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ARV Oberpfalz
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Aktion Toter Winkel sensibilisiert Grundschulkinder in Weiherhammer

Weiherhammer. Auf dem Verkehrsübungsplatz Saxn-Di erlebte die dritte Klasse der Grundschule bei der Aktion Toter Winkel des Landesverbands Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen eindrücklich, wo Gefahr unsichtbar bleibt.

Weiherhammer. Auf dem Verkehrsübungsplatz Saxn-Di erlebte die dritte Klasse der Grundschule bei der Aktion Toter Winkel des Landesverbands Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen eindrücklich, wo Gefahr unsichtbar bleibt.
Die „Aktion Toter Winkel“ wird fortgeführt. Foto: Weber Transport GmbH und Co. KG

Aktion Toter Winkel sensibilisiert Grundschulkinder in Weiherhammer

Kinder lernen Gefahren des Toten Winkels kennen

Wie schwer ist der Brummi? Was wurde damit schon transportiert? Wie schnell fährt so ein Lastwagen? Diese und viele weitere Fragen stellten die Kinder der dritten Klasse der Grund- und Mittelschule Weiherhammer am Mittwoch anlässlich einer auf dem Verkehrsübungsplatz „Saxn-Di“ durchgeführten „Aktion Toter Winkel“. Die Antworten auf die Fragen der Kinder dürften auch so manchen Erwachsenen überraschen. Wer weiß schon, dass so ein Lastwagen so viel wiegt wie sechs bis acht Elefanten?

Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) e.V. organisiert diese Maßnahme bayernweit in Zusammenarbeit mit örtlichen Transportunternehmen in Kindergärten und Schulen. Dabei konnten allein in Ostbayern in den letzten Jahren mehr als 6.000 Kinder praxisnah lernen, wo sich die gefährlichen Bereiche befinden und wie man sich richtig verhält.

Praxisnahe Demonstration in Weiherhammer

Auf Initiative von Katharina Weber, Weber Transport GmbH & Co. KG aus Weiherhammer, die auch den Lastwagen stellte, demonstrierte der LBT-Geschäftsführer für Niederbayern/Oberpfalz, Harald Sentner, den Kindern anschaulich mit dem Lastwagen und einer Toter-Winkel-Plane die Gefahrenpotenziale durch den Toten Winkel. Dass auf der Plane die komplette Gruppe Platz hatte und damit dem Lastwagenfahrer verborgen blieb, sorgte doch für einiges Erstaunen. Dazu ergänzte Sentner: „Selbst die Profis, also die Lastwagenfahrer, sind immer wieder verblüfft, wenn sie sehen, wie viel sie nicht sehen.“

Vier tote Winkel: Hier lauern die Risiken

Dabei gibt es nicht nur einen Toten Winkel, sondern vier, lernten die Kinder. Diese befinden sich vor und hinter, außerdem links und natürlich rechts neben dem Fahrzeug. Gerade letzterer birgt große Gefahren, speziell, wenn Lastwagen nach rechts abbiegen.

Drei einfache Grundregeln helfen laut Sentner, die Gefahren aus dem Toten Winkel zu vermeiden:

  • Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen, denn: „Wenn du den Fahrer nicht sehen kannst, kann er dich auch nicht sehen!“
  • Nicht nach vorne fahren oder gehen, um sich neben das Fahrzeug zu stellen, sondern rechts seitlich hinter dem Fahrzeug bleiben.
  • Nicht auf die eigene Vorfahrt bestehen, sondern den Lastwagen zuerst abbiegen lassen.
Die „Aktion Toter Winkel“ wird fortgeführt. Foto: Weber Transport GmbH und Co. KG

Kinder blicken aus dem Führerhaus

Der Höhepunkt für die Kinder war aber sicherlich, als sie sich in das Führerhaus setzen durften, um als „Brummifahrer“ den Toten Winkel selbst „zu erfahren“. Dass der Gefahrenbereich beim Abbiegen des Lastwagens wesentlich größer ist als man vermutet, wurde anschaulich mittels Wasserballons demonstriert.

Witron Bewerbertag 18.07.
Witron Bewerbertag 18.07.

Aufklärung soll Unfälle verhindern

„Ziel dieser Aktion“, so Sentner, „sei, den Kindern bewusst zu machen, was ein Lastwagenfahrer sieht und wie sich ein Lastwagen – insbesondere beim Abbiegen – verhält. Da die Bananen nach wie vor nicht im Supermarkt wachsen und der Lastwagen somit weiterhin für das Funktionieren der Wirtschaft unabdingbar ist, sehen wir uns auch in der Verpflichtung, unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer hier aufzuklären. Verhindern wir dadurch nur einen Unfall, hat sich die ganze Aktion gelohnt!“

Zum Schluss erhielten die Kinder als Anerkennung eine Urkunde über ihre Teilnahme an der Aktion „Toter Winkel im Straßenverkehr“ sowie ein Reflektorband, um künftig im Straßenverkehr besser gesehen zu werden.

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