Amseln brüten in Weidens Innenstadt
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Amseln brüten in Weidens Innenstadt
Weiden. Die Amsel – auch Schwarzdrossel genannt – zählt zu den bekanntesten Singvögeln Europas und ist die häufigste Vogelart in Deutschland. Vor über hundert Jahren war die Amsel noch ein scheuer Waldvogel. Inzwischen hat sie sich immer mehr an den Menschen gewöhnt.
Von Jürgen Wilke
Man findet sie in fast jedem Garten oder Park. Auch in einem Hof in der Weidener Innenstadt zieht ein Amselpärchen drei Junge auf – in einem großen Blumenkübel mit einem Efeustrauch. In diesem Strauch bauten im Frühjahr die Amseln ihr Nest und das Weibchen legte drei Eier. Nach zwischen zwölf bis 18 Tagen Brutzeit schlüpften drei gesunde Küken, die sich prächtig entwickeln. Beide Amseleltern versorgen ihre Jungen und fliegen den ganzen Tag, um ihren dauernd hungrigen Nachwuchs zu füttern.
Zu Beginn der Brutzeit handelt es sich dabei nahezu ausschließlich um tierische Nahrung wie Insekten, Regenwürmer und Schnecken. Später kommen auch Beeren und fleischige Früchte hinzu. Frisch geschlüpfte Nestlinge wiegen fünf bis sieben Gramm, bei Verlassen des Nests nach etwa 13 bis 15 Tagen, wiegen sie etwa 65 Gramm.
Ein ausgewachsenes Amselmännchen erkennt man an seinem tiefschwarzen Gefieder. Schnabel und Augenringe sind leuchtend gelb. Es ist etwa 24 bis 27 Zentimeter groß. Das kleinere Amselweibchen und auch die Jungvögel hingegen haben größtenteils eine dunkelbraune Farbe. Manche Amseln sind Zugvögel und ziehen im Herbst in wärmere Gebiete.


