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Haushalt 2026 einstimmig beschlossen in Floß

Floß. Der Marktgemeinderat hat den Haushalt 2026 einstimmig beschlossen; trotz knapper Lage braucht es Mittel aus der Rücklage und einen Kredit. Investiert wird in Schule, Kitas, Wasser und das Gewerbegebiet "Im Reiserwinkel".

Floß. Der Marktgemeinderat hat den Haushalt 2026 einstimmig beschlossen; trotz knapper Lage braucht es Mittel aus der Rücklage und einen Kredit. Investiert wird in Schule, Kitas, Wasser und das Gewerbegebiet "Im Reiserwinkel".
Hier wird das Gewerbegebiet "Im Reiserwinkel" entstehen. Foto: Josef Pilfusek

Haushalt 2026 einstimmig beschlossen in Floß

Robert Lindner ist überzeugt: „Wir sind als Markt solide aufgestellt.“ Das heißt für den Bürgermeister: „Wir können unsere Pflichtaufgaben weiterhin erfüllen.“ Und so hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan 2026 einstimmig beschlossen.

Haushalt 2026 einstimmig beschlossen

Laut Lindner: „haben Kämmerer Klaus Grünwald und Matthias Strobel erneut eine solide Basis für ein weiteres zukunftsträchtiges Jahr erstellt“. Dabei betonte der Rathauschef auch die konstruktiven Gespräche mit den Fraktionen.

Als größte Projekte bezeichnete er die Sanierung der Schule und die Erweiterung des evangelischen Kindergartens – beide Maßnahmen sind fast abgeschlossen – sowie die begonnene Sanierung und Erweiterung des katholischen Kindergartens. „Diese Investitionen sind Pflichtaufgaben einer Kommune und wichtig für eine gute Zukunft unserer Kinder.“

Infrastruktur, Feuerwehr und neue Baugebiete

Außerdem verwies Lindner auf die gut ausgestattete Feuerwehr und den Bauhof. „Die Schuldenentwicklung ist den großen Projekten geschuldet und absolut vertretbar“, beschrieb er die Finanzlage.

Größere Straßenbaumaßnahmen können seinen Worten zufolge derzeit nicht durch den Haushalt abgedeckt werden. Umso mehr freute er sich, dass über die Integrierte Ländliche Entwicklung Projekte gefördert werden könnten. „Somit sind die Weichen für die Ansiedlung neuer Unternehmen und auch für circa acht bis zehn Bauparzellen gestellt“, kündigte er die beginnenden Arbeiten im Gewerbegebiet „Im Reiserwinkel“ und die Grundlagenplanungen für das Mischgebiet „Auf der Ziegelhütte“ an.

Wasserversorgung und Kanal: Sanierung läuft

Auf einem guten Weg sei auch die Sanierung des Hochbehälters Nikolaiberg. „Wir werden auch in den nächsten Jahren weiter an der Sanierung und Ertüchtigung von Wasser und Kanal arbeiten“, versicherte er außerdem.

Witron Zoiglbrotzeit
Witron Zoiglbrotzeit

Der Gesamtetat 2026 schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 13.541.623 Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 8.601.633 Euro und auf den Vermögenshaushalt 4.939.990 Euro.

Einnahmen und Ausgaben im Überblick

Als wichtigste Einnahmen nannte Kämmerer Klaus Grünwald unter anderem die Grundsteuern A und B mit 42.000 und 275.000 Euro, die Gewerbesteuer (1.700.000), den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (2.100.000), den Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (270.000), die Schlüsselzuweisungen (719.360). Bei den Ausgaben fallen vor allem die Unterhaltung der Grundstücke und baulichen Anlagen (811.970 Euro), die Zuschüsse für laufende Zwecke an sozialen und ähnlichen Einrichtungen (1.367.873) und die Kreisumlage (2.186.110) ins Gewicht.

Laut Grünwald kann im aktuellen Etat keine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt erzielt werden. Zum Ausgleich müssen 500.000 Euro aus der Rücklage entnommen werden. Dazu kommt eine Kreditaufnahme von 1.700.000 Euro. Nach den Berechnungen des Kämmerers erhöht sich der Schuldenstand zum Ende dieses Jahres auf 6.005.759,85 Euro (4.619.359,85 Euro Ende 2025).

Fraktionen bewerten Haushaltslage

Für Markus Staschewski ist die angespannte Haushaltslage vor allem auf die hohen Investitionen bei den Pflichtaufgaben zurückzuführen. „Gleichzeitig belasten gestiegene Energie- und Materialkosten, schwankende Gewerbesteuereinnahmen, höhere Kreisumlage und vorübergehend geringere Zuweisungen die Gemeindefinanzen zusätzlich“, stellte der SPD-Fraktionssprecher fest. Dennoch könnten wichtige Projekte umgesetzt werden.

So sah es auch Markus Schieder (CSU). Der Spielraum sei zwar eingeschränkt, „dennoch sollte man zukünftige Investitionen nicht auf die lange Bank schieben“. Dabei bat er die Verwaltung, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen.

Haushaltsdisziplin und Ausblick 2027 bis 2029

Der letzte Haushalt des Kämmerers stellte für Oliver Mutterer (Bürgerliste) „ein richtiges Brett dar“. Umso mehr bat er um Haushaltsdisziplin und war der Meinung, „dass nicht alles, was geplant ist, auch umgesetzt werden muss“. Wie alle hob er die Leistungen von Klaus Grünwald hervor. Am Ende standen die einstimmigen Beschlüsse sowohl für den Haushaltsplan als auch für den Finanzplan und das Investitionsprogramm für die Haushaltsjahre 2027 bis 2029.

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