Der frühe Antrag fängt den höheren Zuschuss
Der frühe Antrag fängt den höheren Zuschuss
Konkret heißt das: Für die Sanierung von gut 5.000 Metern Wasserleitung in den Bereichen Grub/Bärnwinkel/Feilersdorf/Hub und Weihersberg, den Neubau einer 300-Meter-Leitung bei Grub, die Erweiterung des Hochbehälters Barbaraberg um eine dritte Wasserkammer mit 150 Kubikmetern Fassungsvermögen und einige weitere technische und bauliche Maßnahmen werden voraussichtlich Kosten von schätzungsweise rund 3,075 Millionen Euro entstehen. Hiervon werden aber immerhin gut 1,026 Millionen aus Fördermitteln gedeckt sein.
40 Prozent Zuschuss
Mit in die Planungen aufgenommen wurde eine aufnahmefähigere Versorgungsleitung für Weihersberg, die mit verdoppeltem Durchmesser auch eine bessere Löschwasserversorgung gewährleisten soll. Der Gemeinderat nahm den Sachstandsbericht der Planerin und ihres Kollegen Bernhard Kaltenecker zur Kenntnis. Noch in diesem Jahr wird die Gemeinde außerdem mit der Erneuerung der Wasserleitung unter dem Hessenreuther Sträßchen und der Straße am Schulberg in Zessau beginnen.
Auf 490 Metern Länge soll das spröde Asbestzementrohr, das in jüngster Zeit durch zwei Wasserrohrbrüche für unersprießliche Schlagzeilen sorgte, ersetzt werden. Die Kosten für den Bau der eigentlichen Leitung schätzte Bautechniker Reinhold Sternkopf von der Verwaltungsgemeinschaft Pressath auf etwa 175.000 Euro, von denen aber 40 Prozent als Zuschuss aus dem RZWas-Topf gedeckt würden. Ein Förderantrag sei auch hier noch vor dem Jahreswechsel gestellt worden.
Jugendförderung um 50 Prozent erhöht
Hinzu kämen 60.000 Euro für die Hausanschlüsse: „Auch dieser Teil der Maßnahme wird nach RZWas gefördert.“ Die Verwaltung werde die Anwohner frühzeitig vom bevorstehenden Beginn der Bauarbeiten informieren, für eine Trinkwasser-Notversorgung werde man bei Bedarf sorgen. Über mehr Geld aus der Gemeindekasse für ihre Kinder- und Jugendarbeit können sich Trabitzer Vereine freuen: Die vor zehn Jahren beschlossene Jugendförderung wird um 50 Prozent von fünf auf 7,50 Euro je jugendlichem Mitglied erhöht.
Hierin sahen die Gemeindeverantwortlichen einen nach einem Jahrzehnt überfälligen Inflationsausgleich, der auch die Attraktivität der Vereine erhöhen werde, weil sie mehr Geld für Ausflüge oder Feste zur Verfügung hätten und etwaige Kostenbeteiligungen der Familien somit niedriger ausfielen. In den zurückliegenden Jahren habe der Zuschussbetrag im Übrigen durchweg nur zwischen 500 und 600 Euro betragen und werde sich auch nach der Aufstockung in einem mäßigen Rahmen bewegen. Er trage aber dazu bei, dass junge Menschen zu Sport- oder Bildungsaktivität abseits von Computer und Smartphone ermuntert würden.
Neben dieser regulären Jugendförderung wird es den in der Jugendarbeit tätigen Vereinen auch weiterhin möglich sein, für außerordentliche Ausgaben einen Pauschalzuschuss von maximal 200 Euro zu beantragen. Aufgestockt wird außerdem die Förderung für Ferienangebote der Vereine wie etwa Bergtouren oder Zeltlager: Analog der Regelung für die „Learning Campus“-Ferienfreizeiten wird es je teilnehmendem Kind einen Gemeindezuschuss von 50 Prozent des Teilnahmeentgeltes, maximal aber 105 Euro geben.
Umweltrechtliche Regelungen
Änderungen für den Betrieb des „Energiehofs Blankenmühle“ werden sich aus dem Auslaufen des aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetzes Ende 2024 mit seinen Förderangeboten und der Aktualisierung weiterer umweltrechtlicher Regelungen ergeben: Das Wärmekraftwerk selbst müsse mit günstigeren Rohstoffen betrieben werden, eine „Anpassung“ des zurzeit „außerordentlich niedrigen Wärmepreises“ für die Kunden des aus Blankenmühle gespeisten Nahwärmenetzes Trabitz werde aber gleichwohl unumgänglich sein.
So heißt es in einem von Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung verlesenen Schreiben der Energiegenossenschaft NEW. Die Wärmeversorgung selbst werde weiterhin verlässlich sichergestellt. Einer Beteiligung von 6.006,05 Euro am Haushalt des ILE-Vereins stimmte der Gemeinderat zu. Gute Nachrichten brachte Carmen Pepiuk aus dem Verein „Integrierte Ländliche Entwicklung VierStädtedreieck“ (ILE) mit: Für die Anschaffung eines gemeindeeigenen Geschirrspülmobils, das für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird, gibt es 60 Prozent Zuschuss aus dem „Regionalbudget“.
Auf 90 Prozent staatliche Förderung hofft die Bürgermeisterin für das bundesgesetzlich vorgeschriebene Konzept einer kommunalen Wärmeplanung; ein Förderantrag sei gestellt. Schließlich informierte die Bürgermeisterin, dass das Landratsamt ab 26. Februar wieder die Grüngutcontainer aufstellen lassen werde.


