Serenade eröffnet Festwochenende in Pleystein
Serenade eröffnet Festwochenende in Pleystein
Die Serenade mit dem Großen Vereinsorchester Waidhaus auf dem Marktplatz vor dem Rathaus war auch am Freitagabend wieder das unverkennbare Zeichen des bevorstehenden Festwochenendes mit dem Multi-Kulti-Abend und dem Pleysteiner Bürgerfest. Sorgenvoll schauten die Besucher immer wieder gen den grauen Himmel mit den dunklen Wolken, doch die Sorgen waren zum Glück umsonst: Der Regen blieb aus.
Serenade kündigt Festwochenende an
Mit dem Laridah-Marsch eröffnete das Große Vereinsorchester Waidhaus unter Leitung von Hermann Mack dieses musikalische Ereignis, das auch heuer wieder große Resonanz bei der Bevölkerung, aber auch bei vielen auswärtigen Gästen fand, was die gut gefüllten Plätze zeigten.
Wie schon in der Vergangenheit moderierte Andrea Lang den Abend. Es gelang ihr, mit passenden Worten die Verbindung zu den nachfolgenden Musikstücken herzustellen. Zuvor hatte sie Bürgermeister Werner Rieß, Altbürgermeister Johann Walbrunn, Georgenbergs Bürgermeister Wolfgang Bock und zahlreiche Stadtratsmitglieder begrüßt. Mit der Serenade und den Festen Multi-Kulti und Bürgerfest stehe die Stadt wieder sichtbar im Zeichen der Gemeinschaft, der Begegnung und Geselligkeit. Gerade das Bürgerfest beweise die Lebendigkeit der Stadt. Zu dieser Tradition gehöre immer der musikalische Auftakt mit dem Musikverein Waidhaus, was die Gäste mit großem Beifall bestätigten.
Klangreise nach Schottland
Nach diesen herzlichen Begrüßungsworten entführte das Große Vereinsorchester ins schottische Highland. „Highland Cathedral“ sei wohl von deutschen Komponisten geschrieben worden, werde aber weltweit mit Schottland verbunden und sogar bei offiziellen Feierlichkeiten gespielt, sagte Andrea Lang. Sie regte auch an, sich gedanklich zu diesem Musikstück an den Klang der Dudelsäcke zu erinnern und sich die schottische Landschaft mit schroffen Bergen und alten Burgen vorzustellen.
Im Anschluss an dieses Stück ging die Moderatorin auf die Geschichte des Musikvereins ein, die immer wieder mit einem bestimmten Namen verbunden sei: Hermann Mack. Vor 40 Jahren, im Februar 1986, haben 60 musikbegeisterte Menschen im Gasthaus Mack den Musikverein Waidhaus gegründet. Daraus habe sich eine „große musikalische Familie“ entwickelt. Dem Musikverein Waidhaus gehören heute 900 Mitglieder an, darunter 330 aktive Musikerinnen und Musiker und, besonders bedeutsam, 290 Musikschüler, betreut von 14 Ausbildern. „Somit ist die Musik in Waidhaus nicht nur ein Hobby, sondern Teil der Heimat“, sagte Andrea Lang.
40 Jahre Musikverein Waidhaus
Musikalisch ging es dann auf die große Musicalbühne. Das Medley „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ von Andrew Lloyd Webber verbindet Pop, Rock, Country, Calypso und klassische Musicalmusik zur großen Einheit.
An den unvergessenen Karel Gott erinnerte das Medley „Einmal um die ganze Welt“, das in wunderbarer Art Nostalgie, Lebensfreude und schöne Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte, im Besonderen aber an den Sänger aus dem Nachbarland, verbindet.
Italienisches Lebensgefühl und Hommage an Peter Maffay
Anschließend führte die musikalische Reise nach Italien zum „Dolce Vita“. Die Stücke „Quando, Quando, Quando“, „Volare“ und „Arrivederci Roma“ sind die dazugehörigen Evergreens. Eine Hommage dann an Peter Maffay mit seinem Lied „Nessaja“, dessen Refrain „Ich wollte nie erwachsen sein …“ den Menschen jeden Alters sozusagen unter die Haut geht.
Die „Finkensteiner Polka“ im böhmisch-mährischen Stil, die „Polka mit Herz“ und „Thank You for the Music“ standen dann auf der Titelliste des Großen Vereinsorchesters. Andrea Lang meinte, dass gerade das letzte Stück zum Abend besonders passe, weil damit auch der Dank an den Musikverein Waidhaus verbunden sei, der seit vierzig Jahren die Menschen zusammenbringe.
Zugaben und feierlicher Ausklang
Nach einem musikalischen „Gute Nacht“ gab es die schon im Konzert mit unüberhörbaren Rufen erbetenen Zugaben. Da durfte natürlich der „Böhmische Traum“ nicht fehlen, der auch hier wieder alle Besucher zum Mitklatschen anregte.
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