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Bund Naturschutz informiert über naturnahen Garten in Kirchenthumbach

Kirchenthumbach. Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz und die Siedlergemeinschaft haben einen Informationsabend zum naturnahen Garten ausgerichtet. Experte Harald Schlöger gab Tipps für artenreiche, klimafreundliche Gärten.

Bund Naturschutz informiert über naturnahen Garten in Kirchenthumbach

Harald Schlöger bei seinem Vortrag „Der naturnahe Garten Gestaltungstipps für erlebnisreiche Gärten“. Foto: Rainer Knoll
Reinhold Wilterius bei der Begrüßung der zahlreichen Zuhörer im Gasthaus Melber. Foto: Rainer Knoll

Bund Naturschutz Ortsgruppe Kirchenthumbach veranstaltet zusammen mit der Siedlergemeinschaft Kirchenthumbach einen Informationsabend zum Thema „Naturnaher Garten“.

Experte erläutert Vorteile des naturnahen Gartens

Reinhold Wilterius, Vorsitzender der OG Bund Naturschutz in Kirchenthumbach, freute sich zusammen mit Markus Kleber, Vorsitzender des Siedlerbunds, über den zahlreichen Besuch interessierter „Gartler“ in der Gaststätte Melber. Als Vortragenden konnte der ehemalige Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege am Landratsamt Tirschenreuth, Harald Schlöger, gewonnen werden, ein exzellenter Fachmann für dieses Thema.

Schlöger beleuchtete den naturnahen Garten von allen Seiten. Der Garten sei der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordere das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden sei: Zeit, Zuwendung und Raum.

Weniger Steingarten, mehr Artenvielfalt

Deutlich distanzierte sich Schlöger von den immer häufiger, vor allem in Neubausiedlungen, zu findenden Steingärten, in denen sattes Grün durch Schotter und Steinarrangements ersetzt wird. Zu meinen, dies würde weniger Arbeit bedeuten, sei ein Irrglaube, so Schlöger. Dabei sei weniger auch manchmal mehr; Ökologie und Ästhetik müssten keine Gegensätze sein.

Ein naturnaher Garten biete Lebensraum für Insekten und Vögel, Erkundungsraum für Kinder und sorge für einen positiven Klimaeffekt, vor allem in den Städten. So würden Bäume wertvollen Schatten spenden, Sauerstoff produzieren, Kohlenstoff speichern und über die Blätter durch Wasserverdunstung die Umgebung kühlen. Hier sei auch der ideale Ort für einen Ruhebereich im Garten.

Pflanzenauswahl und praktische Tipps für den Garten

Schlöger legte den Zuhörern nahe, bei der Wahl der Anpflanzungen die klimatische Veränderung zu berücksichtigen. Eine geschickte Wahl an ökologisch wertigen Sträuchern und Gehölzen würde den heimischen Vögeln helfen und durch ganzjährig wandelndes Farbspiel zum Verweilen einladen. „Der Garten soll das schönste Zimmer sein!“, so Schlöger. Auch für den Igel sollte eine Ecke mit Totholz und Steinhaufen eingerichtet werden. Brennnesseln und stabile Gräser wären wichtige Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen und Insekten.

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Nach gut 90 Minuten beendete Schlöger seinen kurzweiligen und informativen Vortrag. Viele Zuhörer gewannen neue Ideen und erkannten, was im eigenen Garten verbesserungsfähig wäre.