[Update] Waldbrand bei Freudenberg unter Kontrolle, aber immer noch 200 Einsatzkräfte vor Ort
[Update] Waldbrand bei Freudenberg unter Kontrolle, aber immer noch 200 Einsatzkräfte vor Ort
Dichte Rauchschwaden standen am Freitagabend über dem Johannisberg bei Freudenberg. Schon von Weitem war zu erkennen, dass sich dort ein größerer Waldbrand entwickelt hatte. Innerhalb kurzer Zeit rückten Hunderte Einsatzkräfte aus der gesamten Region an, um die Flammen einzudämmen. Doch starker Wind, trockenes Unterholz und das schwer zugängliche Gelände machten den Einsatz zu einer Herausforderung.
Brand unter Kontrolle
Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle, jedoch nicht endgültig gelöscht. Das teilte das Landratsamt Amberg-Sulzbach am Sonntag, 2. August, mit. 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK, Bergwacht und THW sind seit 5.30 Uhr im Einsatz, um die vielen Bodenfeuer zu löschen. Für die Einsatzkräfte stellen umstürzende Bäume und herabfallende Baumteile eine Gefahr dar, ebenso wie die Glutnester am Boden. Den sieben verletzten Feuerwehrleuten geht es gut, keiner von ihnen befindet sich im Krankenhaus. Neue Verletzte sind glücklicherweise nicht zu vermelden.
Die Prognose für die weitere Brandbekämpfung ist trotz der heute zu erwartenden sommerlichen Temperaturen laut Führungskräften vor Ort positiv. Die Hoffnung liegt darauf, dass es wenig Wind geben wird, der schwelende Glutherde wieder entfachen könnte. Die Kirche auf dem Johannisberg ist gesichert, ein Kirchgang ist jedoch nicht möglich. Die Kirche ist wie sämtliche Wanderwege und Zufahrtswege im 5,7 Hektar umfassenden Schadensgebiet gesperrt. Für die Bevölkerung besteht jedoch keine Gefahr.
Ausbruch an der Südseite des Johannisbergs
Der Brand war am Freitagnachmittag auf der Südseite des Johannisbergs zwischen Hammermühle und Oberpennading ausgebrochen. Im Laufe des Abends weitete sich das Feuer erheblich aus. Zeitweise galt der Waldbrand als außer Kontrolle. Mehr als 300 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bayerischem Roten Kreuz und Bergwacht kämpften gegen die Flammen. Auch ein Polizeihubschrauber unterstützte die Löscharbeiten aus der Luft.
Besonders problematisch erwies sich das steile und unwegsame Gelände. Viele Bereiche konnten nur zu Fuß erreicht werden. Gleichzeitig erschwerte starker Wind die Brandbekämpfung, weil sich Glutnester immer wieder neu entzündeten. Ein aufziehendes Gewitter brachte den Einsatzkräften zeitweise zusätzliche Schwierigkeiten.
Kreisstraße zeitweise gesperrt
Aus Sicherheitsgründen sperrten die Behörden die Kreisstraße AS 29. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu meiden. Wegen der starken Rauchentwicklung empfahlen die Behörden außerdem, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Die Kirche auf dem Johannisberg konnte nach Angaben des Landratsamtes gesichert werden.
Langsame Entspannung
Am Samstagmorgen entspannte sich die Lage etwas. Das Feuer war nach Angaben des Landratsamtes unter Kontrolle, vollständig gelöscht war der Brand jedoch noch nicht. Die Flammen hatten sich auf rund 5,7 Hektar Waldfläche ausgebreitet. Zahlreiche Glutnester mussten weiterhin aufwendig abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Vier Feuerwehrleute wurden bei dem Großeinsatz verletzt. Derzeit werde mit einem Löschhubschrauber aus der Luft und etwa 200 Einsatzkräften am Berg gelöscht. Strobl geht davon aus, dass die Löscharbeiten noch Tage dauern werden.
Die Rauchentwicklung sei noch groß, der Brand von weit her zu sehen, allerdings bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung, so Strobl. Die Warnungen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, seien aufgehoben. Eine Ursache für das Feuer kann zum jetzigen Zeitpunkt logischerweise noch niemand feststellen.






