigkeiten! Gießen Sie insbesondere keinen Spiritus oder Ähnliches in den Grill!
- Fachen Sie das Feuer nicht mit Pressluft oder gar mit Sauerstoff an!
- Kinder dürfen nicht unbeaufsichtigt mit dem Grill hantieren.
- Halten Sie Löschmittel bereit. Ein Feuerlöscher oder ein Eimer Wasser helfen, Entstehungsbrände zu bekämpfen.
- Tragen Sie beim Hantieren am Grill keine Synthetikkleidung. Diese kann schlagartig Feuer fangen.
Zitat von Kreisbrandrat Christian Demleitner:
Mit Umsicht und Rücksichtnahme stehen somit unbeschwerten Stunden im Freien nichts im Wege. Kreisbrandrat Christian Demleitner bringt es auf den Punkt: „Wer die Natur genießt, sollte auch Verantwortung für sie übernehmen – oft sind es kleine Unachtsamkeiten, die große Folgen haben können.“
Bei Unfällen oder Bränden rufen Sie die Feuerwehr über die Telefonnummer 112.




