Neuwahl verhindert Auflösung der Siedlergemeinschaft in Eslarn

Neuwahl verhindert Auflösung der Siedlergemeinschaft in Eslarn
Aufatmen heißt es bei der Siedlergemeinschaft (SG) Eslarn: Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitagabend im Gasthof „Böhmerwald“ ist es gelungen, eine neue Vorstandschaft zu bilden und damit den Fortbestand des Ortsvereins zu sichern. Nachdem zuvor sogar eine Auflösung der Gemeinschaft im Raum gestanden hatte, brauchte es zahlreiche Gespräche und viel Überzeugungsarbeit, um Mitglieder für die Übernahme eines Ehrenamtes zu gewinnen.
Neues Vorstandsgremium sichert Zukunft
Vorsitzender Robert Hantzsch begrüßte auch Bürgermeister Thomas Kleber sowie den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden und Kreisvorsitzenden Helmut Grünbauer. In seinem Grußwort betonte Grünbauer: „Wir wollen heute gemeinsam versuchen, die Siedlergemeinschaft Eslarn aufrechtzuerhalten“, betonte er. Auch dem Bezirk sei es ein großes Anliegen, dass der Ortsverein weiterhin bestehe.
Bürgermeister Thomas Kleber erinnerte in seinem Grußwort mit einem Augenzwinkern an das Sprichwort „Alle guten Dinge sind drei“. Damit spielte er auf die mittlerweile dritte Versammlung an, bei der eine Lösung für die Zukunft der Gemeinschaft gefunden werden sollte. Kleber machte deutlich, dass ihm der Erhalt des Vereins eine echte Herzensangelegenheit sei. Eine Auflösung wäre bedauerlich, da damit nicht nur ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Vereinsstruktur verloren ginge, sondern auch die Möglichkeit zur Ausleihe der vorhandenen Geräte wegfallen würde.
Bürgermeister wirbt für Erhalt
Um eine Lösung zu finden, hatte Kleber in den vergangenen Tagen gemeinsam mit Vorsitzendem Robert Hantzsch sowie dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden Josef Maier Gespräche mit Mitgliedern geführt. Beim sogenannten „Klinkenputzen“ versuchte man, Mitglieder für die Übernahme von Ämtern zu gewinnen. Kleber hoffte, dass sich dieser Einsatz auszahlen werde.
Anschließend leitete der Bürgermeister die Neuwahlen. Insgesamt waren 17 Mitglieder anwesend. Die Bemühungen im Vorfeld und das gute Zureden in der Versammlung zeigten schließlich Erfolg: Für die verschiedenen Ämter fanden sich Kandidaten, sodass die Siedlergemeinschaft ein neues Führungsteam aufstellen konnte.
Alle Kandidaten einstimmig gewählt
Die Wahl brachte folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender bleibt Robert Hantzsch, zu seinem Stellvertreter wurde neu Andreas Fuchs gewählt. Der bisherige zweite Vorsitzende Josef Maier übernimmt das Amt des Schriftführers. Als Kassierer wurde Peter Renger im Amt bestätigt und die Aufgabe des Gerätewarts übernimmt Gerhard Bösl. Zu Beisitzern wurden Thomas Kleber (Bomber), Angelika Renger, Erwin Schmid und Leo Bock gewählt. Als neue Kassenprüfer fungieren Franz Korn und Hans Bauer. Die Delegierten werden vom neuen Vorstand bestimmt. Bürgermeister Kleber bedankte sich ausdrücklich bei allen, die sich zur Übernahme eines Ehrenamtes bereit erklärt hatten. Damit sei ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Siedlergemeinschaft gelungen.
Geräteausleihe im Mittelpunkt
Im weiteren Verlauf wurden auch verschiedene Anliegen aus der bisherigen Vereinsarbeit angesprochen. Ein ehemaliger Kassenprüfer thematisierte die Stromkosten des Siedlerheims in Höhe von 350 Euro, obwohl die Räumlichkeiten nicht genutzt worden seien. Bürgermeister Kleber erklärte, dass der Bauhof mit den angesprochenen Themen befasst sei und diese überprüft habe. Kassier Peter Renger verwies darauf, dass die Überprüfung entsprechend protokolliert worden sei.
Der neue Vorstand werde sich der offenen Punkte annehmen. Dazu gehörten auch die Unterhaltung des Siedlerheims, die Aktualisierung des Nutzungsvertrages sowie eine Klärung der Heizkosten. Ebenso kam der Zustand beziehungsweise der Verbleib eines beschädigten und offenbar nicht mehr vorhandenen Anhängers zur Sprache. Die neue Führungsmannschaft wolle hier für Transparenz sorgen.
Grünbauer informiert über Mitgliedschaft
Unter dem Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ informierte Kreisvorsitzender Helmut Grünbauer über verschiedene Vorteile einer Mitgliedschaft in der Siedlergemeinschaft. Er verwies unter anderem auf prozentuale Einkaufsvergünstigungen bei Vorlage des Mitgliedsausweises. So seien beispielsweise beim Baumarkt OBI zehn Prozent Rabatt sowie bei bestimmten Tankstellen geringe Vergünstigungen möglich. Zudem wies Grünbauer auf die Bezirksversammlung am 24. April 2027 hin. Aus den Reihen der Mitglieder wurde der Wunsch nach einer stärkeren Unterstützung durch den Bezirk geäußert.
Grünbauer sagte zu, für Fragen und Anliegen gerne zur Verfügung zu stehen. Er empfahl außerdem, entsprechende Vorstandsschulungen zu besuchen. Auch mögliche Informationsveranstaltungen wurden angesprochen. So könnten auf Wunsch Vorträge zu Themen wie Wärmepumpe, Wissenswertes über Pilze oder zur Prävention durch die Polizei organisiert werden.
Siedlerzeitung nur noch alle zwei Monate
Eine Neuerung gibt es zudem bei der Mitgliederinformation: Die bisherige Siedlerzeitung soll ab 2027 nur noch alle zwei Monate erscheinen. Dafür ist es künftig eine umfangreichere und hochwertigere Ausgabe. Mit der Neuwahl und der Bereitschaft mehrerer Mitglieder, Verantwortung zu übernehmen, konnte die drohende Auflösung der Siedlergemeinschaft Eslarn abgewendet werden. Damit ist die Grundlage geschaffen, die Vereinsarbeit fortzuführen und die Gemeinschaft mit neuen Impulsen in die Zukunft zu führen.
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