Neue Kurse für Zwergenmusik und Früherziehung in Grafenwöhr

Neue Kurse für Zwergenmusik und Früherziehung in Grafenwöhr
Musikalische Frühförderung: eine Quelle der Freude. Jedes Kind besitzt von Geburt an ein musikalisches Potenzial, sagt Sigrun Eichmann, Leiterin der musikalischen Früherziehung in der Musikschule im Vierstädtedreieck. Ein Denkansatz, der den Kids mit professioneller Unterstützung viele Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Mit Lust die eigene Stimme entdecken, Musik hören, Rhythmus spüren, erste Erfahrungen mit Instrumenten machen, singen und tanzen: Das sind Anregungen, die die kindliche Fantasie wecken. „In der musikalischen Früherziehung hat alles seinen Platz“, versichert Joachim Steppert, Leiter der Musikschule im Vierstädtedreieck. Die Schule bietet deshalb schon für Kids im zarten Alter ab vier Jahren, zwei Jahre vor Schuleintritt, einen Start ins musikalische Leben.
Wie gestaltet sich die Praxis?
Joachim Steppert fasst dieses Wohlfühlambiente der Übungsstunden zusammen: Gemeinsam und mit Lust die Möglichkeiten der eigenen Stimme entdecken, Musik hören, Instrumente kennenlernen und das Erlernte schon früh in der konzertanten Praxis üben. Ein guter Weg, um das musikalische Interesse der Kinder spielerisch zu wecken und zu fördern“, findet der Musikpädagoge. Mozart komponierte sein erstes Werk mit neun Jahren. Aber auch der kleine „Wolferl“ habe erst einmal lernen müssen, kommentierte Steppert ein berühmtes Beispiel frühkindlicher Förderung.
Musikalisch ist jeder!
Der Schulleiter beschwor deshalb die Bedeutung natürlicher Begabungen als Voraussetzung musikalischer Fertigkeiten. In der Musikschule des Vierstädtedreiecks sei zwar im Vergleich zum Genie Mozart das deutlich tiefere Stapeln angebracht. Gleichwohl sei Optimismus geboten. „Vollkommen unmusikalische Kinder gibt es nicht!“ Jeder könne Musik lernen, am leichtesten mit einem Instrument.
Musikalische Metaphern
Die lebensbejahenden Merkmale der Musik ergänzte Steppert mit vielen Metaphern. „Jemand spielt die erste Geige“, „gibt den Ton an“, „bläst uns den Marsch“ oder „pfeift aus dem letzten Loch“ seien solche Bedeutungszusammenhänge. Auch mit solchen Sprachbildern könne eine Brücke zur musikalischen Früherziehung im Vorschulalter entstehen. Eine Frühförderung, die in der Musikschule im Vierstädtedreieck „Schule macht“.
Viel Freiraum zum Fröhlichsein
Das Konzept ist sehr offen und lässt Kindern viel Freiraum zum Experimentieren, erläutert Joachim Steppert. Der Schulleiter umschreibt gleichzeitig: „Zum Konzept gehört, früh die Begeisterung für Musik zu fördern und Spaß an musikalischen Aktivitäten zu wecken.“ Deshalb müssten sich Eltern keine Sorgen machen, dass eine Teilnahme an der musikalischen Früherziehung das Kind stressen könnte. Es gehe nicht um Noten und Leistungen, sondern um das Vergnügen am Musizieren, die Ausbildung eines guten musikalischen Gehörs, um erste Schritte im Bereich des Notenlesens und selbstverständlich um das Kennenlernen von Instrumenten. „Und das alles mit viel Freude und ohne Lernanstrengung.“
Zu den spezifischen Klangwelten der Schule gehören auch die gezielte Schulung der Sinne und der Umgang mit dem Universum der Musik. In diesem Sinne äußert sich auch Sigrun Eichmann. Den Kindern Musik näherbringen: Die Musikpädagogin versteht darunter eine vernetzte Schulung der Sprache und des Gehörs. Die fröhliche Stimmung während der Unterrichtsstunden steigere zudem das Wohlbefinden der Kids.
Was sagen die Kinder und Eltern?
Die Kinderschar fiebert im nächsten Schuljahr dem Instrumentalunterricht entgegen. Die süße Rosalie lernt Klavier, der selbstbewusste Alois träumt schon vom Trompetenspiel. Zu den Wunschinstrumenten gehören auch Geige und Flöte. Diesen Elan nicht bremsen wollen Eltern, Omas und Opas, wie sich bei Gesprächen nach dem Unterrichtsschluss herausstellte. Heidi Fuchs, Mutter von Drillingen, war voll des Lobes über den kindgerechten Einstieg in die musikalische Früherziehung. „Die Musik in all ihren Komponenten lieben lernen, Neigungen entdecken und die Kinder für den Instrumentalunterricht vorbereiten“ – diese ersten musikalischen Gehversuche imponieren Heidi Fuchs besonders.
Felicitas und Isabella sind bereit, im kommenden Schuljahr den Einstieg in den Instrumentalunterricht zu wagen. Ihr Wunschinstrument ist die Querflöte. Drillingsbruder Tim Fuchs übte derweil schon in der zweiten Gruppe im Unterrichtsraum der Schule im ehemaligen Vermessungsamt den Umgang mit Tönen und Klängen. Auch der Dreikäsehoch ist schon zu instrumentalen Ausflügen bereit.
Einladung zur „Zwergenmusik“
Eher spielerisch angelegt, bietet die Musikschule einen weiteren Einstieg, die musikalischen Fähigkeiten der Kleinkinder zu entdecken. Zwergenmusik heißt das Angebot für Kinder ab eineinhalb Jahren mit erwachsenen Begleitpersonen. Mit Tänzen und Bewegungen, Echo- und Fingerspielen und Liedern soll die musikalische Veranlagung der Kinder geweckt werden. In die Welt der Klänge sollen Hilfsmittel wie Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln und Trommeln einführen. Es ist zunächst eine halbjährige Einführung mit je 45 Minuten pro Schulwoche an verschiedenen Orten geplant.
Im neuen Schuljahr wegen der hohen Nachfrage neue Kurse
Zwei neue Kursangebote gibt es im Schuljahr 2026/27 in Grafenwöhr. In den beiden Vorschuljahren fördern die Lehrkräfte Sigrun Eichmann und Rebecca Fürst Kinder ab vier Jahren im Rahmen der Früherziehung die Lust am Singen und Musizieren.
Die Früherziehung mit Kursen in Grafenwöhr, Eschenbach, Pressath und Schlammersdorf findet 60 Minuten pro Schulwoche statt. Die Jahresgebühr beträgt 324 €.
Noch früher setzt die sogenannte Zwergenmusik an. Dabei handelt es sich um ein wöchentliches Angebot mit je 45 Minuten für Kinder ab eineinhalb Jahren. Notwendig ist eine Erwachsenenbegleitung. Die Gebühr beträgt für ein Halbjahr einmalig 136,50 €.
Die Kurse leitet Natalia Swiere. Unterrichtsort ist der zweite Stock des alten Schulhauses in Grafenwöhr. Unterrichtstag ist jeweils der Dienstag. „Zwergenmusik“ wird es auch in Eschenbach geben. Aktuell besuchen die Musikschule etwa 500 Kids, Jugendliche und Erwachsene.
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