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Urkundenfälscher unterschlagen Mietfahrzeug und betrügen Fahrzeugkäufer

Weiden. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Weiden decken Unterschlagung eines Kraftfahrzeuges und professionelle Urkundenfälschung der Fahrzeugpapiere auf.

Urkundenfälscher unterschlagen Mietfahrzeug und betrügen Fahrzeugkäufer

Symbolbild: Pixabay

Am Dienstag meldete sich die Zulassungsstelle der Stadt Weiden bei der Fahndungs- und Kontrollgruppe der Verkehrspolizei und bat um fachkundige Unterstützung. Dem Sachbearbeiter waren während der Ummeldung eines VW-Passats einige Ungereimtheiten aufgefallen.

Gute Fälschungen vorgelegt

Aus diesem Grund zog er die Behördenfahnder der Verkehrspolizeiinspektion hinzu. Die vorgelegten Papiere ließen die im Bereich Dokumentenfälschung geschulten Beamten sehr schnell fündig werden. Bei den vorgelegten Zulassungsbescheinigungen handelte es sich um Totalfälschungen.

Die dem äußeren Anschein nach amtlichen Dokumente wurden mit Originalformularen aus einem Diebstahl in Rheinland-Pfalz gefertigt und ließen bei erster Betrachtung kaum Zweifel an ihrer Echtheit. Erst ein Datenabgleich und die Expertenprüfung einiger Indikatoren enttarnten die Fälschung.

Um 14.000 Euro geprellt

Der junge Mann, der mit der Absicht, das Fahrzeug umzumelden, in der Zulassungsstelle vorgesprochen hatte, wurde umgehend befragt. Er erläuterte, dass er Fahrzeug und Papiere im Zuge eines Kaufs über ein Onlineportal erhalten hatte. Den Kaufpreis von 14.000 Euro händigte er bei der Übergabe auf einem Parkplatz in Nürnberg an die Verkäufer in bar aus.

Während der Kaufabwicklung mit einem älteren Mann und einer jungen Frau glich er lediglich die Übereinstimmung von Papieren und Fahrzeug ab und überließ es der Verkäuferin, einen handschriftlichen Kaufvertrag zu fertigen.

Die Spur führt nach Niederbayern

Die Angaben des Mannes ließen die Fahnder erneut hellhörig werden und veranlassten sie, die Vita des Fahrzeuges näher zu beleuchten. Die Ermittlungen und Datenauswertung des Fahrzeuges führten zu einem Vermieter in Niederbayern. Dieser, nach jetzigem Ermittlungsstand wohl der Eigentümer des Fahrzeuges, hatte das Auto an einen Kunden abgegeben.

Stadtwerke Amberg
Stadtwerke Amberg

Der legte bei Vertragsabschluss dem Vermieter eine Meldebescheinigung der Stadt Plauen und ein irisches Ausweisdokument vor, woraufhin ihm die original Zulassungsbescheinigung und das Fahrzeug übergeben wurden.

Im Verlauf der weiteren Nachforschungen erhärtete sich der Verdacht, dass es sich auch bei den anderen in diesem Zusammenhang benutzten Papieren um Fälschungen handelte. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Kein Happy End für den Geschädigten

Für den jungen Mann, der, nach derzeitigem Stand, Opfer eines ausgeklügelten Betruges wurde, blieb am Ende keine gute Prognose. Nicht nur um den Kaufpreis muss er nun bangen, auch das Fahrzeug musste von der Polizei bis zur Aufklärung der Eigentumsverhältnisse und der Straftaten sichergestellt werden.