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Generalstaatsanwaltschaft lässt mutmaßlichen IS-Kämpfer in Weiden festnehmen

Weiden. Ein 46-jähriger Syrer ist in Weiden wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft ihm vor, 2016 für den IS als Polizist und Kämpfer tätig gewesen zu sein. Parallel wurde ein weiterer Verdächtiger in Oberbayern festgenommen.

Weiden. Ein 46-jähriger Syrer ist in Weiden wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft ihm vor, 2016 für den IS als Polizist und Kämpfer tätig gewesen zu sein. Parallel wurde ein weiterer Verdächtiger in Oberbayern festgenommen.
Symbolbild: Bundespolizei

Generalstaatsanwaltschaft lässt mutmaßlichen IS-Kämpfer in Weiden festnehmen

Einsatzkräfte des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) haben am Dienstag einen 46-jährigen syrischen Staatsangehörigen in Weiden festgenommen. Gegen den Mann besteht nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München der dringende Verdacht, Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gewesen zu sein. Das Oberlandesgericht München hat Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll sich der Mann spätestens im Frühjahr 2016 dem IS angeschlossen haben. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Februar und Juli 2016 unter anderem bei der IS-Polizei sowie in verschiedenen Kampfeinheiten gedient zu haben. Für seine Tätigkeiten soll er monatliche Zahlungen von der Terrororganisation erhalten haben.

Die Festnahme erfolgte am 28. Juli durch Einsatzkräfte des Bayerischen Landeskriminalamts mit Unterstützung der Polizeiinspektion Weiden, der Kriminalpolizeiinspektion Weiden sowie der Kriminalpolizeiinspektion Zentral des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Zeitgleich führt die Generalstaatsanwaltschaft München ein weiteres, davon unabhängiges Ermittlungsverfahren gegen einen 28-jährigen irakischen Staatsangehörigen. Dieser war bereits am 23. Juli in Traunreut festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Januar und September 2016 als Kämpfer in verschiedenen Einheiten des IS im Irak und in Syrien eingesetzt gewesen zu sein.

Nach Angaben der Ermittler stehen die beiden Verfahren nicht in einem direkten Zusammenhang. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren jedoch in beiden Fällen sogenannte IS-Mitgliederlisten sowie weitere Datensätze, auf denen die Namen der Beschuldigten gefunden worden sein sollen.

Die Generalstaatsanwaltschaft teilte mit, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit keine weiteren Informationen veröffentlicht werden können.

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Für beide Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.